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Ford Deutschland


75 JAHRE FORD IN DEUTSCHLAND: VOM BERLINER MONTAGEBETRIEB ZUMGLOBALEN SERVICE-ANBIETER


Vor 75 Jahren startete das Unternehmen in Deutschland. Schauplatz damals: der Berliner Westhafen. In angemieteten Hallen, die bis auf den heutigen Tag nahezu im Originalzustand erhalten blieben, montierten zunächst nur 37, am Ende des Jahres 1929 aber schon über 100 Mitarbeiter den weltweit ersten Bestseller, der Automobilgeschichte schrieb: das T-Modell des legendären Firmengründers und Erfinders der Großserien- Automobilproduktion, Henry Ford I. Insgesamt 6.949 Einheiten der standardmäßig schwarz lackierten „Blechliesel" (Tin Lizzie) wurden ab 1926 aus den in Holzkisten angelieferten US-Teilenzusammengesetzt.

Seit dem Start vor 75 Jahren hat die Ford-Werke AG über 30 Millionen Pkw in Deutschland produziert, darunter populäre Dauerbrenner wie den Ford Eifel, den Buckel-Taunus, seine Nachfolger 12M („Weltkugel") und 17M („Badewanne"), den legendären Ford Capri, den seinerzeit futuristisch anmutenden Ford Sierra, Europas erfolgreichsten Kleinwagen Ford Fiesta und last but not least das „Auto des Jahres 1999", den Ford Focus. Aus dem Kleinbetrieb in Berlin ist ein Automobilhersteller geworden, der in Deutschland am Stammsitz Köln und in Saarlouis sowie mit den Visteon-Komponentenwerken auch in Wülfrath, Düren und Berlin präsent ist. Das zur deutschen Ford-Werke AG gehörende Mondeo- und Transit-Werk im belgischen Genk sowie das ebenfalls in Belgien gelegene Testgelände Lommel mitgerechnet, beschäftigt das Unternehmen heute mehr als 40.000 Mitarbeiter.

Erfolgreichstes Modell der Unternehmensgeschichte ist der Ford Escort: 6.473.852 Einheiten des kompakten Mittelklässlers liefen zwischen 1970 und 1998 von den Bändern. Auf Platz zwei der internen Ford-Bestsellerliste folgt der Fiesta mit 3.853.149 Einheiten bis Mitte 1999. Platz drei belegt das Weltauto Mondeo, von dem bislang 2.312.786 Einheiten produziert wurden. Insgesamt stellte die Ford-Werke AG in den letzten 75 Jahren 30 neue Modellreihen vor.

Immer wieder setzte das Unternehmen dabei zugleich neue Maßstäbe für den technologischen Standard auf dem Automobilmarkt. Dies gilt in besonderer Weise für das Gebiet der aktiven und passiven Sicherheit. Den ersten systematischen Crash-Tests in den fünfziger Jahren folgte als Deutschland-Premiere 1957 der Einsatz von McPherson-Federbeinen im Ford 17M. Neu waren zu dieser Zeit außerdem die gepolsterte Armaturentafel in den sechziger Jahren, der Dreipunktsicherheitsgurt sowie Verbundglasfrontscheiben und schließlich Automatikgurtefür alle Modelle 1975. In den achtziger Jahren war es der Ford Scorpio, der als erstes Großserienauto mit serienmäßigem ABS auf den Markt kam. Mit dem Mondeo rüstete Ford zu Beginn der neunziger Jahre als erster deutscher Hersteller ein Modell serienmäßig mit Airbags für Fahrer und Beifahrer aus. Und 1994 war der Ford Fiesta der erste Kleinwagen aus deutscher Produktion mit einem serienmäßigen Fahrer-Airbag an Bord.

Und vorne weg fuhr Ford auch, wenn es um Kundenservice und Qualitätsgarantie ging. So verdoppelte das Unternehmen 1974 als erster deutscher Hersteller die Garantiefrist für alle Pkw auf zwölf Monate oder 20.000 Kilometer und brachte 1981 den ersten Garantie-Schutzbrief in Deutschland auf den Markt. Gleichzeitig machte Ford in Deutschland schon früh durch gesellschaftliches Engagement von sich reden. 1953 etwa rief der damalige Vorstandsvorsitzende Erhardt Vitger die Schülerlotsenbewegung in Deutschland ins Leben.

Das Konzept der „guten Nachbarschaft" am jeweiligen Standort verfolgt das Unternehmen bis heute: vom Sponsoring für Fußballer und Eishockeyprofis in Köln über die Finanzierung von Kunstausstellungen und -happenings, Pop- und Klassikkonzerten bis hin zum Kampf gegen den Alkohol im Straßenverkehr oder aktuelles gesellschaftspolitisches Engagement reicht die Palette der Ford-Unterstützung. 1990 beispielsweise war Ford der erste deutsche Automobilhersteller, der nach der Maueröffnung ein neues Modell, den Scorpio mit Stufenheck, in Wittenberg in der damaligen DDR präsentierte. Auf diese Weise setzte das Unternehmen ein sichtbares Zeichen für das Zusammenwachsen der damals noch getrennten deutschen Staaten.

Ähnlich beim Schutz der gemeinsamen Lebensgrundlagen - einer Aufgabe, der Ford sowohl in der Produktion als auch bei den Produkten hohe Priorität einräumt: Der Flottenverbrauch aller Ford-Modelle etwa sank allein in Deutschland von 1978 bis Ende der neunziger Jahre um ein Viertel. Im gleichen Zeitraum konnten die Abgaswerte (Stickoxide, Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoffe) um rund 95 Prozent gesenkt werden. Das Ergebnis: Bereits heute erfüllen alle Benziner der Modelle Ford Ka bis Ford Focus aus aktueller Produktion sowie die meisten Motoren des Ford Mondeo die schärfste deutsche Abgasnorm und sind nunmehr als „schadstoffarm D4" eingestuft. Damit stellen die entsprechend motorisierten Modelle eine der größten Paletten an D4-konformen Fahrzeugen in Deutschland dar und unterbieten so die Grenzwerte der D3-Norm um etwa 50 Prozent.

Damit aber gibt sich Ford noch keineswegs zufrieden: Im April 1999 hat das Unternehmen mit dem P2000 sein erstes voll funktionsfähiges Fahrzeug mit wasserstoffbetriebener Brennstoffzelle präsentiert. Der P2000 stößt im Betrieb lediglich reinen Wasserdampf aus und erfüllt somit die kalifornische „Zero Emissions"-Norm. Die Markteinführung des emissionsfreien Antriebskonzepts ist für das Jahr 2004 geplant. Begleitet werden diese Fortschritte auf dem Gebiet umweltfreundlicher Antriebe durch die kontinuierliche Verbesserung der Umweltschutzstandards in den Ford-Produktionsstätten. So hat Ford 1998 als erster Automobilhersteller alle seine 140 Werke in 26 Ländern nach der internationalen Umweltmanagement-Norm ISO 14001 zertifiziert. Alle deutschen Werke wurden im Laufe der 90er Jahre darüber hinaus nach der europäischen Öko-Audit-Verordnung ausgezeichnet. Allein durch seinen Fernheizungsanschluss spart beispielsweise das Kölner Werk Jahr für Jahr 73.000 Tonnen Heizöl ein und verringert damit den jährlichen CO2-Ausstoß um 90.000 Tonnen. Computergesteuerte Systeme schalten Maschinen, Heizungen und Lichtquellen automatisch ab, wenn sie nicht genutzt werden. So werden allein in der Lackiererei im Werk Köln drei Millionen Kilowattstunden an elektrischer Energie gespart.

Im Werk Saarlouis profitiert die Umwelt unterdessen vom modernen Industriepark, der dort 1998 fertiggestellt wurde. Auf einer Fläche von 50.000 Quadratmetern fertigen in unmittelbarer Nachbarschaft des Ford-Werkes zehn Zulieferer komplexe Bauteile und Komponenten für den Ford Focus, die dann per Elektrohängebahn über eine Brücke direkt an die Linie gelangen. Dieses innovative Logistikkonzept ersetzt pro Tag mehr als 300 Lkw-Fahrten und spart pro Jahr fünf Millionen Kilometer oder 1,5 Millionen Liter Dieseltreibstoff.

Zugleich festigte Ford mit der Errichtung des Industrieparks seinen Ruf als Pionier der modernen Automobilfertigung. Denn: Von hier aus werden mit Vorlaufzeiten von mitunter nur wenigen Stunden ganze Fahrzeugmodule nicht nur just-in-time, sondern auch just-in-sequence – also zur richtigen Zeit und in exakt passender Baureihenfolge – an die Ford-Montagebänder geliefert. Dort wiederum arbeiten außerdem viele Beschäftigte seit 1992 in Gruppen weitgehend selbstverantwortlich zusammen. Ebenso wie im Kölner Motorenwerk erreichte Ford auf diese Weise eine erhebliche Verbesserung der Produktivität. Für den Bau eines Motors etwa werden heute nur noch 2,3 Stunden benötigt – statt 3,3 Stunden gegen Ende der achtziger Jahre. Damit erzielt Ford im internationalen Produktivitätsvergleich einen herausragenden Platz. Das gilt ebenso für die Geburtsstätte des Ford Focus.

Schon die Produktion des Vorgängermodells Escort gilt laut regelmäßiger Studien des Massachusetts Institute of Technology als eine der effektivsten in Europa. Auch an der Saar können sich die Durchlaufzeiten pro Fahrzeug mit den Spitzenwerten japanischer Werke messen.

Für die Zukunft hat sich Ford zum Ziel gesetzt, diese Position weiter auszubauen und darüber hinaus eine grundlegende Neuorientierung des Unternehmens einzuleiten. Der Kerngedanke: Vom traditionellen Autoproduzenten wird sich Ford im globalen Maßstab zu einer konsequent kundenorientierten Dienstleistungsmarke entwickeln, die den Verbrauchern neben dem Produkt vielfältigen Service rund um die Themen Auto und Mobilität anbietet.



 

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