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Dräger legt Neun-Monatszahlen vor


Deutliche Steigerung bei Auftragseingang, Umsatz und operativem EBIT / positiver Jahresausblick

10. November 2005 - Der Dräger-Konzern, ein weltweit führender Medizin- und Sicherheitstechnologie-Konzern, erreichte nach neun Monaten des Jahres 2005 deutliche Steigerungen bei Auftragseingang, Umsatz und operativem EBIT. Beide Teilkonzerne, Dräger Medical und Dräger Safety, waren wiederum erfolgreich.

Nach dem dritten Quartal 2005 lagen sowohl der Auftragseingang mit 11,7 % als auch der Umsatz mit 9,6 % deutlich über dem Vorjahreswert. Mit 1.211,5 Mio € hat der Auftragseingang in etwa drei Viertel des erwarteten Jahreswertes erreicht. Damit lag er – wie in den vergangenen Jahren – deutlich über dem Umsatz von 1.114,2 Mio €. Mit einer Zunahme von 17,6 % auf 224,6 Mio € fiel das Umsatzwachstum in der Region Amerika besonders deutlich aus. Getragen wurde der Anstieg von Dräger Medical. In Europa außerhalb Deutschlands trugen beide Teilkonzerne zum Umsatzwachstum von 11,2 % auf 438,6 Mio € bei. In Deutschland war der Konzernumsatz in Höhe von 250,7 Mio € mit -3,1 % rückläufig. Hier wirkte sich der schwache Inlandsmarkt von Dräger Medical aus. In der Region Asien-Pazifik zeigte der Umsatz durch ein sich gut entwickelndes Breitengeschäft nach neun Monaten ein solides Wachstum in Höhe von 10,9 % auf 136,2 Mio €.

Das operative EBIT (vor Einmalaufwendungen) lag nach neun Monaten mit 66,7 Mio € um 11,5% über dem Vorjahreswert. Dieses Ergebnis konnte aus dem um 9,6 % gestiegenen Umsatz bei leicht rückläufiger Bruttomarge mit um 6,7 % moderat angestiegenen Funktionskosten erreicht werden.

Der Konzernjahresüberschuss per September lag mit 23,5 Mio € noch deutlich unter dem Vorjahreswert von 29,0 Mio €, der durch das Ergebnis aus eingestellten Bereichen in Höhe von +10,3 Mio € (Verkauf IT-Consulting) wesentlich beeinflusst war.

Teilkonzern Dräger Medical – Zweistelliges Wachstum bei Auftragseingang, Umsatz und EBIT Die ersten neun Monate schloss Dräger Medical mit einem operativen EBIT von 49,2 Mio € ab. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Steigerung von 43,0 % (9 Monate 2004: 34,4 Mio € vor Einmalkosten i.H.v. 7,2 Mio €). Mit 6,6 % lag die EBIT-Marge deutlich über dem Vorjahreszeitraum (2004: 5,2 %). Der Umsatz stieg um 12,8 % auf 747,4 Mio € (9 Monate 2004: 662,8 Mio €).

Der Auftragseingang erhöhte sich um 16,6 % von 704,2 Mio € in 2004 auf aktuell 821,4 Mio €. Gründe hierfür sind vor allem der weitere Ausbau der globalen Vertriebsstruktur sowie die konsequente Fortführung der innerbetrieblichen Prozessverbesserungen. Im dritten Quartal erhöhte sich das operative EBIT von 6,6 Mio € in 2004 auf 15,1 Mio €.

Mit 5,9 % lag die EBIT-Marge deutlich über dem Vorjahreswert (2004: 2,9 %). Dräger Medical erzielte im dritten Quartal eine Umsatzsteigerung um 12,8 % auf 255,3 Mio € (3. Quartal 2004: 226,3 Mio €). Der Auftragseingang stieg um 11,8 % von 246,8 Mio € in 2004 auf 275,9 Mio € in 2005 an.

In Amerika erzielte Dräger Medical per September mit 41,3 % (auf 183,2 Mio €) die größte Steigerung des Auftragseingangs in den Regionen. Dies ist zum einen auf einige Projektgeschäfte zurückzuführen, zum anderen auf die im letzten Jahr erfolgten Investitionen in die neuen Tochtergesellschaften in Kanada, Chile und Mexiko sowie in die verbesserte Vertriebsabdeckung in den USA.

In Deutschland war die Entwicklung beim Auftragseingang und Umsatz weiter rückläufig (-4,8 % bzw. -7,3 % versus Vorjahr), was im Wesentlichen den schrumpfenden Inlandsmarkt widerspiegelt. Der Investitionsstau in deutschen Krankenhäusern hielt weiter an, gepaart mit andauernder Unsicherheit aufgrund der gesundheitspolitischen Situation.

Im übrigen Europa und in Asien-Pazifik erhöhten sich Auftragseingang (24,3 % bzw. 16,4 % versus Vorjahr) und Umsatz (12,9 % bzw. 17,0 % versus Vorjahr) zweistellig. Die ausgereifte und gute Vertriebsstruktur in Europa ist nicht zuletzt Grund gewesen für den anhaltenden Erfolg und Zugewinn an Marktanteilen. In Asien-Pazifik partizipierte Dräger Medical dank seiner klaren Vertriebsstrategie weiterhin erfolgreich von einem weiter wachsenden Gesundheitsmarkt.

Die Geschäftsbereiche Anästhesie, Intensivmedizin und Neonatologie sind in den ersten neun Monaten zweistellig im Auftragseingang gewachsen. Außerdem gewann Dräger Medical Marktanteile im Bereich Monitoring hinzu.

Mit der Verlagerung der Anästhesieproduktion vom US-Standort Telford nach Lübeck verbesserte das Unternehmen seine Prozess- und Kostenstruktur. Seit September 2005 erfolgt die weltweite Belieferung von Anästhesiegeräten der Produktfamilien Fabius GS und Primus aus Lübeck.

Die konsequente Fortführung der Innovationsoffensive der Dräger Medical spiegelte sich in weiterhin hohen Ausgaben in Höhe von 59,4 Mio € (entspricht 8,0 % vom Umsatz) in Forschung und Entwicklung wider. Zeichen dieser Innovationskraft sind beispielsweise die Einführung von SmartCare® in den USA (Software zur automatischen Beatmungsentwöhnung) und die Vorstellung einer weiteren Option für das Anästhesiegerät Zeus®: Mit der neuen Software 3.05 ist eine erweiterte, automatische Steuerung aller Anästhesiegase, die besonders für den Einsatz in der pädiatrischen Beatmung geeignet ist, möglich. Teilkonzern Dräger Safety – EBIT wächst stärker als der Umsatz Die Dräger Safety erzielte in den ersten neun Monaten 2005 ein EBIT, das mit 32,1 Mio € um 14,6 % über dem Ergebnis des gleichen Vorjahreszeitraumes liegt (28,0 Mio €). Wesentlichen Einfluss auf die positive Entwicklung hatten hier das Breitengeschäft und ein erfreulicher Ge-schäftsverlauf in vielen Tochtergesellschaften. Die EBIT-Marge stieg auf 8,2 % (2004: 7,8 %).

Der weltweite Umsatz der Dräger Safety stieg in den ersten neun Monaten auf 391,3 Mio € und lag damit um 9,5 % höher als der vergleichbare Vorjahreswert (2004: 357,3 Mio €). Dieses Wachstum wurde weiterhin durch das Breitengeschäft, aber auch durch Projekte über die meisten Regionen und alle Produktbereiche sowie durch die Integration der Dräger Interservices GmbH erreicht. Der Auftragseingang stieg um 8 % auf 414,6 Mio € (9 Monate 2004: 383,9 Mio €).

Im dritten Quartal 2005 betrug das EBIT 8,1 Mio € (3. Quartal 2004: 6,7 Mio €). Das entspricht einer Steigerung von 20,9 %. Die EBIT-Marge stieg auf 6,4 % (3. Quartal 2004: 5,8 %).

Der Umsatz der Dräger Safety lag bei 127 Mio € (3. Quartal 2004: 116,4 Mio €) und damit um 9,1 % über dem Vorjahreswert. Beim Auftragseingang wurden 136,9 Mio € erzielt (3. Quartal 2004: 122,1 Mio €), d.h. im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 12,1 %. Alle Regionen haben im Basisgeschäft zu dem Wachstum in den ersten neun Monaten 2005 beigetragen.

Die Marktposition des Unternehmens in Amerika konnte behauptet werden. Das Umsatzvolumen blieb allerdings hinter dem des vergleichbaren Vorjahreszeitraums zurück. Im Vorjahr hatte es in dieser Region ein überproportionales Umsatzwachstum durch Projektgeschäfte gegeben. Die aktuelle Entwicklung wurde wiederum besonders durch das Breitengeschäft getragen. Hier sorgten vor allem Aufträge über die Ausstattung des Fire Department New York und eines Energieversorgungsunternehmens in New York City mit tragbaren Gasmessgeräten sowie die Belieferung der Polizei in Puerto Rico mit Fluchtfiltergeräten für einen positiven Verlauf des Geschäftes.

Das Breitengeschäft der Dräger Safety ist in Asien-Pazifik ebenfalls stabil geblieben. Der Auftragseingang lag über, der Umsatz auf dem Vorjahresniveau. Vor allem stationäre Gasüberwachungsanlagen und -systeme für den Einsatz in der Industrie waren wichtige Umsatzträger. Auch in vielen europäischen Ländern verlief das Geschäft in den ersten neun Monaten positiv. In Europa außerhalb Deutschlands konnten ein Auftragseingangs-Plus von 6,6 % und ein Umsatzwachstum von 8,7 % realisiert werden. Die englische Tochtergesellschaft Draeger Safety UK Ltd. nahm ein neues Entwicklungs- und Konstruktionszentrum am Firmensitz Blyth in Betrieb. Das Alkoholmessgerät Dräger Alcotest 6510 hat in Großbritannien die Zulassung für den Einsatz durch die britische Polizei erhalten.

In Deutschland konnte trotz der angespannten Finanzsituation und der daraus resultierenden Zurückhaltung der öffentlichen Haushalte in den ersten neun Monaten 2005 – ohne den hier ausgewiesenen Umsatz der Dräger Interservices über 18,3 Mio € – eine Umsatzsteigerung um 10,5 % zum Vorjahr erreicht werden.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen 18 Mio € bzw. 4,6 % vom Umsatz. Sie flossen hauptsächlich in Produkt-Neuentwicklungen, zum Beispiel in das Mehrgasmessgerät X-am 7000 PID (Photoionisationsdetektion) und die neue Atemschutzvollmaske FPS 7000.

Ausblick – unverändert positive Umsatz- und Ergebniserwartung Für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2005 erwartet der Dräger-Konzern noch keine spürbare weltwirtschaftliche Erholung. Dräger Medical und Dräger Safety stehen weiterhin vor hohen Herausforderungen in ihren Märkten durch Wettbewerb im operativen Geschäft und Konsolidierung unter den Anbietern und auch Kunden. Die eingeleiteten ertrags- und effizienzsteigernden Maßnahmen werden in allen Einheiten des Dräger-Konzerns weitergeführt.

Insgesamt erwartet der Vorstand für den Dräger-Konzern für das Jahr 2005 ein Umsatzwachstum von 5-7 % bei einer Steigerung des operativen Ergebnisses und des Jahresüberschusses bis zu 10 %. Die derzeitig höheren Steigerungsraten im Umsatz sind im Zusammenhang mit den Verbesserungsmaßnahmen für eine linearisierte Umsatzentwicklung im Gesamtjahresverlauf zu sehen. Insgesamt haben Dräger Medical und Dräger Safety das Ziel, im laufenden Geschäftsjahr das Ergebnis überproportional zum Umsatz zu steigern.

Diese Pressemitteilung enthält Aussagen über die zukünftige Entwicklung des Dräger-Konzerns. Die Inhalte der Aussagen können nicht garantiert werden, da sie auf Annahmen und Schätzungen beruhen, die gewisse Risiken und Unsicherheiten beinhalten.

Kontakt Corporate Communications: Dr. Welf Böttcher, Drägerwerk AG, Tel. 0451-882-2201, welf.boettcher@draeger.com Investor Relations: Vanina Herbst, Drägerwerk AG, Tel. 0451-882-2685, vanina.herbst@draeger.com


 

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