Anzeige
Diese Frage stand im Mittelpunkt der Jahrestagung der Arbeitsgruppe Wettbewerb des Wirtschaftspolitischen Ausschusses im Verein für Socialpolitik, die sich unter dem Vorsitz von Professor Dr. Dr. h. c. Peter
Oberender (Universität Bayreuth) in Essen traf.
Nach den Erfahrungen der Finanzkrise und der Debatte um Reformen im Bankensektor stellten sich die Mitglieder die Frage, welche wettbewerbspolitischen und regulatorischen Ansatzpunkte für die Zukunft nötig sind, um insbesondere die Gefahr einer Kettenreaktion, die im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch einiger internationaler und nationaler Banken entstanden ist, zu ver-meiden.
Im Zentrum des wissenschaftlichen Eingangsreferats von Professor Martin Hellwig (Bonn Graduate School of Economics) stand die Frage, ob Staatshilfen zur Stützung von Banken grundsätzlich vermeidbar sind. Eine entscheidende Frage in diesem Kontext ist die Abgrenzung und regulatorische Auseinandersetzung mit dem Aspekt der "Systemrelevanz", der jedoch in der theoretischen wie empirischen Literatur bislang nur sehr sporadisch behandelt worden ist.
Zu berücksichtigen sei, dass der Bankensektor wie kaum ein anderer Wirtschaftszweig durch "Interconnectivity" gekennzeichnet ist. Für die Wirtschaftspolitik bleibt es laut Hellwig dabei, die Möglichkeiten einer strengeren Eigenkapitalhaftung und begleitender Kontroll- und Aufsichtsmöglichkeiten zu verbessern.
Aus Sicht der Praxis konnten sowohl Gerhard Hofmann, Mitglied des Vorstandes des Bundesverbandes der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken, als auch Dr. Karl-Peter Schackmann-Fallis (Deutscher Sparkassen- und Giroverband) die Notwendigkeit strengerer Eigenkapitalvorschriften teilen. Vor allem wiesen beide auf die Notwendigkeit einer Diskussion hin, wie mit Bankenfusionen und insbesondere dem Argument "too big to fail" in der Zukunft umgegangen werden kann.
Einen Überblick über die gegenwärtigen Reformbemühungen im europäischen Kontext gab Dr. Bert von Roosebeke vom Centrum für Europäische Politik. Auf europäischer Ebene versuche man insbesondere die Idee eines Board-Systems zu implementieren, dass bessere Antworten auf die Frage der Systemrelevanz liefern kann.
Frank Schmälzle | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.uni-bayreuth.de/
Weitere Berichte zu: Bankensektor > Eigenkapitalvorschrift > Finanzkrise > Finanzmärkte > Interconnectivity > Systemrelevanz > Wettbewerbsregulierung
Eurex wird im 4. Quartal 2012 neues Handelssystem einführen
09.02.2012 | Gruppe Deutsche Börse
Using finance theory to examine the ideal form of corporations and society
09.02.2012 | Waseda University
Erstmals gezeigt, dass Atomkerne transparent werden
Einem Team von DESY-Wissenschaftlern um Dr. Ralf Röhlsberger gelang es an der hochbrillanten Synchrotronlichtquelle PETRA III, Atomkerne mit Hilfe von Röntgenlicht transparent zu machen. Sie entdeckten dabei gleichzeitig ein neues Prinzip, um einen optisch gesteuerten Schalter für Licht herzustellen, also Licht mit Licht zu beeinflussen, ein wichtiger Baustein auf dem ...
Wissenschaftler beobachten, wie Oxytocin zentrale Schaltstellen im Gehirn erreicht und das Verhalten beeinflusst
Kuschelhormon, Treuehormon, Angstlöser – häufig gebrauchte Schlagwörter für das Neuropeptid Oxytocin, das sich in den letzten Jahren als ein Stoff erwiesen hat, der unser Verhalten in zentralen Regionen des Gehirns positiv beeinflussen kann. Was jedoch bisher völlig unklar war: Wie gelangt dieser Botenstoff aus dem Hypothalamus in die Hirnbereiche, die ...
Ein neuartiger Biopolymer-Film aus Lachs-DNA mit Silber-Nanopartikeln speichert Informationen kostengünstig und umweltverträglich.
Entstanden ist das organische System in fächer- und länderübergreifender Zusammenarbeit von Wissenschaftlern des DFG-Centers for Functional Nanostructures (CFN) am KIT und des Institute of Photonics Technologies an der National Tsing Hua University in Taiwan. Der DNA-Datenspeicher eignet sich unter anderem für biotechnische Anwendungen, etwa als Bauteil in Biosensoren.
Das System ...
Bildveröffentlichung der Europäischen Südsternwarte (Garching) - Mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO haben das bislang detailreichste Infrarotbild der Sternkinderstube des Carinanebels aufgenommen. Es zeigt vor dem spektakulären Hintergrund einer himmlischen Landschaft auf Gas, Staub und jungen Sterne zahlreiche nie gesehene Details und zählt zu den atemberaubendsten VLT-Bildern überhaupt.
Im Herzen der südlichen Milchstraße, im Sternbild Carina (Der Schiffskiel, [1]), befindet sich in einer Entfernung von etwa 7500 Lichtjahren die Sternkinderstube des Carinanebels. Diese ausgedehnte Wolke aus leuchtendem Gas und Staub ist von der Erde aus gesehen eine der nächstgelegenen Geburtsstätten massereicher Sterne.
Der Nebel beinhaltet einige der hellsten und ...
Auf der embedded world identifizieren Wissenschaftler der Fraunhofer ESK Lücken im Funkspektrum, um diese für zusätzliche Übertragungen zu nutzen.
Der in Halle 5, Stand 5-228, vorgestellte Prototyp zeigt das Funkspektrum in einem 3D-Spektrogramm, markiert die prognostizierten Lücken und prüft deren Eintreffen. Diese Methode, Cognitive Radio, verbessert die Übertragungsqualität in einem bereits vollen Funkspektrum ohne aufwändiges, statisches Koexistenzmanagement. Ziel ist eine höhere Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit von Funk für die Automatisierung.
...
Anzeige
Anzeige

Kaltwasserkorallen als Anpassungskünstler?
09.02.2012 | Ökologie Umwelt- Naturschutz
Wandel der Hochschulbildung in Deutschland und Professionalisierung
09.02.2012 | Studien Analysen
Ocean warming causes elephant seals to dive deeper
09.02.2012 | Biowissenschaften Chemie
7. Mannheimer Arbeitsrechtstag am 14. März mit Experten aus Theorie und Praxis
09.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten
International Forum on Terahertz Spectroscopy and Imaging
09.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Teams aus neun Ländern treffen sich an der Leibniz Universität zum 6th Hanover PreMoot
09.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten