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EUROPA - KOLLEG HAMBURG 


Kurzportrait der Entstehungsgeschichte des Europa-Kollegs Hamburg

Anfang der 50er Jahre - nach Gesprächen mit Robert Schuman und Henri Spaak - entschloss sich Professor Dr. Bruno Snell, Ordinarius für Klassische Philologie und Rektor der Universität, in Hamburg ein Europa-Kolleg zu errichten. Das Europa-Kolleg Hamburg wurde 1953 als wissenschaftliche Stiftung gegründet und im Sommer 1955 eröffnet. Es sollte Studenten die Möglichkeit bieten, sich neben ihrem Fachstudium im Rahmen eines Studium Generale mit den Problemen der Einigung Europas vertraut zu machen.

 Die Veranstaltungen des Kollegs stießen auf großen Zuspruch: es wurden europarechtliche Arbeitsgemeinschaften angeboten - lange bevor das Europarecht Eingang in die Lehrpläne der Universitäten fand. Namhafte Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft kamen zu den Kollegiaten, um Vorträge zu halten und Diskussionen zu führen: Hermann Josef Abs, Theodor Eschenburg, Fritz Fischer, Werner Finck, Sebastian Haffner, Walter Hallstein, Gustav Heinemann, Kurt Hahn, Jewgenij Jewtuschenko, Paul Rohrbach, Walter Scheel, Helmut Schmidt, Gerhard Stoltenberg, Carl Friedrich von Weizäcker und viele andere.

Die Kollegiaten lernten auf Exkursionen die europäischen Institutionen in Brüssel, Luxemburg und Straßburg kennen und sie fuhren als Austauschstudenten des Europa-Kollegs zu Universitäten in Frankreich, Italien, Großbritannien und in den USA.

Zu Beginn der 60er Jahre entstand in der Stiftung der Plan, Kollegiaten nach dem Universitätsexamen die Möglichkeit zur Weiterbildung im Rahmen von Forschungsarbeiten zu bieten und mit einer Promotion über ein Thema aus dem Bereich der europäischen Integration abzuschließen. Die Volkswagen-Stiftung finanzierte den Neubau eines Kolleg-Gebäudes mit 68 Wohnplätzen, einer Bibliothek und Arbeitsräumen und stellte Stipendien für Doktoranden zur Verfügung. 1967 konnte der Neubau des Kolleggebäudes am Windmühlenweg eingeweiht werden. Da aber schon bald das Volkswagen-Stiftung-Stipendium auslief, standen nicht mehr die erforderlichen Mittel zur Verfügung, um das Kolleg mit Europa-Doktoranden zu besetzen. Die an den Universitäten seinerzeit einsetzenden Unruhen und politischen Diskussionen ließen überdies bei der Mehrzahl der Studierenden das Interesse an Themen der europäischen Einigung in den Hintergrund treten. Daher besetzte die Stiftung die Kollegplätze mit Wissenschaftlern aller Fachrichtungen, die an hamburgischen wissenschaftlichen Einrichtungen arbeiten. Die Europa-Forschung wurde auf Projekte konzentriert.

Für diese Forschungsarbeiten gründete die Stiftung 1977 mit den Professoren Christoph Sasse und Eberhard Grabitz im Einvernehmen mit der Universität Hamburg das Institut für Integrations-Forschung als wissenschaftliche Einrichtung an der Universität, das in den Stiftungsgebäuden untergebracht ist.


 

EUROPA - KOLLEG HAMBURG 
Institut für Integrationsforschung
Windmühlenweg 27
22607 Hamburg
Tel: +49 (0) 40 / 82 27 27 - 0
Fax: +49 (0) 40 / 82 75 20
E-Mail: information@europa-kolleg-hamburg.de

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Weitere Informationen: http://www.europa-kolleg-hamburg.de