Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Supply Chain Event Management: Spedition 2000 erweitert ihre IT um SCEM-System der Euro-Log


„Operative Steuerung“ stabilisiert Prozesse und erhöht Datenqualität / Automatische Benachrichtigung über Ausreißer in „Eskalationsstufen“

Die Spedition 2000 GmbH & Co. KG, Rodgau, hat ihre IT-Infrastruktur um ein Supply-Chain-Event-Management-System der Euro-Log AG erweitert. Die so genannte „Operative Steuerung“ wird in der Mittelstandskooperation eingesetzt, um ein rascheres Eingreifen bei Abweichungen im Datenaustausch sowie bei fehlenden Rückmeldungen zu ermöglichen. Ziel ist es, die Prozesse der Stückgutlogistik innerhalb der Kooperation zu stabilisieren.

Das neue Softwaresystem folgt dem ASP-Modell und ging Anfang Juli in Betrieb. Operative Steuerung ist Bestandteil einer Gesamtlösung der Euro-Log AG für ihren Kunden Spedition 2000. Diese Lösung besteht aus dem EDI-Clearing der Sendungsdaten im Rechenzentrum der Euro-Log und darauf aufsetzenden Applikationen wie Packstückverfolgung und ein Management-Informationssystem, das die Performance eingegangener und versendeter Aufträge im System analysiert und damit die Qualität der Partnerdepots im Auge behält. Des Weiteren hat die Euro-Log als Systemdienstleister für die Spedition 2000 ein Kunden­anbindungssystem und eine Partneranbindung über das Internet realisiert. Letztere ermög­licht den Mitgliedern der Kooperation den unkomplizierten Austausch von Standarddaten wie Borderos, Entladeberichte und Statusmeldungen über das Internet. Außerdem steht ein internetbasiertes Tool zur Abbildung der Beschaffungslogistik zur Verfügung.

„Die Operativen Steuerung fügt sich nahtlos in unsere bestehende Systemarchitektur ein“, berichtet Andreas Jäschke, Geschäftsführer der Spedition 2000. „Anders als das Manage­ment-Informationssystem, das historisch die Performance innerhalb unserer Kooperation misst und daraus Rückschlüsse auf aktuelle Verbesserungspotenziale zulässt, ist die Opera­tive Steuerung ein Instrument, um schnell auf akute Störungen zu reagieren und sogar präventiv zu agieren.“

Ralf Stohldreier, Vorstandssprecher der Euro-Log AG, beschreibt den Ablauf des SCEM-Tools: „Bei mehreren Tausend Sendungen am Tag und der speditionsüblichen Hektik ist es unvermeidlich, dass sich bei einem Depot hin und wieder Fehler bei der Datenübertragung einschleichen und Sendungsaufträge, Borderodaten oder Statusberichte im verkehrten Format, unvollständig oder an den falschen Empfänger abgesetzt werden.“ Im Rechen­zentrum der Euro-Log AG werden daher die Datensätze der Spedition 2000 anhand von Prüfalgorithmen semantisch, syntaktisch und nach logischen Plausibilitätskriterien kontrol­liert. Weisen die Datensätze strukturelle oder auch inhaltliche Fehler auf, etwa unplausible Sendungsgewichte oder falsche Routing-Angaben, weist das System den Datensatz mit einer Fehlermeldung zurück. Andreas Jäschke: „Noch vor einer Verladung, ja sogar noch vor einer falschen Belabelung hat der Ausgangsspediteur Informationen darüber, dass mit seinen Daten etwas nicht stimmt. Der Fehler kann also an seinem Entstehungsort korrigiert werden.“

Das SCEM-System der Spedition 2000 umfasst nicht allein präventive Werkzeuge, sondern bietet auch die Möglichkeit, auf fehlende oder falsche Statusmeldungen zu reagieren. Treten Abweichungen vom Soll-Status „Reine Quittung“ auf, ist es eine Definitionssache, an welchen Adressatenkreis das Reporting-Modul die Nachricht auf welchem Kommunika­tionskanal und in welchem Reaktionszeitraum überträgt. Andreas Jäschke erläutert die bei der Spedition 2000 vorgesehene Praxis: „Wird am Tag, für den unsere Regellaufzeiten die Zustellung vorsehen, vom Empfangspartner kein Status zurückgemeldet, informiert die Operative Steuerung automatisch einen Mitarbeiter des Ausgangsdepots per E-Mail.“ Kommt die Statusmeldung auch am darauffolgenden Tag nicht an, geht die E-Mail eine Hierarchiestufe höher an den Abteilungsleiter. Einen Tag später wird dann der jeweils Ver­antwortliche für das Depot, also die Niederlassungsleiter- oder Geschäftsführerebene, von der Operativen Steuerung angemailt. Diese „Eskalationsstufen“ sind seitens der Euro-Log ebenfalls frei definierbar, sodass bei A-Kunden vielleicht schon am ersten Tag der Chef eine E-Mail, ein Fax oder eine SMS auf sein Handy erhält.

Hintergrund: Euro-Log AG

Euro-Log, 1992 gegründet und seit 2002 Aktiengesellschaft, bietet als Software- und Sys­temhaus Komplettlösungen zur Abbildung von logistischen Prozessen bei Logistik­dienstleistern sowie Handels- und Industrieunternehmen. Als neutraler Partner vernetzt Euro-Log weltweit Unternehmen durch ein hochverfügbares Rechenzentrum mit über 1.700 Kunden-Accounts. Euro-Log mit Hauptsitz in Hallbergmoos (am Flughafen Mün­chen) zählt mehr als 70 Mitarbeiter.

Hintergrund: Spedition 2000

Die Spedition 2000 GmbH & Co. KG versteht sich als leistungsstarker Logistikverbund namhafter mittelständischer Stückgutspediteure. Die Kooperation zählt 42 Depots im Inland und zwei im europäischen Ausland. Sitz der Systemzentrale ist Rodgau, das neue Zentralhub der Kooperation befindet sich in Malsfeld.


 

Supply Chain Event Management: Spedition 2000 erweitert ihre IT um SCEM-System der Euro-Log

Pressemeldungen

Leistungsspektrum