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Christian-Albrechts-Universität zu Kiel


Die Universität heute

Die Christian-Albrechts-Universität gehört mit ihrem historisch gewachsenen, umfassenden Fächerkanon zu den klassischen Universitäten in Deutschland. Unter ihren Lehrern waren so prominente Wissenschaftler wie Max Planck, Heinrich Hertz oder Hans Geiger, der 1928 in Kiel den ersten "Geiger-Zähler" baute. Der Chemiker Otto Diehls war 1950 der letzte von insgesamt sechs Nobelpreisträgern, die in Kiel gelehrt haben.

Trotz ihres Alters ist die Christiana Albertina heute eine moderne Campus-Universität. Nach fast vollständiger Zerstörung im Zweiten Weltkrieg begann ihr planmäßiger Ausbau auf einem großen Gelände am damaligen Stadtrand. Lediglich das Klinikum ist im Bereich der "Alten Universität" nahe dem Stadtkern verblieben.

Rechtsstellung und Organisation der Universität sind durch das Hochschulgesetz des Landes Schleswig-Holstein geregelt. Die Universität ist eine Körperschaft des Öffentlichen Rechts. Sie wird durch das Rektorat geleitet: Es besteht aus dem Rektor, zwei Prorektoren und dem Universitätskanzler. Ihre wichtigsten Selbstverwaltungsgremien sind das Konsistorium, der Senat und die Fakultätskonvente.

Die Christian-Albrechts-Universität gliedert sich in neun Fakultäten: Theologie, Rechtswissenschaften, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Medizin, Philosophie, Mathematik-Naturwissenschaften sowie Agrar- und Ernährungswissenschaften; 1990 wurde die Technische Fakultät mit den Studiengängen Elektrotechnik, Materialwissenschaft und Ingenieur-Informatik gegründet; seit 1994 ist die frühere Pädagogische Hochschule Kiel als Erziehungswissenschaftliche Fakultät in die Universität integriert.

Gegenwärtig sind in den neun Kieler Fakultäten an die 20.000 Studierende immatrikuliert. Etwa 1.300 Studierende sind Ausländer; sie kommen aus 85 Nationen aller Kontinente. 95 Institute, Seminare und sonstige Einrichtungen gehören zur Universität. Sie sind allein in Kiel in über 170 Gebäuden untergebracht. Das Klinikum mit 44 Kliniken ist als Anstalt Öffentlichen Rechts der Universität in Forschung, Lehre und Studium integrierter Bestandteil der Christiana Albertina.

In der Zentralbibliothek und den 83 Fachbibliotheken der Institute stehen etwa je zur Hälfte 3,5 Mio. Bände wissenschaftlicher Literatur; hinzu kommen im Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel weitere 2 Mio. Bände.

Zusammen mit dem Klinikum ist die Universität der größte Arbeitgeber Kiels, und ihr wirtschaftlicher Nutzen für die Stadt und die Umgebung geht weit darüber hinaus.

Knapp 600 Professorinnen und Professoren und andere Hochschullehrer, über 1.500 weitere Wissenschaftler und Ärzte und fast 6.000 Mitarbeiter arbeiten in Lehre, Forschung und Krankenpflege, als Techniker, Facharbeiter oder in der Verwaltung. Allein im Klinikum sind mehr als 5.000 Personen überwiegend in der Krankenversorgung tätig. In den dem Klinikum angeschlossenen Schulen werden Krankenschwestern und -pfleger sowie weitere hilfsmedizinische Berufsgruppen ausgebildet; für viele andere Berufe gibt es in der Universität Ausbildungsstellen.

Rund 120.000 Menschen finden jährlich in den Ambulanzen des Klinikums Hilfe. Über 50.000 meist akut oder schwerstkranke Patienten werden pro Jahr in den knapp 1.400 Betten des Klinikums behandelt und gepflegt.

Das Spektrum des Studienangebotes ist mit rund 80 Studienfächern und 130 Studiengängen breiter, als es die Zahl von nur neun Fakultäten vermuten lässt: Es reicht von der Archäologie über die Lehramtsstudiengänge, die Pharmazie und Romanistik bis zur Zoologie.

Neben dem Studium bietet die Universität ihren Studierenden ein weites Feld musischer, kultureller und sportlicher Betätigungsmöglichkeiten in Orchestern und Chören, in Arbeitsgemeinschaften des Studentenwerkes für Theater, Hörspiel, Film und vielen anderen Sparten - nicht zuletzt durch das breite Angebot des Sportforums mit dem Segelzentrum der Universität in Schilksee und dem Ruder-Zentrum an der Innenförde.

Besonderes Profil bekommt die Lehre in Kiel durch die hier vertretenen Forschungsschwerpunkte, Sonderforschungsbereiche, Graduiertenkollegs und eine Reihe namhafter Institute. Die Meeresforschung ist seit über 100 Jahren eine Domäne in Kiel, heute in breitgefächertem Spektrum getragen insbesondere vom Institut für Meereskunde, dem Forschungszentrum für marine Geowissenschaften GEOMAR und einer Reihe geowissenschaftlicher und physikalischer Universitäts-Institute einschließlich der Meerestechnik und der Polarökologie. Das hier versammelte Potential trägt heute zwei meereskundliche Sonderforschungsbereiche und ein Graduiertenkolleg.

Mit dem internationalen Master-Studiengang "Coastal Geosciences and Engineering" und dem Zentrum für Angewandte Meeresforschung (ZAM) setzt die Universität auf diesem Feld herausragende Kompetenzsignale.

Die Kieler Wirtschafts- und Finanzwissenschaften genießen insbesondere im Bereich internationaler Währungsfragen und der Banken respektables Ansehen. Die betriebswirtschaftliche Innovationsforschung übt auch ohne das von ihr getragene Graduiertenkolleg hohe Anziehungskraft auf besonders qualifizierte Studenten aus. Vom international renommierten Kieler Institut für Weltwirtschaft mit seiner Zentralbibliothek der Wirtschaftswissenschaften für Deutschland profitieren bei weitem nicht nur Wissenschaftler und Absolventen der Kieler Volkswirtschaftslehre.

Die Umwelt- und Ökosystemforschung wurde in Kiel aufgebaut, lange bevor ihre Bedeutung allgemein erkannt wurde. Sie ist fächer- und fakultätsübergreifend organisiert und mit dem Ökologiezentrum Kiel in einem durch Satzung definierten Verbund zusammengefasst. Das Zentrum für Umweltstudien bietet den Absolventen anderer Studiengänge zusätzliche Qualifizierungsmöglichkeiten mit einem besonderen Zertifikat.

Im Bereich der Medizin hat die instrumentelle und operative Weiterentwicklung der minimal-invasiven Chirurgie aus dem Kieler Klinikum entscheidende Impulse für ihre weltweite Verbreitung erhalten. Aktuelle Schwerpunkte der Forschung sind die (Integrativen) Neurowissenschaften, die Onkologie und die Transplantationsmedizin.

Trotz eindeutiger Priorität der Grundlagenforschung arbeitet die Universität nicht nur in der Technischen Fakultät sondern in vielen naturwissenschaftlichen und medizinischen Fachdisziplinen sowie in den Wirtschafts- und den Agrar- und Ernährungswissenschaften technik- und wirtschaftsorientiert; sie sieht im Technologietransfer eine wichtige Aufgabe.

Die Fächer der Geisteswissenschaftlichen Fakultäten haben durch fakultätsübergreifende Zusammenarbeit insbesondere im früheren Sonderforschungsbereich "Ostseeraumforschung" ein stimulierendes Forschungsprofil entwickelt. Durch die Gründung fachübergreifender Zentren - z. B. für Nordische Studien, Osteuropaforschung oder für Nordamerikastudien - hat insbesondere die Philosophische Fakultät länder- oder regionbezogene Schwerpunkte in Forschung und Lehre gesetzt und ihr Angebot auch für Studierende anderer Fächer und Fakultäten zusätzlich interessant gemacht.

Das 1999 von der DFG bewilligte Graduiertenkolleg "Imaginatio borealis" führt Wissenschaftler/innen aus neun Fächern der Fakultät in der Konzentration auf ein für die Universität Kiel typisches und für ihr Selbstverständnis signifikantes Forschungsthema zusammen: Die Wahrnehmung des Nordens und die mit ihm verbundenen Vorstellungen.

Die am weitesten im Norden gelegene Universität Deutschlands ist seit ihrer Gründung nicht nur dem Nachbarn Dänemark, sondern allen Ländern Skandinaviens verbunden und fühlt sich ihrer Funktion als Brückenpfeiler zum skandinavischen Norden und den Ländern des Baltischen Ostseeraumes besonders verpflichtet. 

Die Beziehungen zu zahlreichen Universitäten in diesen Ländern sind wechselseitig intensiv und durch Partnerschaftsverträge und andere Vereinbarungen geregelt. Seit dreizehn Jahren gibt es in Kiel ein Deutsch-Norwegisches-Studienzentrum, das alle norwegischen Universitäten und Hochschulen in die gemeinsame Arbeit einbezieht. Durch einen Kooperationsverbund mit Universitäten in allen Anrainerstaaten des Ostseeraumes ist Kiel integriert in ein Netz transnationaler Zusammenarbeit mit einer kooperativen und koordinierten, institutionell abgesicherten Nutzung spezieller Kapazitäten der verschiedenen Universitäten und Hochschulen für Forschung, Lehre und Weiterbildung.

Die Internationale Verflechtung der Universität greift allerdings weit über diesen Rahmen hinaus, ist auch durch die EU nicht begrenzt und hat weitere Schwerpunkte in US-Amerika und der Volksrepublik China.

Mit der internationalen Zusammenarbeit korrespondiert die Einbindung in weltweite, europäische und auch nationale Austausch- und Forschungsprogramme (Drittmittelforschung). Das Lehrangebot für Studierende, für fort- und weiterbildungsinteressierte Bürger wird in jedem Semester durch das Vorlesungsverzeichnis dokumentiert.

Mit zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen trägt die Christian-Albrechts-Universität wesentlich zum geistigen und kulturellen Leben der Landeshauptstadt bei. Ringvorlesungen zu Themen der Gegenwart sowie zahlreiche Gastvorträge, die die Universitätsgesellschaft in ganz Schleswig-Holstein organisiert, reflektieren und diskutieren aktuelle Entwicklungen in Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft. 1998 und 2000 veranstaltete die Hochschule einen "Tag der Offenen Tür", der Wissenschaft zum Anfassen aus allen Fakultäten bot und jeweils über 10.000 Gäste anzog. Eher für die Partner aus der Wirtschaft gedacht war die Firmenkontaktmesse "contacts", die Anfang Mai 2000 zum ersten Mal stattfand: ein Forum für die Begegnung von Studierenden, Absolventen und Personalentscheidern, das mehr als 60 Wirtschaftsunternehmen und etwa 7.000 Studierende zusammenbrachte


 

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Olshausenerstr 40
24118 Kiel
Tel: +49 (0)431 880 00

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Weitere Informationen: http://www.uni-kiel.de