Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Logo

Deutsche Bundesbank


Die Aufgaben der Deutschen Bundesbank

Als Zentralbank nimmt die Bundesbank eine Reihe historisch gewachsener Funktionen wahr: Sie ist Notenbank, Bank der Banken, Bank des Staates und Verwalterin der Währungsreserven.

Darüber hinaus nimmt die Deutsche Bundesbank Aufgaben im Rahmen des Europäischen Systems der Zentralbanken (ESZB) wahr.

1. Notenbank

Die EZB hat das ausschließliche Recht, die Ausgabe von Banknoten innerhalb des Euro-Währungsraumes zu genehmigen. Dabei sind die EZB und die nationalen Zentralbanken zur Ausgabe von Banknoten berechtigt.

Die Versorgung der Bevölkerung und der Wirtschaft mit Zahlungsmitteln umfasst die Ausgabe von Banknoten, das regelmäßige Aussortieren nicht mehr umlaufsfähiger Noten, die Falschgeldkontrolle, die Ersatzleistung für beschädigte Noten und den - allerdings selten vorkommenden - Aufruf zur Einziehung von Noten, wenn z.B. Scheine mit verändertem Erscheinungsbild in Umlauf kommen.

Die Bundesbank gibt sieben verschiedene Notenwerte heraus: Scheine zu 5, 10, 20, 50, 100, 200, 500 Euro. Die in Deutschland im Zahlungsverkehr am häufigsten benutzte Banknote ist die 50-Euro-Banknote, die die prominente Rolle des 100-DM-Scheins übernommen hat. Sie weist stückzahlmäßig einen Anteil von rund 26 % und wertmäßig einen Anteil von rund einem Drittel aus. Ende 2001 belief sich der gesamte DM-Notenumlauf auf rd. 75 Mrd. Euro.


2. Die Bank der Banken

Die Sonderstellung der Bundesbank als Bank der Banken beruht darauf, dass die Kreditinstitute zur Aufrechterhaltung ihrer Zahlungsfähigkeit auf Guthaben bei der Bundesbank angewiesen sind. Sie müssen an ihre Kunden Bargeld auszahlen und bei der Bundesbank - wie erwähnt - Guthaben, sog. Mindestreserven, unterhalten.

Bargeld und Notenbankguthaben kann sich das Bankensystem jedoch nur durch Geschäfte mit der Bundesbank beschaffen. Die Bundesbank ist als Teil des ESZB damit auch die „letzte" Refinanzierungsquelle des Bankensystems. Außerdem stellt sie den Banken Bankdienstleistungen für die Abwicklung des unbaren Zahlungsverkehrs zur Verfügung. Schließlich ist sie in die Aufsicht über die Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute eingeschaltet.


3. Die Bank des Staates

Die Bundesbank ist ferner die Hausbank des Bundes und eingeschränkt auch der Länder. Sie führt für die öffentlichen Haushalte Konten, besorgt den Zahlungsverkehr und unterstützt den Bund und die Länder bei der Kreditaufnahme am Kapitalmarkt. Zudem bringt sie Münzen in Umlauf, die der Bund ausgeben darf, nachdem der Umfang der Ausgabe durch die EZB genehmigt wurde. Die Bundesbank darf jedoch staatlichen Stellen keine Kredite gewähren.


4. Verwalterin der Währungsreserven

Als Verwalterin der Währungsreserven hält die Bundesbank die offiziellen Währungsreserven der Bundesrepublik Deutschland und legt sie gewinnbringend an. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Guthaben, die in US-Dollar bei Banken oder Notenbanken im Ausland gehalten werden. Hinzu kommen Goldbestände sowie Reservepositionen und Forderungen gegenüber dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der EZB.

Die nationalen Notenbanken haben zu Beginn der 3. Stufe der EWWU Währungsreserven von knapp 40 Milliarden Euro auf die EZB übertragen. Die Bundesbank ist hieran mit 12,2 Milliarden Euro, die sich zu 15 % aus Gold und zu 85 % aus Devisen zusammensetzen, beteiligt. Die Verwaltung dieser Währungsreserven verbleibt weiterhin bei den nationalen Notenbanken. Geschäfte der nationalen Notenbanken mit den ihnen verbleibenden Währungsreserven bedürfen ab einer bestimmten Größenordnung der Zustimmung der EZB, damit die Einheitlichkeit der gemeinsamen Geld- und Wechselkurspolitik gewahrt bleibt.


5. Die Aufgaben der Deutschen Bundesbank im Rahmen des ESZB

§ 3 des Gesetzes über die Deutsche Bundesbank definiert die Aufgabe der Bundesbank: „Die Deutsche Bundesbank ist als Zentralbank der Bundesrepublik Deutschland integraler Bestandteil des Europäischen Systems der Zentralbanken. Sie wirkt an der Erfüllung seiner Aufgaben mit dem vorrangigen Ziel mit, die Preisstabilität zu gewährleisten, und sorgt für die bankmäßige Abwicklung des Zahlungsverkehrs im Inland und mit dem Ausland. ..." Die Bundesbank führt damit als nationale Zentralbank die gemeinsame Geldpolitik des Europäischen Systems der Zentralbanken in Deutschland durch.


 

Deutsche Bundesbank

Tel: 069/9566-3511/3512
Fax: 069/95 66-3077

Pressemeldungen

Leistungsspektrum

Weitere Informationen: http://www.bundesbank.de