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Mit einem Ergebnis von 1.077 Mrd. EUR erzielte der Siemens Geschäftsbereich “Automation and Drives” das bisher beste Ergebnis seiner Unternehmensgeschichte. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Steigerung von 34 Prozent. Ausschlaggebend für den Boom war die hohe Nachfrage in den Bereichen Fertigungs- und Prozeßindustrie sowie der Gebäude-Elektroautomatisierung in den weltweiten Wachstumsregionen. Dies gilt insbesondere für Asien.
“Einer der ausschlaggebenden Gründe für diesen Erfolg ist sicher unser nachhaltiger Umgang mit Ressourcen für Forschung und Entwicklung”, erläutert Helmut Gierse, Vorstandsvorsitzender des Bereichs “Automation and Drives” der Siemens AG. Bei A&D nehme Innovation unabhängig von allen Konjunkturzyklen eine hohe Priorität ein. Wenn man Gierse genauer zuhört, klingt das beinahe, als würde er sich vor dem Traualtar befinden. “In guten wie in schlechten Zeiten investieren wir jährlich etwa sechs Prozent vom Umsatz in Innovation”, versichert der Manager. Im vergangenen Geschäftsjahr seien dies 554 Mio. Euro gewesen.
Mit TIA und TIP den “richtigen Riecher” gehabt
Ein Schlüsselfaktor des Erfolgs dürfte die langjährige Expertise des Unternehmens auf dem Gebiet der voll integrierten Automatisierungslandschaft sein. Und auf diesem Sektor hatte Siemens bereits vor rund 25 Jahren den “richtigen Riecher”. Gierse erinnert sich: “Während früher Produkte isoliert voneinander entwickelt und dann jeweils separat an die Abnehmer gebracht wurden, hatten wir Anfang der 80er Jahre bereits Systeme entwickelt”. Ab 1996 habe das Unternehmen unterschiedliche Produktlinien für die Fertigungs- und Prozesautomatisierung einschließlich der Antriebstechnik auf der Basis “Totally Integrated Automation” (TIA) zusammengeführt. Vier Jahre später sei “Totally Integrated Power” (TIP) für die Schalt- und Installationstechnik gefolgt.
“Auf der Grundlage von TIA und TIP setzen wir die technologischen Trends, indem wir unseren Kunden über unser gesamtes Produktportfolio eine horizontal und vertikal voll integrierte Automatisierungslandschaft zur Verfügung stellen”, verdeutlicht Gierse. Dies gelte für ein branchenweit einzigartiges Spektrum, das sich vom Feldgerät über die industrielle Kommunikation, den Antrieb und die Schalttechnik bis hin zur Prozessleittechnik erstrecke.
Alle neuen Produkte werden bei Siemens “Automation and Drives” bereits in der Entwicklungsphase auf die vorhandene Basis ausgerichtet. Diese Vorgehensweise gestattet es, über die Kompatibilität zusätzliche Funktionen für die Kunden zu erschliessen. Ein Beispiel hierfür liefert die Automobilindustrie: “Jede Automobilproduktion ist ein komplexes System ineinander übergreifender Komponentenfertigungen und Montagen”, erläutert Gierse. Dies gelte zum Beispiel für die Rohbaufertigung. Bei einem Mittelklassewagen bestehe diese aus etwa 150 einzelnen Fertigungszellen. “Bisher waren in jeder Zelle die Safety- und Steuerungsfunktionalität gesondert installiert, was zu einem hohen Verdrahtungs- und Energieaufwand geführt hat”, sagt Gierse. Mithilfe des firmeneigenen Competence Centers sei es indessen gelungen, ein Automationskonzept zu entwickeln, das diese beiden Funktionen in Profisafe integriere. Damit hätten sich Aufwand und Kosten pro Zelle um rund 5000 EUR reduziert.
Ein durchgängiges System für eine Vielzahl von Aufgaben
Ein anderes Beispiel liefert das amerikanische Chemieunternehmen Air Products, das unter anderem Industrie-, Prozess- und Spezialgase für Industrie und Handel produziert. Mit knapp 20.000 Mitarbeitern in mehr als 30 Ländern und einem Umsatz von 7.7 Mrd. US-Dollar im vergangenen Jahr zählt Air Products zu den großen “Global Players” auf dem Markt.
“Wir konnten den Anforderungen dieses Kunden mit einem maßgeschneiderten TIA-Angebot so gut entsprechen, dass er uns zum bevorzugten Lieferanten für seine weltweiten Aktivitäten wählte”, freut sich Gierse. Auswahlkriterien wie integrierte Sicherheit, Offenheit und Skalierbarkeit könnten von dem Prozessleitsystem PCS7 in Kombination mit dem TIA-Portfolio in beinahe idealer Weise erfüllt werden. Damit sei Air Products weltweit über alle Geschäftsfelder in der Lage, ein durchgängiges System für eine Vielzahl an Aufgaben zu nutzen.
Rolf Froböse | Quelle: Siemens A&D
Weitere Informationen: www.siemens.com
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