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Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig


Bilder, Zeichen und Medien
Ein kurzer Blick auf die Hochschule

Die Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig ist eine der ältesten deutschen Kunstakademien; schon Goethe nahm hier Unterricht. Sie wurde 1764 gegründet, um dem Druck- und Verlagswesen der Bücherstadt Leipzig künstlerische Impulse zu geben und seine Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Diese enge Bindung an die ortsansässige Industrie gehört zu den Konstanten ihrer wechselhaften Geschichte. Als die Hochschule 1890 einen eigens für sie errichteten Neubau bezog, war sie Vorreiterin einer modernen Ausbildungsform: Die Verbindung von allgemeiner künstlerischer Lehre (Malen, Zeichnen, Entwerfen usw.) mit praktischem Werkstattunterricht sollte der Entfremdung zwischen Kunst und Praxis entgegenwirken. Neue Technologien wurden schnell aufgegriffen; als erste in Deutschland bot die Hochschule ab 1893 eine Ausbildung für Fotografie an. Vor dem Zweiten Weltkrieg erlangte sie internationalen Ruf als einzigartige Ausbildungsstätte für die Buchkunst. Die Protagonisten der Leipziger Schule stärkten seit den 60er Jahren die Position der Malerei. 1990 begann ein Prozess der Neuorientierung, der seine sichtbare Analogie im Umbau des Gebäudes findet. Im (demnächst auch topografischen) Zentrum schaffen die künstlerischen Werkstätten zusammen mit einem fachbereichsübergreifenden theoretischen Lehrangebot den für diese Hochschule spezifischen Anreiz zur Erprobung traditioneller wie innovativer Techniken, zu interdisziplinärer Neugier, zum produktiven Miteinander freier und angewandter Künste.

Etwa 350 Studierende sind hier zur Zeit eingeschrieben: in Malerei, Fotografie, Grafik-Design, Medienkunst. Es gibt großzügige Werkstätten und Ateliers, eine Fachbibliothek, eine eigene Galerie, mit dem Institut für Buchkunst eine Schnittstelle zum Verlagswesen. Es ist eine kleine, überschaubare Hochschule, die den direkten Austausch ermöglicht. Hier finden Reibungen statt, werden sichtbar und produktiv. Viele interdisziplinäre Projekte werden von Studenten selbst initiiert und eigenverantwortlich umgesetzt. Die traditionelle Verbindung der Hochschule zur Stadt Leipzig schlägt sich in Kooperationen mit öffentlichen Einrichtungen nieder. Gleichzeitig wird die internationale Öffnung gefördert, immer häufiger entstehen Projekte in Zusammenarbeit mit Hochschulen auf der ganzen Welt.

Bilder, Zeichen, Medien: Unsere Themen sind gesellschaftliche, und wir befinden uns mitten im Zentrum eines kulturellen Umbruchs. Seit den 80er Jahren verändern die Bilder unsere Gesellschaft. Ebenso schnell und unaufhörlich wie die Bilder wandeln sich die Medien, die uns die Bilder zutragen. Die Gegenstände unseres Studiums - gemalte und fotografierte Bilder, typografische Zeichen, elektronische Medien - sind Teil eines gesellschaftlichen Wandels, dessen Ende nicht abzusehen ist. Diesen Prozess reflektieren wir, indem wir Altes und Neues bewusst miteinander verknüpfen; Tradition und Innovation stehen nicht nebeneinander, sondern in intensivem Austausch. Über die neuen Medien erschließen wir uns einen anderen Zugang zu den traditionellen Künsten; diese wiederum sind unverzichtbar für das Verständnis und die Entwicklung moderner Techniken.


 

Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig
Wächterstraße 11
04107 Leipzig
Tel: +49 (0)3 41 21 35-0
Fax: +49 (0)3 41 21 35-166

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Weitere Informationen: http://www.hgb-leipzig.de