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Die KfW Entwicklungsbank und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) stellten heute in Frankfurt den 11. Evaluierungsbericht "Wirkungen messen, Ergebnisse bewerten, für die Zukunft lernen" über die Wirksamkeit der Finanziellen Zusammenarbeit mit Entwicklungs- und Transformationsländern vor.
"Die Erfolgsquote der KfW-Projekte mit etwa 80 % ist ein Zeichen dafür, dass eine große Anzahl von unseren Entwicklungsprojekten spürbare Verbesserungen für die Menschen in den Partnerländern bringen und nachhaltige Wirkungen erzielen", stellten Dr. Norbert Kloppenburg, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe, und Prof. Dr. Eva Terberger, Leiterin der unabhängigen Evaluierungsabteilung der KfW, heraus. Der Bericht fasst die wichtigsten Bewertungsergebnisse zusammen und beschreibt die dabei angewandten Methoden.
"Die Qualität unserer Arbeit ist uns ein zentrales Anliegen. Mit der Evaluierung erkennen wir Schwachpunkte und erhalten wertvolle Informationen. Aus Erfolgen - aber auch aus Misserfolgen - können wir lernen und die Qualität unserer Arbeit für die Zukunft sichern", sagte Dr. Norbert Kloppenburg.
"Die Informationen zur Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit der Projekte sind für die ständige Verbesserung unserer Arbeit unerlässlich. Die auf die Finanzielle Zusammenarbeit gerichtete Arbeit der Evaluierungsabteilung der KfW Entwicklungsbank muss durch organisationsübergreifende, unabhängige und vergleichende Untersuchungen ergänzt werden. Deshalb gründet das BMZ ein unabhängiges Evaluierungsinstitut", betonte Dorothee Fiedler, Leiterin der Unterabteilung für Grundsatzfragen der Organisationen der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit im BMZ.
Ex Post-Evaluierungen von einzelnen FZ-Vorhaben dienen drei bis fünf Jahre nach Durchführung der Entwicklungsinvestition der Überprüfung, ob die erwarteten Wirkungen auch tatsächlich eingetreten sind und ein nachhaltiger Entwicklungsprozess angestoßen wurde. In den Jahren 2009 / 2010 wurden 139 im Auftrag des BMZ geförderte FZ-Vorhaben mit einem Gesamtvolumen von 1,525 Mrd. EUR Haushaltsmitteln evaluiert. Rund 80 % dieser Vorhaben wurden nach dem von der KfW entwickelten Ranking als erfolgreich bewertet. Zugrunde gelegt wird eine Skala von 1 - 6 (die Stufen 1-3 gelten als "erfolgreich", die Stufen 4 - 6 als "nicht erfolgreich").
Hervorzuheben sind überdurchschnittlich gute Ergebnisse (92 % Erfolgsquote) bei großvolumigen Vorhaben, beispielsweise im Transportsektor (Straßenverkehr in Namibia, Schienenverkehr in China) und in der Energieerzeugung und -versorgung. Unterdurchschnittlich schnitt z. B. der Sektor Land- und Forstwirtschaft ab.
Auch die Finanzsektorförderung erreicht mit 88 % nach Mittelvolumen eine deutlich überdurchschnittliche Erfolgsquote. Potential für eine Verbesserung der Wirkungen zeichnet sich in der Evaluierung von Finanzsektorprojekten zur Förderung von umweltfreundlichen Investitionen ab.
Als Beitrag zur aktuellen Diskussion um die Wirksamkeit der Mikrofinanzierung wird im thematischen Fokus des 11. Evaluierungsberichts die Entwicklung der letzten 20 Jahre in der Förderung des Finanzsektors nachgezeichnet. Die Evaluierungsergebnisse geben keinen Anlass, an der Wirksamkeit der Ansätze, die seit der "Mikrofinanzrevolution" in den 1990er Jahren verfolgt wurden, zu zweifeln. Im Gegenteil:
Im Finanzsektor haben Geber und Empfänger in vorbildlicher Weise aus enttäuschenden Ergebnissen der Förderung in den siebziger und achtziger Jahren gelernt. Erkenntnisse wurden konsequent bei der Gestaltung neuer Projekte berücksichtigt. Der Weg für konzeptionell neue Ansätze war bereitet und ein Prozess ihrer fortwährenden Verbesserung wurde angestoßen, um mit den Fördermitteln noch höhere Wirkungen zu erzielen. "Diese Lernkurve ermöglichte es der deutschen Finanziellen Zusammenarbeit, ihre weltweite Vorreiterrolle in der Förderung des Finanzsektors zu erreichen", sagte Prof. Dr. Terberger.
Im Jahr 2000 wurde die unabhängige Evaluierungsabteilung eingerichtet, die seit Oktober 2006 von Frau Prof. Dr. Eva Terberger geleitet wird. Weitere Informationen zur Evaluierung von FZ-Vorhaben entnehmen Sie bitte unserer Internetseite: www.kfw.de.
Der Bericht ist im Internet abrufbar unter www.kfw.de
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KfW, Palmengartenstraße 5-9, 60325 Frankfurt Kommunikation (KOM)
Tel. 069 7431-4400, Fax: 069 7431-3266,
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Fragen von Journalisten beantwortet:
Dr. Charis Pöthig, Telefon: 069 7431 4683, E-Mail:
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Dr. Charis Pöthig | Quelle: presseportal
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