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GlaxoSmithKline investiert 100 Millionen Euro


Grippe-Impfstoffwerk: Ein Fußtritt für mehr Arbeitsplätze - Bundeskanzler Schröder beim ersten Spatenstich in Dresden

Bundeskanzler Gerhard Schröder hat heute zusammen mit dem stellvertretenden Ministerpräsidenten des Landes Sachsen, Thomas Jurk, dem Vorstandsvorsitzenden von GlaxoSmithKline (GSK), Dr. Jean-Pierre Garnier, und GSK-Deutschlandchef, Dr. Thomas Werner, den Weg frei gemacht für die größte Investition in der fast hundertjährigen Geschichte des Sächsischen Serumwerkes (SSW). Mit 94,3 Millionen Euro baut der forschende Arzneimittelhersteller GlaxoSmithKline seine Produktionsstätte für Grippe-Impfstoffe massiv aus.

Mit dem ersten Spatenstich kann nun auch offiziell mit dem Bau eines zweiten Werkes auf dem Gelände in Dresden begonnen werden. Damit will GSK die Jahresleistung bis zur Grippesaison 2008/2009 von zurzeit 30 auf 60 Millionen Grippe-Impfstoffdosen verdoppeln. In den nächsten Jahren entstehen rund 170 neue Arbeitsplätze.

Vor 200 Gästen, darunter zahlreiche Landtags- und Bundestagsabgeordnete, Vertreter aus dem Gesundheitswesen und der Presse, beglückwünschte der Bundeskanzler das GSK-Management zu der Entscheidung, das Werk massiv auszubauen. Bereits in den Jahren zuvor habe GSK in den Standort über 65 Millionen Euro investiert und ihn damit international wettbewerbsfähig gemacht: "Das ist eine beachtliche Erfolgsgeschichte. Diese Investition kann jeden freuen - GSK als Unternehmen wegen des unternehmerischen Erfolges und wir wegen der Chancen, die die Menschen hier bekommen sollen." Gleichzeitig sicherte der Bundeskanzler seine Dialogbereitschaft bei der Frage der Erstattungsfähigkeit innovativer Arzneimittel zu.

Umringt von Auszubildenden des Serumwerkes schritt er anschließend zu Tat. Zusammen mit Garnier und Werner gab er mit dem Spatenstich symbolisch den Start für den Neubau.

Das Serumwerk in Dresden habe eine Schlüsselstellung in der globalen Impfstoffstrategie von GSK inne, so der Vorstandsvorsitzende Garnier: "Wir erwarten, dass sich die Nachfrage nach Grippe-Impfstoffen sehr dynamisch entwickeln wird. Wir tragen dem Rechnung, indem wir massiv investieren. Schließlich wollen wir in Zukunft noch mehr Menschen vor den Folgen der Grippe schützen." Die Entscheidung, das Werk 1992 von der Treuhand zu übernehmen, sei richtig gewesen. "Auf unseren Standort in Dresden sind wir sehr stolz."

Auch der stellvertretende Ministerpräsident freut sich über das Engagement von GSK: "Die Pharmaindustrie in Sachsen erhält durch die Investition von GlaxoSmithKline einen kräftigen Impuls", so Jurk in seiner Ansprache vor den Gästen. "Es entstehen 170 neue, hoch qualifizierte Arbeitsplätze, und es ist eine großartige Sache, Jugendlichen eine Chance zu geben. Damit kommen wir unserem Ziel, Sachsen zu einem führenden Pharma- und Biotechnologie-Standort in Europa zu entwickeln, ein gutes Stück näher. Bereits heute sind knapp 6.000 Menschen im Freistaat in diesem Bereich beschäftigt."

"So bringt Globalisierung Spaß." Mit diesen Worten kommentierte GSK-Deutschlandchef Thomas Werner die Entscheidung für das SSW - und sieht dadurch den Standort Dresden gestärkt. Dass von der Konzeptplanung bis zum Produktionsbeginn in 2008 lediglich 43 Monate vergehen werden, sei dem außerordentlich schnellen Genehmigungsverfahren und der unbürokratischen Hilfe von Landesregierung und Stadt Dresden zu verdanken. Werner weiter: "Eine hervorragende Infrastruktur, die Kompetenz und Flexibilität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Entscheidungsfreudigkeit der Behörden und die Nutzung von Synergien vor Ort haben letztlich den Ausschlag für Dresden gegeben."

Ein wichtiger Grund für die Investition: der weltweit rasch wachsende Bedarf an Grippe-Impfstoffen. Experten rechnen hier mit einer starken Dynamik. GSK als einer der größten Impfstoffhersteller möchte mit dem Ausbau des SSW in Zukunft auch bei der Versorgung mit Grippe-Impfstoffen eine führende Stellung einnehmen.

Auf dem Gelände an der Zirkusstraße 40 entstehen nun zwei neue Gebäude. Das Gebäude G wird die Produktion beheimaten. Hier werden später die Prozesse Brut-Eibearbeitung, Konzentratherstellung, Reinigung und Sterilisation durchgeführt. Das ebenfalls fünfstöckige Gebäude F wird mit Büros, Labors (Qualitätskontrolle) und einem Hochregallager für knapp 1.000 Paletten ausgestattet.

Das SSW blickt bereits auf eine lange Geschichte zurück; es wurde 1911 gegründet. Seit 1992 Teil der GSK-Welt, ist Dresden als alleiniger Standort für die Entwicklung, Herstellung und Lieferung von Grippe-Impfstoffen ständig ausgebaut worden. Bis heute hat GSK mehr als 65 Millionen Euro investiert. Die jetzt angekündigte Investition ist die bisher größte in der fast hundertjährigen Geschichte des Werkes. Der Grippeimpfstoff mit dem Handelsnamen Influsplit(R) (international: Fluarix(R)) wird in rund 100 Ländern vertrieben. Ist im SSW Hochsaison, wird der Impfstoff in drei Schichten à sechs Tage von bis zu 450 Mitarbeitern hergestellt.

Weitere Informationen: www.glaxosmithkline.de


 

GlaxoSmithKline investiert 100 Millionen Euro

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