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Humboldt-Universität zu Berlin


Lehr- und Forschungsprofil

Das Lehr- und Forschungsprofil der Universität umfasst alle grundlegenden Wissenschaftsdisziplinen in den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften, der Humanmedizin, den Agrarwissenschaften sowie der Mathematik und den Naturwissenschaften. 

Heute werden an der Humboldt-Universität 224 Fachstudiengänge bzw. Studienfächerkombinationen angeboten. In 19 Disziplinen bestehen Diplom-Studiengänge, hinzu kommen die Diplom-Studiengänge Dolmetschen und Übersetzen in jeweils zwölf Sprachen, darunter vielen osteuropäischen. Das Magister-Studium kann in 59 verschiedenen Fächern absolviert werden. Zum Studienangebot gehören schließlich die mit einer Staatsprüfung abschließenden Studiengänge Rechtswissenschaft, Medizin, Zahnmedizin und Pharmazie (auslaufend) sowie das Hochschulexamen oder Kirchliche Examen im Fach Evangelische Theologie. Es wird eine große Breite an Lehramtsstudiengängen angeboten, einschließlich des Lehramts an Sonderschulen mit seinen Spezialisierungsrichtungen. 

Zum Wintersemster 1999/2000 wurden eine Reihe neuer Studiengänge eröffnet: Der Reformstudiengang Medizin, der Bachelor- und Master-Studiengang Statistik der Zusatzstudiengang Transatlantic Masters, der Aufbaustudiengang British Studies und der Master-Studiengang Polymer Science. Einzigartig in Deutschland sind die Studiengänge "Gender Studies" und "International Agricultural Sciences". 

Für diese breite Palette sind im Wintersemester 1999/2000 34.495 Studierende eingeschrieben; davon 57,3 % weibliche. 10,9 % der gesamten Studierendenschaft kommen aus dem Ausland. Angebote für Zusatz-, Aufbau- oder Ergänzungsstudien werden in den nächsten Jahren weiter ausgebaut. Darüber hinaus hat die Humboldt-Universität begonnen, die früher stark nachgefragten Fernstudiengänge wieder anzubieten. Außerdem gibt es vielfältige Angebote im Bereich wissenschaftlicher Weiterbildung, Ring- und Öffentliche Vorlesungen sowie ein "Seniorenangebot" der Medizinischen Fakultät.

An der Humboldt-Universität finden unter anderem Forschungen auf Gebieten der Mathematik, der Medizin, Physik, Chemie und Biologie, aber auch der Geschichte, Kultur- und Kunstwissenschaften, Skandinavistik, Wirtschaftswissenschaften oder der Rechtswissenschaften international hohe Anerkennung. Bei sieben Sonderforschungsbereichen ist die Humboldt-Universität Sprecherhochschule. Ferner gibt es 16 Graduiertenkollegs mit der Humboldt-Universität als Sprecherhochschule sowie die Innovationskollegs "Theoretische Biologie" und "Kompensations- und Regulationsmechanismen nach neurowissenschaftdefinierten Veränderungen an Transmissionssystemen und ihre Bedeutung für Hirnfunktionen". Zahlreiche Projekte sind mit Unterstützung der Europäischen Union zustande gekommen. Die Universität ist an 16 Sonderforschungsbereichen anderer Universitäten, an acht weiteren Graduiertenkollegs und an neun DFG-Forschergruppen beteiligt. Ferner konnten zehn Stiftungsprofessuren (ohne Medizin) eingerichtet werden. 

Mit den verschiedensten Projekten sind die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf nationalen und internationalen Messen vertreten, genannt seien hier die CeBIT, die Hannover-Messe, die Internationale Grüne Woche und die UTECH Berlin. Überdies werden gegenwärtig fast 70 Projekte an der Humboldt-Universität durch Stiftungen (VW-Stiftung, Stifterverband für die deutsche Wissenschaft u.a.) gefördert. 

Die Erfolge in der Weiterführung bzw. die Wiederanknüpfung an traditionelle Partnerschaften und das Interesse von renommierten Universitäten aus aller Welt an einer engeren Zusammenarbeit lassen deutlich werden, dass der Humboldt-Universität eine wichtige Rolle im weltweiten wissenschaftlichen Dialog zuerkannt wird. 

Der Campus Adlershof

Die beengten räumlichen Bedingungen der in Berlin-Mitte angesiedelten mathematisch-naturwissenschaftlichen Institute führten an der Humboldt-Universität bereits 1991 zu der Überlegung, sie in Berlin-Adlershof zusammenzufassen. Dort soll in den nächsten zwei Jahrzehnten ein Stadtteil mit ca. 30.000 Arbeitsplätzen, 5.000 Wohnungen sowie ein Landschaftspark entstehen, in dem auch die Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultäten der Humboldt-Universität ansässig sein werden. Das Institut für Informatik ist 1998 nach Adlershof umgezogen; zum Sommersemester 2000 nimmt das Institut für Mathematik dort seinen Studienbetrieb auf.

Die enge Verflechtung von Wissenschaft und Wirtschaft bietet einen idealen Nährboden für die Entwicklung neuer Produkte, Technologien und intelligenter Dienstleistungen. Dies gilt auch für die Entwicklung und Erprobung zukunftsorientierter Formen der universitären Lehre, Forschung und Weiterbildung. Damit kann eine einzigartige Gebietsentwicklung im Südosten Berlins gefördert werden. 

Bei der Verwirklichung dieses Vorhabens wird die Verlagerung der Institute auch die Entwicklung neuer interdisziplinärer Forschungsschwerpunkte, z.B. in den Materialwissenschaften, der Umwelttechnologie, Biophysik und Biotechnologie, bestimmen.

Bedingt durch die angespannte finanzielle Situation des Landes Berlin und die damit auferlegten außerordentlich hohen Kürzungsauflagen, geht die Humboldt-Universität direkt vom Aufbau der vergangenen Jahre in den Abbau über. Ein mit dem Land Berlin geschlossener Vertrag bietet der Universität eine finanzielle Planungssicherheit bis zum Jahr 2000 und, hochschulpolitisch gesehen, größere Eigenverantwortung. Die Humboldt-Universität macht von der Möglichkeit Gebrauch, befristet vom Berliner Hochschulgesetz abzuweichen und neue Entscheidungsstrukturen, Organisationsformen und Studienabläufe zu erproben. 

Trotz ihrer durch die Jahrzehnte hinweg bewegenden und turbulenten Geschichte ist die Humboldt-Universität ihren Grundsätzen von der Einheit von Forschung und Lehre treu geblieben.


 

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