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Verbraucher wollen im Jahr 2011 insgesamt gleich viele Kredite zu Konsumzwecken aufnehmen wie in 2010. Starke Verschiebungen gibt es allerdings in den unterschiedlichen Kategorien der zu finanzierenden Konsumgüter. Das besagt der neue Konsumkredit-Index, den der Bankenfachverband heute im Rahmen seiner Jahrespressekonferenz in Frankfurt erstmalig präsentierte. Der Verband, in dem die 55 marktführenden Kreditbanken organisiert sind, hat den Index mit der GfK Finanzmarktforschung entwickelt, um die künftige Nutzung von Konsumkrediten zu prognostizieren. Dazu hat die GfK 2.000 Verbraucher nach ihren Absichten befragt, im laufenden Jahr Konsumgüter anzuschaffen und zu finanzieren.
Stabiles Neugeschäft mit positiver Tendenz
"In 2011 rechnen wir mit einem stabilen Kredit-Neugeschäft, mit leicht positiver Tendenz", sagt Gerd Schumeckers, Vorstandsvorsitzender des Bankenfachverbandes und beschreibt damit das Ergebnis des ersten Konsumkredit-Indexes, dessen aktueller Wert bei 111 Punkten liegt. "Eine steigende Tendenz in der geplanten Kreditnutzung ist ab einem Index-Wert von 125 Punkten gegeben und eine stark steigende Tendenz ab einem Wert von 150 Punkten", erläutert Karsten John, Divison Manager der GfK. Der Gesamtindex berücksichtigt einerseits die Anschaffungsneigung der Verbraucher und andererseits die Tendenz, die geplanten Konsumanschaffungen per Kredit zu finanzieren. Dabei speist sich der Index aus mehreren Teil-Indizes für Konsumgüter wie Autos, Möbel und Haushaltsgeräte.
Mehr Kredite fürs Wohnen
Verbraucher wollen in 2011 vor allem in die Verschönerung der eigenen vier Wände investieren und können sich gut vorstellen, dafür Kredite in Anspruch zunehmen. Der Index-Wert für Haushaltsgroßgeräte liegt bei 154 Punkten und beschreibt damit eine stark steigende Tendenz. Begründet ist dieses Plus in einer leicht zunehmenden Anschaffungsneigung und vor allem in der deutlich wachsenden Absicht, Geräte wie Waschmaschinen oder Kühlschränke per Kredit zu bezahlen.
Ähnliches gilt für Möbel und Küchen. Auch der Index-Wert für Umzüge und Renovierungen bewegt sich mit 143 Punkten auf hohem Niveau. In Unterhaltungselektronik wie HiFi-Geräte und Computer wollen Verbraucher künftig weniger investieren. Mit einem Index-Wert von 61 Punkten gehen sowohl die Anschaffungs- als auch die Finanzierungsneigung zurück. "Spontankäufe könnten hierbei dennoch für eine erhöhte Nachfrage sorgen", erläutert John.
Verbraucher finanzieren eher Gebraucht- als Neuwagen
In 2011 ist mit weniger Neuwagen-Krediten zu rechnen. Der Index-Wert rangiert bei 80 Punkten und ist damit stabil, mit leicht fallender Tendenz. Dies liegt ausschließlich daran, dass die Konsumenten weniger neue Autos anschaffen wollen. Die Bereitschaft, Neuwagen zu finanzieren, bleibt dagegen stabil. Anders verhält es sich bei Gebrauchtwagen. Hier ist die Kaufabsicht der Verbraucher nach wie vor konstant. Die Neigung zur Finanzierung ist dagegen signifikant steigend. Der Index für Gebrauchtwagen kommt damit auf einen Wert von 147 Punkten. Der Bankenfachverband wird den Konsumkredit-Index künftig zwei Mal pro Jahr veröffentlichen, in einer Frühjahrsprognose und einer Herbstprognose. "Der Index kann so auch eine Planungsgröße für Akteure in den Branchen sein, in denen die Konsumfinanzierung eine besondere Rolle spielt", sagt Schumeckers.
Bankenfachverband
Der Bankenfachverband vertritt die Interessen der Kreditbanken in Deutschland. Seine Mitglieder sind die Experten für die Finanzierung von Konsum- und Investitionsgütern wie Kraftfahrzeugen aller Art. Die Kreditbanken haben aktuell mehr als 125 Milliarden Euro an Verbraucher und Unternehmen ausgeliehen und fördern damit Wirtschaft und Konjunktur.
Eine Übersicht zum Konsumkredit-Index erhalten Sie unter:
http://www.presseportal.de/go2/Konsumkredit-Index_1
Eine Druckdatei zum Konsumkredit-Index erhalten Sie unter:
http://www.presseportal.de/go2/Konsumkredit-Index_2
Die komplette Auswertung zum Konsumkredit-Index erhalten Sie
unter: http://www.presseportal.de/go2/Konsumkredit-Index_3
Eine Textfassung dieser Presseinformation erhalten Sie unter:
http://www.bfach.de/bankenfachverband.php/cat/6/aid/1152
Pressekontakt:
Bankenfachverband
Stephan Moll
Referatsleiter Markt und PR
Tel.: 030 2462596-14
stephan.moll@bfach.de
GfK
Markus Schmidt
Senior Research Consultant
Tel.: 0911 3953160
markus.schmidt@gfk.com
Stephan Moll | Quelle: presseportal
Weitere Informationen: www.bfach.de
www.gfk.com
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