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Services, die Nutzen stiften - Umfangreiche Studie zu Banken-Apps vorgelegt

09.09.2011
Services, die Nutzen stiften - Frankfurt School-Wissenschaftler stellen umfangreiche Studie zu Banken-Apps vor

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Smartphone-Apps boomen. Immer mehr Banken bringen Apps auf den Markt oder ziehen dies in Erwägung. Jetzt haben Wissenschaftler des ProcessLab der Frankfurt School of Finance & Management eine umfassende Studie hierzu vorgelegt: „Banking-Apps für Smartphones - Internationale Verbreitung und Entwicklungspotenziale“.


Zu verschiedenen Zeitpunkten zwischen März 2010 und Mai 2011 erhoben und analysierten sie national und international angebotene Banking-Apps für das iPhone sowie ihre Funktionalitäten. So konnten sie eine quantitative Erhebung und eine qualitative Analyse durchführen. Die wesentlichen Ergebnisse:

• Zwischen März 2010 und Januar 2011 stieg die Anzahl der Banking-Apps im deutschsprachigen Raum von 14 auf 38 an. Im Mai 2011 boten alleine in Deutschland 28 Banken 45 Apps an.

• Insbesondere in der Mitte des Jahres 2010 war international ein enormer Anstieg zu erkennen: Zwischen März und Juli 2010 stieg die Anzahl der Banking-Apps um 218,3 Prozent an. Dieser Trend setzte sich so stark fort, dass sich die Wissenschaftler von da an auf die Apps der internationalen Großbanken konzentrierten. Jedoch bot im Januar 2011 erst knapp die Hälfte der weltweit größten 100 Banken überhaupt eine Banking-App an.

• Die Ausstattung der Apps variiert erheblich. Klassische Banking-Services (etwa für Überweisungen) überwiegen; weltweit allerdings bieten Banken immer mehr Near- und Non-Banking-Services über Apps an. Insbesondere australische, asiatische und südamerikanische Banken stellen Apps mit vielen Funktionalitäten ohne direkten Banking-Bezug (wie Reiseplaner und Restaurantführer) zur Verfügung, die einen hohen Kundenutzen stiften.

• Near-Banking-Services (wie Wechselkursrechner oder Börseninformationen) setzen sich anfangs nur langsam durch. So entfielen im ersten Halbjahr des Jahres 2010 von durchschnittlich 5,2 Services pro App nur 0,4 auf Near-Banking-Services. Im Januar 2011 verfügten deutschsprachige Apps durchschnittlich über 0,7 Near-Banking-Services, international boten Apps von Banken zum selben Zeitpunkt 1,4 Near-Banking-Services an.

• GPS-gestützte Services sind derzeit fast ausschließlich auf Bankthemen begrenzt, so kann man Geldautomaten und Filialen finden. Die Autoren sehen hier Ausbaupotenzial insbesondere im Hinblick auf Non-Banking-Angebote.

• Der Android-Markt bot Anfang des Jahres 2011 noch weitaus weniger Banking-Apps als der Apple App-Store (33 Banken der Top-100 boten Apps für Android, 47 Banken boten Apps für iPhones).

Professor Dr. Jürgen Moormann, Professor für Bankbetriebslehre an der Frankfurt School und Leiter des ProcessLab, hat die Studie gemeinsam mit Anne Dohmen, Promotionsstudentin an der Frankfurt School und wissenschaftliche Mitarbeiterin im ProcessLab durchgeführt. Er bilanziert: „Immer mehr Banken bieten über Apps ihre Services an, da ihre Kunden dieses Format im Alltag nutzen. Doch Banken haben das Potenzial der Apps noch nicht in Gänze erfasst und realisiert. Machen Banken über ihre Apps auch Angebote ohne Bankbezug, stiften sie einen praktischen Nutzen für den Kunden. Unsere Analysen zeigen, dass Banken so über das eigentliche Bankgeschäft hinaus beim Kunden präsent bleiben, das eigene Image ausbauen und Kunden binden können.“

Interessierten Journalisten stellen Jürgen Moormann und Anne Dohmen die Studienergebnisse gerne persönlich vor. Ein Rezensionsexemplar senden wir auf Anfrage kostenfrei zu. Kontakt: Angelika Werner (a.werner, Tel. 069 154 008 708, 0173 7250905).

Anne Dohmen, Jürgen Moormann, Banking-Apps für Smartphones, Internationale Verbreitung und Entwicklungspotenziale, 1. Aufl. 2011, Frankfurt School Verlag, Frankfurt am Main
196 Seiten, broschiert, 259,00 EUR

Angelika Werner | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.frankfurt-school.de

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