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Europäische Akademie zur Erforschung von Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen


Aufgaben

Die Europäische Akademie widmet sich der wissenschaftlichen Erforschung und Beurteilung von Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen für das individuelle und soziale Leben des Menschen und seine natürliche Umwelt. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Untersuchung absehbarer mittel- und langfristiger Prozesse, die insbesondere durch Natur- und Ingenieurwissenschaften und die medizinischen Disziplinen geprägt sind. Die Europäische Akademie führt in wissenschaftlicher Unabhängigkeit einen Dialog mit Politik und Gesellschaft.

Das wissenschaftliche Selbstverständnis der Europäischen Akademie ist durch die Überzeugung bestimmt, dass den Wissenschaften die Aufgabe zukommt, über das fachwissenschaftliche Verfügungswissen hinaus auch Orientierungswissen für den Umgang mit Ergebnissen und Folgen von Forschung und Entwicklung bereitzustellen. Dazu bedarf es der interdisziplinären Zusammenführung von Ergebnissen der Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften und medizinischen Disziplinen mit thematisch einschlägigen Untersuchungen in Philosophie, Jurisprudenz, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Darüber hinaus sind die abzusehenden Ergebnisse von Forschung und Entwicklung transdisziplinär auf die zu erwartenden gesellschaftlichen Bedürfnisse und Einstellungen zu beziehen.

Die Europäische Akademie bearbeitet Ihre Aufgaben in Aufnahme und Weiterführung von Ansätzen der Technikfolgenbeurteilung, der Ethik der Technik und der medizinischen Ethik.

Ziele

Die Europäische Akademie will zu einem rationalen Umgang der Gesellschaft mit Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen beitragen. Diese Zielsetzung realisiert sich vor allem in der Entwicklung von Empfehlungen für Handlungsoptionen unter dem Gesichtspunkt langfristiger gesellschaftlicher Akzeptabilität. Rationale Bewältigung von Konflikten um Wissenschaft und Technik ist eine wesentliche Voraussetzung für langfristig verlässliche Wissenschafts- und Technikpolitik. In der wissenschaftlichen Arbeit der Europäischen Akademie realisiert sich die Verantwortung des Wissenschaftssystems gegenüber der Gesellschaft.

Adressaten

Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Arbeit der Europäischen Akademie richten sich zunächst an die einschlägigen wissenschaftlichen Disziplinen, ferner an wissenschaftspolitisch entscheidende Institutionen der Exekutive und Legislative in Europa. Schließlich wendet sie sich mit ihrer Arbeit an die von den Wissenschafts- und Technikfolgen potentiell betroffene Öffentlichkeit.

Die Europäische Akademie erwartet, dass ihre wissenschaftliche Arbeit Rückwirkungen auf das Selbstverständnis der Wissenschaften hat. Durch rationale Reflexion über Folgen von Wissenschaft und Technik soll die Verantwortung des Wissenschaftlers als ein wichtiger Faktor in der Selbststeuerung des Wissenschaftssystems gestärkt werden.

Arbeitsweise

Die Arbeit der Europäischen Akademie vollzieht sich vor allem in auf Zeit eingerichteten interdisziplinären Projektgruppen. Mitglieder der Projektgruppen sind fachlich ausgewiesene Wissenschaftler aus Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Europa. In Einzelfällen können auch Vertreter anderer gesellschaftlicher Bereiche, etwa aus der Wirtschaft, berufen werden. Die Mitglieder wählen aus ihrer Runde einen Vorsitzenden.

Übergreifende Fragestellungen, die mehrere Projektgruppen betreffen, werden in Studiengruppen der Mitarbeiter der Europäischen Akademie bearbeitet.

Die Wahrnehmung der europäischen Perspektive erfolgt durch Beteiligung europäischer Wissenschaftler an den Projekten, durch europaweite Kooperation mit entsprechenden Beratungseinrichtungen, durch Beteiligung an den entsprechenden Netzwerken und durch explizite Berücksichtigung europäischer Aspekte in den Projekten selbst. Die Europäische Akademie ist Initiatorin eines Gastwissenschaftler-Programms, das es ausländischen Wissenschaftlern ermöglichen soll, Forschungsprojekte auf dem Gebiet der Erforschung von Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen an der Europäischen Akademie in Bad Neuenahr-Ahrweiler durchzuführen.

Die Resultate der Projekt- und Studiengruppen werden in Form von themenspezifischen Studien als Beratungs- und Entscheidungsgrundlage zur Verfügung gestellt. Die Abschlussmemoranden erscheinen in der Schriftenreihe der Europäischen Akademie "Wissenschaftsethik und Technikfolgenbeurteilung" (Springer-Verlag). Begleitend werden Konferenzen ausgerichtet.

Die Europäische Akademie plant, durch ihren Direktor die Zeitschrift POIESIS UND PRAXIS herauszugeben, die die wissenschaftliche, Kommunikation zu Fragen der Erforschung von Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen anregen soll.

Aktuelle und konkrete Informationen zur Tätigkeit der Europäischen Akademie und zu ihren laufenden und geplanten Projekten werden regelmäßig im Newsletter (Akademie-Brief) veröffentlicht. Materialien und Dokumentationen erscheinen in der Grauen Reihe.

Organisation

Die Europäische Akademie wurde am 11. März 1996 gegründet und hat die Rechtsform einer gemeinnützigen Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Gesellschafter sind das Land Rheinland-Pfalz und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR). Geschäftsführer der Gesellschaft und Direktor der Europäischen Akademie ist Professor Dr. phil. Carl Friedrich Gethmann. Das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie beteiligt sich an der Finanzierung im Rahmen seiner Projektförderung.

Die Gesellschafterversammlung hat einen Geschäftsführenden Ausschuss gebildet, dem je zwei Vertreter der Gesellschafter angehören. Sie hat zudem einen Wissenschaftlichen Beirat berufen, der die Europäische Akademie bei der Erarbeitung von Forschungszielen und -projekten sowie bei der fachlichen Bewertung von Forschungsergebnissen unterstützt. Die Mitglieder der Arbeitsgruppen werden in das Kollegium der Akademie berufen, das ein Forum des wissenschaftlichen Austauschs zu Themen im Aufgabenbereich der Europäischen Akademie bildet.


 

Europäische Akademie zur Erforschung von Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen
Wilhelmstraße 56
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler
Tel: +49 (0) 26 41-97 33-00
Fax: +49 (0)26 41-97 33-20
E-Mail: europaeische.akademie@dlr.de

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