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Parkinson-Syndrom


Was ist eigentlich Parkinson?

Das idiopathische Parkinson-Syndrom (Parkinson-Krankheit) ist die häufigste Erkrankung der Basalganglien. Ursache ist eine Schädigung der Nervenzellen der Substantia nigra mit einem hieraus bedingten Dopaminmangel im Striatum, der 1960 bei Parkinson-Patienten nachgewiesen wurde. Unter Basalganglien werden eine Reihe von Kerngebieten im Inneren des Gehirns zusammengefasst, die für den flüssigen Ablauf willkürlicher und unwillkürlicher Bewegungen entscheidend sind.

Die Hauptsymptome sind eine Verlangsamung des Bewegungsablaufes, ein Zittern in Ruhe und eine Muskelversteifung. Viele Patienten leiden an depressiver Verstimmung, langfristig an einer Demenz und an medikamentenbedingten Psychosen. Jüngere Patienten werden nach wenigen Jahren berufsunfähig. Am Parkinson-Syndrom leiden in Deutschland 150.000 bis 200.000 Menschen. Es ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen des Alters (> 1% der über 65jährigen). Mit zunehmender Dauer der Krankheit steigen Morbidität und Mortalität an.

Die Ursache der Nervenschädigung ist bei der überwiegenden Zahl der Parkinsonpatienten unbekannt. Die Voraussetzungen für fundierte genetische Studien und biochemische Untersuchungen von Post-mortem-Gehirnmaterial, wie z. B. in Gewebebanken, sind im internationalen Vergleich unzureichend.

Das vorhandene Expertenwissen ist zersplittert und für niedergelassene Ärzte nur schwer zugänglich. Darüber hinaus bestehen Defizite in der Diagnostik und Therapie. Die Behandlungskosten gehören zu den höchsten in der Neurologie. Das Kompetenznetz Parkinson möchte das bundesweit vorhandene Expertenwissen bündeln und die Defizite beheben.

Ziele des Kompetenznetzes Parkinson

  • Verbesserung der Patientenversorgung
  • Optimierung und Koordinierung der Forschung
  • Vernetzung von Forschung und Versorgung einschließlich schnellem Wissenstransfer von der Forschung in die Praxis und umgekehrt
  • Fort- und Weiterbildungen unter Einsatz neuer Medien
  • Forum für Diagnose- und Therapieleitlinien und für Öffentlichkeitsarbeit
  • Dezentrale Datenbanken der Forschungsprojekte mit Methoden und Ergebnissen
  • Zentrale Datenbank für Patientendaten, für Kosten- und Versorgungsforschung unter Einsatz einheitlicher Dokumentationsstandards
  • Aufbau von Gewebesammlungen (DNA-Bank, Hirnbank in Zusammenarbeit mit dem BrainNet)

 

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