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Kompetenznetz für CFK-Leichtbau Stade


Innovationen und Kreativität bedingen räumliche Nähe in der Zusammenarbeit. Im CTC Stade wird nach dieser Philosophie Werkstoff- und Verfahrensentwicklung für polymere Faserverbundwerkstoffe (FVW) betrieben. Dabei wird die Netzwerkphilosophie des erfolgreichen "Silicon Valley", in dem Forschungseinrichtungen und deren potentielle Kunden (Systemunternehmen und Lieferanten) in enger Weise kooperieren, für das CTC Stade und dessen Umfeld als Modell benutzt.

Die Anwendung kohlenstofffaserverstärkter Kunststoffe für Strukturen des Flugzeugbaus aber auch der Verkehrstechnik allgemein hat anerkannt das höchste Leichtbaupotenzial. Selbst gegenüber Aluminiumbauweisen ist eine Gewichtsreduzierung von bis zu 30% möglich, was zu erheblichen ökonomischen und ökologischen Vorteilen führt. Entsprechend hat sich die Einsatzbreite von faserverstärkten Kunststoffen im zivilen Flugzeugbau in den vergangenen beiden Jahrzehnten kontinuierlich erweitert und deutlich zum wirtschaftlichen Betrieb von Verkehrsflugzeugen beigetragen. Bereits heute beträgt der Anteil der Faserverbundstrukturen an der Gesamtstruktur etwa 20 %. In der nahen Zukunft z. B. beim Airbus A380 wird die Marke von 20 % deutlich überschritten und in 2007 wird der Anteil mit Einführung von CFK Flügeln die 40 % Marke überschreiten. Nach 2010 darf das "All Composite Passagierflugzeug" erwartet werden.

Einer weiteren Durchdringung des Marktes - insbesondere im Bereich der allgemeinen Verkehrstechnik - widersprachen bisher die nicht marktfähigen Herstellungskosten. Ende der 90iger Jahre hat das BMWi und das BMBF sehr intensiv den Einsatz der Faserverbundwerkstoffe, insbesondere die Entwicklung neuer, kostengünstiger Fertigungstechnologien gefördert, um die Marktfähigkeit von Faserverbundstrukturen in großer Breite zu erreichen. Dies hat in den Forschungs- und Entwicklungslaboratorien zu einer Vielzahl aussichtsreicher Einzeltechnologien geführt, die jedoch nur bei Integration zu neuen Fertigungstechnologien über das Potenzial verfügen, die vom Markt geforderte - Unterschreitung der Stückkosten von Metallbauteilen - zu erzielen.

Wesentlich Ziel des Netzwerks ist die Entwicklung von Basistechnologien, die unter Anpassung von Werkstoffen und Verfahren die Integration von Einzeltechnologien zu einer Prozesskette erlauben. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für die Erfüllung der Marktanforderungen in Bezug auf Kosten und Fertigungsraten. Insbesondere die Anforderungen bzgl. der Fertigungsraten sind derart angestiegen, das der Bedarf mit der bisher betriebenen Einzelteilfertigung nicht zu decken ist. Mit der Einführung neuer Fertigungstechniken in die Faserverbundfertigung des Flugzeugbaus nähert man sich darüber hinaus auch den Anforderungen aus anderen Branchen wie dem Nutzfahrzeugbau oder dem Schienenfahrzeugbau. Dies ist insbesondere der Weg zu einer Massenfertigung wie ihn die KFZ-Industrie fordert.

Um den Markterfolg nachhaltig zu sichern wurde das Kompetenznetz CFK-Valley mit nachfolgenden Aufgabenspektrum gegründet:

  • Entwicklung von Prozessketten für Faserverbund-Grosstrukturen als Dienstleister in den Bereichen:
    • Flugzeugbau
    • Schiffbau, Schienenfahrzeugbau, Nutzfahrzeugbau und
    • Kraftfahrzeugbau

  • Ansiedlung von Zuliefer- und Entwicklungspartnern im "CFK-Valley", Stade
  • Reduzierung der Fertigungstiefe in den FVW-Fertigungsbetrieben durch Auslagerung der Arbeiten in kleine und mittelständische Unternehmen der Textilindustrie


 

Kompetenznetz für CFK-Leichtbau Stade

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