Anzeige
In dieser Woche gab es für die Studierenden der Brunswick European Law School (Fakultät Recht) der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften einen äußerst interessanten Vortrag. Rodolfo Lopez Miranda aus Havanna (Kuba) sprach im Rahmen der Vorlesung „Sources of International Law and International Sales Law“ zu den aktuellen Reformen im kubanischen Wirtschaftssektor. Lopez ist Rechtsanwalt und juristischer Berater beim kubanischen Unternehmen AUDITA S.A.
Nach einer kurzen Vorstellung Kubas, dessen Regierungssystem und größten Exportbereichen, gab Lopez einen Überblick sowie eine Einschätzung des wirtschaftlichen Zustands Kubas. Auch ein kommunistisches Land wie Kuba ist aufgrund von Umweltkatastrophen, dem Kubaembargo der USA und der gegenwärtigen finanziellen Weltkrise zu Sparmaßnahmen gezwungen. Eine Vollbeschäftigung über den Staatssektor kann auch Kuba nicht mehr aufrecht erhalten. Im April 2011 wurden auf der Tagung des VI. Kongresses der kommunistischen Partei Richtlinien für die wirtschaftliche und soziale Politik Kubas entwickelt. Diese Richtlinien sind die Grundlage der Wirtschaftpolitik in den nächsten vier Jahren.
Inhalt dieser Richtlinien ist ein Managementmodell, welches Markt- und Planwirtschaft miteinander verbindet und eine gemischte Wirtschaftsform darstellt. Neben den staatlichen Unternehmen soll vor allem der nicht staatliche Sektor gefördert werden. Durch die rechtliche Erlaubnis von wirtschaftlichen Beziehungen zwischen allen Wirtschaftformen, soll eine Integration vom privaten in den staatlichen Sektor vollzogen werden. Die Richtlinie sieht zudem eine klare Trennung zwischen staatlichen und privaten Managementaufgaben vor und somit eine Reduzierung der Einwirkungsmöglichkeiten des Staates. Beabsichtigt wird eine Umwandlung ineffizienter staatlicher Unternehmen in andere nicht staatliche Betriebe, was zum Abbau überflüssiger Arbeitsplätze im staatlichen Bereich führen soll. Privaten Unternehmen wird in Zukunft die Anstellung und Beschäftigung von Arbeitnehmern gestattet.
Die Richtlinie schafft darüber hinaus auch finanzielle Anreize für den nicht staatlichen Wirtschaftsektor. So dürfen Kredite nun auch für Privatunternehmen vergeben werden und für Unternehmensgründung von Privaten sieht die Richtlinie eine Steuerbefreiung bzw. -erleichterung vor, wenn bei Gründung mehr als fünf Personen eingestellt werden.
Diese Fiskalpolitik soll Ungleichheiten in der Einkommensverteilung beseitigen. Unterstützt werden diese Bestrebungen durch freie Preiswahl von Waren und Dienstleistungen sowie freien Handelsbeziehungen im Agrarsektor bzw. der Autonomie der Produzenten.
Allerdings ist der Export von Produkten nach wie vor nur den staatlichen Unternehmen erlaubt und es bestehen auch weiterhin festgelegte Preise für bestimmte Produkte, wie zum Beispiel Nahrungsmittel und Benzin.
Zum Abschluss machte Lopez deutlich, dass es auch in anderen Staaten weder eine reine Markt- oder Planwirtschaft gebe und Kuba insofern keine Ausnahme darstelle.
Evelyn Meyer-Kube | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.ostfalia.de/r/
Weitere Berichte zu: Kuba > Markt- und Meinungsforschung > Planwirtschaft > Richtlinie
Deutsche Börse erweitert ihr europäisches Netzwerk
24.05.2012 | Gruppe Deutsche Börse
RWI/ISL-Containerumschlag-Index im April leicht gefallen
24.05.2012 | Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung e.V.
Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer und bestimmte Krebsformen gehen auf eine fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen im Körper zurück.
Wissenschaftlern des Instituts für Photonische Technologien (IPHT) in Jena ist es erstmals gelungen, Proteinstrukturen auf sub-molekularer Ebene nachzuweisen und spektroskopisch zu analysieren. Ein wichtiger Schritt zum Verständnis der Krankheitsursachen.
„Bis heute hat man nicht genau verstanden, was die fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen, zum Beispiel im Zusammenhang mit Alzheimer, ...
Die Quantenphysik beschreibt physikalische Vorgänge in Festkörpern und anderen Vielteilchensystemen auch mit Hilfe von Quasiteilchen.
Innsbrucker Physikern um Rudolf Grimm ist es nun erstmals gelungen, ein neues Quasiteilchen - ein repulsives Polaron - in einem Quantengas experimentell zu erzeugen. Die Forscher berichten darüber in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Nature.
Ultrakalte Quantengase sind ein ideales Experimentierfeld, um physikalische Phänomene in Festkörpern zu simulieren. Unter streng kontrollierten Bedingungen ...
Licht lässt die Partikel in der Atmosphäre wachsen. In einem Experiment hat ein internationales Forscherteam erstmals einen neuen Mechanismus nachweisen können, bei dem Partikel durch Licht größer werden und der damit Einfluss auf die Wolkenbildung und das Klima hat.
Photokatalytische Reaktionen können zu einer schnellen Bindung von nicht kondensierenden flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffen (VOCs) auf der Oberfläche der Partikel führen. Unter solchen Bedingungen nehme die Größe und Masse der Partikel schnell zu, schreiben die Wissenschaftler im renommierten Fachblatt PNAS.
Die Ergebnisse des Laborexperimentes könnten Effekte erklären, die bisher schon bei Feldkampagnen ...
Ähnlich wie blutsaugende Insekten prüfen Pflanzenschädlinge ihren Wirt auf Abwehrsignale, bevor sie anfangen zu fressen
Pflanzen bilden wenige Minuten nach Angriff eines Fraßfeindes Jasmonsäure, ein Hormon, das die Verteidigung gegen Insekten in Gange setzt mit der Folge, dass giftige Stoffe wie Nikotin oder Verdauungshemmer in den Blättern akkumulieren.
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie, Jena, haben jetzt herausgefunden, dass Zwergzikaden die Verteidigungsbereitschaft von Tabakpflanzen aufspüren können. ...
Wissenschaftlern vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Bonn ist es erstmals gelungen, den Transport eines wichtigen Informationsträgers in biologischen Zellen praktisch unmodifiziert in Echtzeit zu filmen.
Die Studie zeigt, wie die so genannte Boten-RNA die Zellkernhülle überwindet und vom Zellkern in das Zytoplasma gelangt. Diese Arbeit ist nun in dem renommierten Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA“ (PNAS) publiziert.
Der Bauplan aller Lebewesen ist in ihrem Erbgut gespeichert. Dieses lagert bei höheren ...
Anzeige
Anzeige

Energieversorger vor dem Umbruch
24.05.2012 | Studien Analysen
Stem-cell-growing surface enables bone repair
24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie
Im wahrsten Sinne „Spitzenforschung“: IPHT-Forscher untersuchen Eiweißfasern mit größter Genauigkeit
24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie
NieKE Themenforum: Ökonomie - Tierschutz - Lebensmittelsicherheit
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Nachhaltigkeit in der Schifffahrt: Werte vs. Wertschöpfung
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Wissenschaft und Öffentlichkeit
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten