Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     Siemens  n-tv 
Datenbankrecherche:

Fachgebiet (optional):

 

Ich-AG und Überbrückungsgeld: Unterm Strich ein Erfolg

13.04.2007
Die Förderung der Selbstständigkeit aus Arbeitslosigkeit ist überwiegend erfolgreich - sowohl mit Überbrückungsgeld als auch mit dem Existenzgründungszuschuss. Dies ist der Befund einer Studie, die das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) gemeinsam mit dem DIW Berlin, der GfA Berlin, sinus und infas durchgeführt hat.

Anzeige

28 Monate nach Gründung sind rund 70 Prozent der Geförderten noch selbstständig. Bis zu 15 Prozent der ehemaligen Teilnehmer sind inzwischen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Nur einem kleinen Teil ist es nicht gelungen, wieder in den ersten Arbeitsmarkt zu gelangen.


Bis zum Sommer 2006 gab es zwei Förderprogramme für gründungswillige Arbeitslose: den Existenzgründungszuschuss (ExGZ) für eine Ich-AG und das Überbrückungsgeld. Von 2003 bis Mitte 2006 wurde insgesamt rund eine Million Gründungen gefördert, davon waren knapp 400.000 Ich-AGs. Inzwischen ersetzt der neue Gründungszuschuss beide Programme.

Das Überbrückungsgeld nahmen vor allem überdurchschnittlich qualifizierte Männer in Anspruch. Bei den Ich-AG-Gründern war das Qualifikationsniveau etwas niedriger. Knapp die Hälfte davon waren Frauen. Die Ich-AG erreichte damit auch Gruppen, die "im Gründungsgeschehen zuvor unterrepräsentiert waren", so die Studie. Dennoch gibt es zwischen den Förderprogrammen kaum einen Unterschied hinsichtlich des Verbleibs in der Selbstständigkeit. Anders verhält es sich jedoch bei der Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze durch die geförderten Gründer. Die Beschäftigungseffekte fallen bei den Überbrückungsgeld-Gründern deutlich stärker aus als bei den Ich-AGs.

Das Überbrückungsgeld erweist sich außerdem als besonders wirtschaftliche Förderung, bei der die Bundesagentur für Arbeit Geld spart. Bei der Ich-AG fällt die Kostenbilanz hingegen leicht negativ aus. Sie zählt damit aber immer noch zu den vergleichsweise kostengünstigen arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen.
"Wünschenswert wäre es, der Evaluationsforschung mehr Zeit zu geben, um auch längerfristige Effekte von Programmen einschätzen zu können", schreiben die Autoren. Gerade die anfänglich stark kritisierte Ich-AG habe während ihrer Laufzeit eine positive Wirkung entfaltet, die nicht vorhergesehen wurde. Sie zähle damit zu den erfolgreichen Ansätzen unter den Hartz-Reformen. "Insgesamt schien die Gründungsförderung gerade mit zwei unterschiedlichen Programmen ein vielversprechender Ansatz aktivierender Arbeitsmarktpolitik zu sein", lautet das Fazit der Studie.

Die Studie kann unter http://doku.iab.de/kurzber/2007/kb1007.pdf abgerufen werden.

Wolfgang Braun | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: doku.iab.de/kurzber/2007/kb1007.pdf

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht Geschäftszahlen von Clearstream für Januar 2012
07.02.2012 | Gruppe Deutsche Börse

nachricht Neuer ComStage ETF auf Xetra gestartet - Erster gehebelter ETF auf Emeging Markets
07.02.2012 | Gruppe Deutsche Börse

Alle Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>


Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Anti-Angst-Hormon Oxytocin wird gezielt an seine Wirkorte im Gehirn transportiert


Wissenschaftler beobachten, wie Oxytocin zentrale Schaltstellen im Gehirn erreicht und das Verhalten beeinflusst

Kuschelhormon, Treuehormon, Angstlöser – häufig gebrauchte Schlagwörter für das Neuropeptid Oxytocin, das sich in den letzten Jahren als ein Stoff erwiesen hat, der unser Verhalten in zentralen Regionen des Gehirns positiv beeinflussen kann. Was jedoch bisher völlig unklar war: Wie gelangt dieser Botenstoff aus dem Hypothalamus in die Hirnbereiche, die ...

Im Focus: Datenspeicher mit Lachs-DNA und Nano-Silber


Ein neuartiger Biopolymer-Film aus Lachs-DNA mit Silber-Nanopartikeln speichert Informationen kostengünstig und umweltverträglich.

Entstanden ist das organische System in fächer- und länderübergreifender Zusammenarbeit von Wissenschaftlern des DFG-Centers for Functional Nanostructures (CFN) am KIT und des Institute of Photonics Technologies an der National Tsing Hua University in Taiwan. Der DNA-Datenspeicher eignet sich unter anderem für biotechnische Anwendungen, etwa als Bauteil in Biosensoren.

Das System ...

Im Focus: VLT liefert detailreichstes Infrarotbild des Carinanebels


Bildveröffentlichung der Europäischen Südsternwarte (Garching) - Mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO haben das bislang detailreichste Infrarotbild der Sternkinderstube des Carinanebels aufgenommen. Es zeigt vor dem spektakulären Hintergrund einer himmlischen Landschaft auf Gas, Staub und jungen Sterne zahlreiche nie gesehene Details und zählt zu den atemberaubendsten VLT-Bildern überhaupt.

Im Herzen der südlichen Milchstraße, im Sternbild Carina (Der Schiffskiel, [1]), befindet sich in einer Entfernung von etwa 7500 Lichtjahren die Sternkinderstube des Carinanebels. Diese ausgedehnte Wolke aus leuchtendem Gas und Staub ist von der Erde aus gesehen eine der nächstgelegenen Geburtsstätten massereicher Sterne.

Der Nebel beinhaltet einige der hellsten und ...

Im Focus: Automatisch Lücken im Funkspektrum erkennen


Auf der embedded world identifizieren Wissenschaftler der Fraunhofer ESK Lücken im Funkspektrum, um diese für zusätzliche Übertragungen zu nutzen.

Der in Halle 5, Stand 5-228, vorgestellte Prototyp zeigt das Funkspektrum in einem 3D-Spektrogramm, markiert die prognostizierten Lücken und prüft deren Eintreffen. Diese Methode, Cognitive Radio, verbessert die Übertragungsqualität in einem bereits vollen Funkspektrum ohne aufwändiges, statisches Koexistenzmanagement. Ziel ist eine höhere Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit von Funk für die Automatisierung.
...

Im Focus: Bronze-Matrjoschka: hocheffiziente Katalysatoren und Nanoröhrchen mit ungewöhnlicher Symmetrie


Eine Puppe in der Puppe und noch eine drumherum – so erklärt Thomas Fässler seine Moleküle: Er packt ein Atom in einem Käfig in noch ein weiteres Atomgerüst.

Mit ihrer großen Oberfläche könnten solche Strukturen als hocheffiziente Katalysatoren dienen. Wie bei dem russischen Holzspielzeug sitzt ganz innen drin ein einzelnes kleines Zinnatom, eingepackt in eine Hülle aus zwölf Kupferatomen, und diese ist nochmals umgeben von weiteren 20 Zinnatomen.

In der Arbeitsgruppe von Professor Fässler am Institut für Anorganische ...

Alle Focus-News des innovations-reports >>>

Anzeige

B2B Suche
Produkt / Dienstleistung
Firma / Organisation

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Aktuell

Zwerggalaxie hat großen Hunger

08.02.2012 | Physik Astronomie

Anti-Angst-Hormon Oxytocin wird gezielt an seine Wirkorte im Gehirn transportiert

08.02.2012 | Biowissenschaften Chemie

Obstacles No Barrier to Higher Speeds for Worms

08.02.2012 | Biowissenschaften Chemie

VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Veranstaltungen

»Jede Sekunde zählt« Erster Internationaler Kongress zu Rettungsdienstsystemen in Neu Delhi

08.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten

Bauwerke gebrauchstauglich halten

08.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten

Wissenschaft im Dialog-Veranstaltungen im Wissenschaftsjahr 2012

08.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten

FindAndHelp