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Institut für Biologisch-Dynamische Forschung e.V.

Ursprung und Struktur

An öffentlichen Forschungsinstituten gab es um 1950 noch keine Forschung zum Ökologischen Landbau. Dies gilt nicht nur für Deutschland, sondern für die meisten Länder der Welt. Doch die biologisch-dynamischen Landwirte und ihre Berater trafen bei ihrer Arbeit auf viele Probleme, für die sie Rat und Lösungsansätze suchten. Also brauchte man natürlich ein eigenes Institut. Dies war der Impuls zur Gründung des Instituts für Biologisch-Dynamische Forschung (IBDF) im November 1950. Es wurde in Darmstadt als privates, gemeinnütziges Institut in freier Trägerschaft gegründet. Als erste Einrichtung dieser Art in Europa, wenn nicht weltweit, betreibt es schon über 5 Jahrzehnte Forschung zum Ökologischen Landbau. Heute arbeiten ca. 20 Menschen, davon acht wissenschaftliche MitarbeiterInnen am IBDF. PraktikantInnen, DiplomandInnen und DoktorandInnen, auch aus angrenzenden Fachgebieten, sind vorübergehend am Institut tätig.

Forschungsschwerpunkte

Langzeitversuche und Düngung

Seit über 20 Jahren wird ein Vergleich von Mist - mit und ohne biologisch-dynamische Präparate - und Mineraldüngung im Hinblick auf Bodenfruchtbarkeit, Ertragsbildung und Nahrungsqualität verschiedener Kulturen durchgeführt. Dieser Versuch ist einer von ungefähr fünf Langzeit-Versuchen weltweit unter ökologischen Anbaubedingungen. Weitere Feldversuche untersuchen den Einfluss der Düngung mit Mist und mit Pflanzenmaterial auf Bodenentwicklung, Ertrag und Qualität. Weiterhin wird die Stallmistkompostierung in Feld- und Laborversuchen untersucht.
Projektleiter: Dr. Joachim Raupp; raupp@ibdf.de

Ökologische Pflanzenzüchtung; Kulturpflanzenvielfalt; Saatgutgesundheit; biologischer Pflanzenschutz

Seit vielen Jahren werden standortangepasste Getreide- und Gemüsesorten gezüchtet, die für die Anbaubedingungen im ökologischen Landbau geeignet sind. Diese Arbeit ist Teil der Assoziation biologisch-dynamischer Pflanzenzüchter e.V. (www.abdp.org). Ein weiterer Schwerpunkt der Zweigstelle ist die Entwicklung biologischer Verfahren des Pflanzenschutzes, insbesondere gegen samenbürtige Krankheiten.
Projektleiter: Dr. Hartmut Spieß; spiess@ibdf.de

Nahrungsqualität

Dieses Forschungsteam ist beschäftigt mit der Erarbeitung von Zuchtzielen, mit Weizenzüchtung, Qualitätsbeurteilung von Weizen und Feldgemüse, Sortenwahl für die Nahrungsqualität, Differenzierung von Produkten unterschiedlicher Anbauverfahren und mit der Untersuchung der Wirkung der biologisch-dynamischen Präparate.
Projektleiter: Dr. Ingo Hagel (bis Sep. 2003)

Optimierung der biologisch-dynamischen Präparate

Dieses Team untersucht die Herstellungsprozesse (z.B. Rührmethoden, Präparatebestandteile wie z.B. Hüllen) der Präparate. Andere Projekte beschäftigen sich mit der Entwicklung torffreier Bio-Anzuchterden für den großtechnischen Einsatz sowie mit der Bewertung von Nachwachsenden Rohstoffen im Ökologischen Landbau. In einigen Versuchen werden Bildschaffende Methoden zur Beurteilung der Proben eingesetzt.
Projektleiter: Dr. Uli Johannes König; koenig@ibdf.de

Die Zweigstelle des Instituts auf dem biologisch-dynamischen Dottenfelderhof

Forschungsaktivitäten auf Betrieben haben eine lange Tradition im biologisch-dynamischen Landbau (Koepf, H.H.; 1996: Biologisch-Dynamische Forschung. Methoden und Ergebnisse. Verlag Freies Geistesleben. Stuttgart). Dementsprechend war es das Ziel auf dem Dottenfelderhof (ein biologisch-dynamischer Betrieb nahe Frankfurt am Main mit 150 ha, bewirtschaftet als Betriebsgemeinschaft) die Landwirtschaft mit der Forschung zu verbinden. Seit 1977 ist eine Forschungsabteilung als Zweigstelle des IBDF auf dem Dottenfelderhof etabliert. Eine Arbeitsgruppe wurde gegründet, um zukünftigen Forschungsbedarf zu diskutieren (Chronobiologie, Effekte der biologisch-dynamischen Präparate, ökologische Pflanzenzüchtung; Pflanzengesundheit; Kaliumdüngung; Unkrautkontrolle). Der wissenschaftliche Leiter der Zweigstelle (H. Spieß, siehe oben) ist an der Aus- und Weiterbildung beteiligt, die von der Landbauschule Dottenfelderhof angeboten wird. Der Hauptkurs dauert ein Jahr und ist für ausgebildete Landwirte und Gärtner sowie für Menschen mit entsprechenden Vorkenntnissen auf diesen Gebieten gedacht.

Finanzielle Unterstützung

Das IBDF finanziert sich ausschließlich durch Projektgelder (über 95%) und Spenden (5%). Projektgelder werden hauptsächlich von privaten Stiftungen zur Verfügung gestellt, ein viel kleinerer Teil kommt von öffentlichen Stellen (Bundesministerium und Europäische Union). Wir erhalten keinen öffentlichen Grundkostenzuschuss. Fördermitglieder sind herzlich willkommen. Wenn Sie unsere Arbeit mit einer Spende unterstützen möchten, können Sie hier ein Formular als PDF-Datei herunter laden.

Einige Forschungsberichte, Sonderdrucke und Monographien werden unter www.ibdf.de/down/list.htm
zum Download im PDF-Format angeboten.

Zentrale Institut für Biologisch-Dynamische Forschung e.V.
Kompostmiete
Weizenzüchtung
Dr. Hartmut Spieß
Institut für Biologisch-
Dynamische Forschung e.V. (IBDF)
Brandschneise 5
D-64295 Darmstadt
Tel.: 0 61 55 / 84 21-0
Fax: 0 61 55 / 84 21-25
E-mail: info@ibdf.de
http://www.ibdf.de
Dottenfelder Hof
Zweigstelle des Instituts Dottenfelderhof

 

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IBDF

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Weitere Informationen: http://www.forschungsring.de