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Neues Heimbeatmungsgerät ermöglicht klinische Beatmungsqualität im häuslichen Bereich

Heimbeatmungsgerät für die Langzeitbeatmung im häuslichen Umfeld


Lübeck, 13. August 2004 – Anlässlich des jährlich stattfindenden Kongresses der European Respiratory Society (ERS) präsentiert die Dräger Medical AG & Co. KGaA vom 4. bis 8. September 2004 in Glasgow, Großbritannien, der Öffentlichkeit erstmals Camena, ein neues Heimbeatmungsgerät, das klinische Beatmungsqualität auch im häuslichen Bereich bietet.

Gemeinsam mit Patienten und unter Mitwirkung eines international besetzten, sechsköpfigen Expertenteams haben die Entwickler der Dräger Medical eineinhalb Jahre lang an dieser Innovation gearbeitet. Das Ergebnis ist ein Heimbeatmungsgerät, das im häuslichen Umfeld – vor allem auch für die Langzeitbeatmung – einsetzbar ist.

Patientenorientierte Gerätetechnologie

Sowohl invasive als auch nicht-invasive Beatmung ist möglich, wobei die Volumengarantie den Gasaustausch sicherstellt. Und auch bei der Beatmungsform kann zwischen druckunterstützend und druckkontrollierend gewählt werden. Beatmungsmodi wie CPAP, BiLevel und PCV ermöglichen eine vielseitige Beatmungsperfomance. Die AutoSlope-Softwarefunktion passt die jeweilige Inspirationskurve automatisch so an, dass jeder Patient seine individuelle Beatmung erhält.

Das Design ist auf die häusliche Umgebung abgestimmt. Camena ist nur knapp 4,8 kg schwer, misst 385 x 175 x 275 mm (L x B x H) und ist vor allem sehr leise. (Bei 10 mbar sind es <29 dB(A); bei 18 mbar sind es <32 dB(A)). Zusätzlichen Komfort bietet das Display: nach bereits zwei Minuten wird es automatisch abgedunkelt.

Die Benutzeroberfläche verfügt über zwei Ebenen. Die eine ist für professionelle Anwender und zeigt Druck- und Flow-Kurven an und die andere ist für den Patienten, auf der die Einstellwerte sichtbar sind und auch die Alarminformation im Bedarfsfall angezeigt wird. Die Anzahl der ausgelösten Alarme und deren Anlass, aber auch die Trendverläufe werden bis zu einem Jahr gespeichert.

Sollwerte können nur vom Arzt eingestellt und verändert werden. Darüber hinaus kann er auch bestimmte Parameter „frei schalten“, damit der Patient im Bedarfsfall selbstständig – auch mittels einer optionalen Fernbedienung – diese Parameter verändern kann. Der integrierte Sicherheits-Modus sorgt dafür, dass die Beatmung auch im unwahrscheinlichen Fall des Drucksensorikausfalls weiter durchgeführt wird.

Mobilität und Service

Camena unterstützt auch die Mobilität von Patienten. So kann das Gerät beispielsweise im Auto mitgeführt werden. Ein 12 bis 24-Volt-Anschluss ermöglicht dies. Für Rollstuhlfahrer ist Camena ebenfalls geeignet. Eine eingebaute Batterie sichert die Notstromversorgung für die Beamtung über einen Zeitraum von etwa zwei Stunden. Optional ist eine externe Batterie verfügbar, die mindestens 20 Stunden zusätzliche Leistung bringt.

Damit dem Patienten saubere Atemluft zugeführt wird, ist ein HEPA (High effective Partical Absorption)-Filter integriert, der Staubpartikel fern hält und Bakterien beseitigt. Der Service- und Wartungsbedarf wird durch den so genannten Remote-Service, der Ferndiagnose, abgedeckt und durch den DrägerService® gewährleistet. Räumliche Distanzen können so überwunden und Zeit gespart werden.

Bas Dirkson, Geschäftsführer der Dräger Medical B.V., Best, Niederlande, und Leiter der Business Unit Pre & Post Hospital Care: „Vor über 50 Jahren revolutionierte Dräger mit dem Poliomat den Markt der häuslichen Beatmung. Die Dräger-Technologie von damals, die immerhin auf das Jahr 1906 zurückging, haben wir mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen von heute und den Bedürfnissen der Patienten weiter entwickelt und so eine Lösung gefunden, die nicht nur unserem Anspruch an Innovation gerecht wird, sondern vor allem die Therapiequalität erhöht.“


 

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