Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zusammenarbeit südafrikanischer Finanzinstitute um globaler Regulierung durch Optimierung von Sicherheiten zu entsprechen

31.10.2013
* Einige der größten Finanzinstitute Südafrikas, u.a. Banken, Fondsmanager und die Johannesburg Stock Exchange, sondieren Einsatz eines Service zur Optimierung von Sicherheiten, um eine effiziente Verwaltung von Sicherheiten am südafrikanischen Markt zu ermöglichen. * Angeboten wird der Service vom südafrikanischen Zentralverwahrer Strate in Zusammenarbeit mit Clearstream, dem internationalen Zentralverwahrer (ICSD) und nationalen Zentralverwahrer (CSD). * Mit dem Service soll der Einsatz von Sicherheiten optimiert werden, damit die zunehmenden nationalen und internationalen regulatorischen Anforderungen wie Basel III, Solvency II und Regulation 28 des Pension Funds Act eingehalten werden können.

Clearstream: GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG VON STRATE (SÜDAFRIKA) UND CLEARSTREAM

Der führende afrikanische Zentralverwahrer Strate und Clearstream, der zur Gruppe Deutsche Börse gehörende internationale und nationale Zentralverwahrer, haben heute die Einführung eines zentralisierten Sicherheitenmanagement-Services für den südafrikanischen Finanzmarkt bekannt gegeben. Einige der größten Finanzinstitute Südafrikas - u.a. Banken, eine Reihe von Fondsmanagern und die Johannesburg Stock Exchange (JSE) – haben sich dazu verpflichtet, den Einsatz dieses Dienstes für eine effizientere Verwaltung von Sicherheiten (Collateral) und Minderung operationeller und Kreditrisiken am südafrikanischen Markt zu prüfen.

Die Einführung neuer internationaler Vorschriften wie Basel III und Solvency II, die die Finanzmärkte vor systemischen Risiken schützen sollen, hat Auswirkungen auf die Verfügbarkeit und die Finanzierungskosten von qualitativ hochwertigen liquiden Vermögenswerten (High-Quality Liquid Assets, HQLA). Zudem haben sich die Finanzminister der G20-Staaten ebenfalls dafür ausgesprochen, dass das Clearing sämtlicher standardisierter, außerbörslicher (OTC) Derivate über zentrale Gegenparteien erfolgen soll. Für diesen Vorgang sind Einschusszahlungen an die zentralen Gegenparteien erforderlich – in der Vergangenheit erfolgten diese in bar, eine Ausweitung auf HQLA ist jedoch denkbar. Auch nicht geclearte OTC-Derivate müssen mit Sicherheiten unterlegt werden.

Diese Bestimmungen werden sich mit Sicherheit auch am südafrikanischen Markt bemerkbar machen, da Finanzinstitute mehr aufsichtsrechtliches und Eigenkapital vorhalten und höhere Anforderungen für unbelastete HQLA erfüllen müssen. Die sich aus diesen Änderungen insgesamt ergebenden Folgen, die Notwendigkeit höherer Transparenz und die im Financial Markets Act und in Regulation 28 des Pension Funds Act dargelegten spezifischen rechtlichen und aufsichtsrechtlichen Bestimmungen in Südafrika deuten darauf hin, dass das Thema Sicherheiten in der Branche neu aufgerollt wird.

Als Reaktion darauf haben südafrikanische Finanzinstitute zusammen mit Strate ein „Collateral Management Industry Forum“ ins Leben gerufen, in dessen Rahmen Möglichkeiten zur Optimierung von Sicherheiten am lokalen Markt über den Sicherheitenmanagement-Service von Strate sondiert werden sollen. Der Sicherheitenmanagement-Service wurde ursprünglich von Clearstream entwickelt und wird seit 2011 über ein Outsourcing Marktinfrastrukturen wie Zentralverwahrern außerhalb Europas zur Verfügung gestellt. Neben Südafrika gehören Brasilien und Australien zu den nicht-europäischen Vorreitern dieser Initiative.

Obwohl gewöhnlich Barmittel als Sicherheit hinterlegt werden, prüfen viele südafrikanische Finanzinstitute derzeit den Einsatz von Wertpapieren (Aktien, Anleihen und Geldmarktinstrumente), um ihre aufsichtsrechtlichen Pflichten zu erfüllen. Der Einsatz von Wertpapieren als Sicherheit bringt jedoch gewisse Schwierigkeiten mit sich und der Markt erhofft sich von dem Strate-Dienst eine effizientere und automatische Verwaltung von Sicherheiten.

Anthony van Eden, Strategic Projects Director bei Strate, erklärt, dass am nationalen Markt ein enormes Interesse an diesem Service bestehe. „Neben den genannten Finanzinstituten sind wir zudem mit einer Reihe weiterer Institute im Gespräch, die die Vorteile dieser branchenweiten Initiative klar erkennen und über einen Einführung des Dienstes nachdenken.“

Probleme wie die Fragmentierung des Sicherheitenmarktes und ein knappes oder nicht ausreichendes Angebot an Sicherheiten können durch eine marktübergreifende Optimierung von Sicherheiten weitgehend aus dem Weg geräumt werden – ein Ziel, das der Service verfolgt.

Stefan Lepp, Head of Global Securities Financing und Mitglied des Vorstands von Clearstream sagt: „Wir freuen uns, mit Strate in Südafrika zusammenzuarbeiten, um Finanzinstituten bei der effizienteren Verwaltung ihrer inländischen Sicherheiten zur Seite zu stehen.“ Lepp erklärt, dass eines der vorrangigen strategischen Ziele der Gruppe Deutsche Börse darin bestehe, die Widerstandsfähigkeit der globalen Märkte durch Risiko- und Liquiditätsmanagementlösungen wie den Sicherheitenmanagement Outsourcing-Dienst von Clearstream zu stärken. „Sicherheiten sind mittlerweile Mangelware und qualitativ hochwertige Sicherheiten werden immer teurer. Mit dem Dienst sollen Sicherheitenbestände und das entsprechende Exposure effizienter verwaltet werden, um so den Märkten Zugang zu der dringend benötigten Liquidität zu verschaffen.“

Im Rahmen seines Angebots im Bereich Risiko- und Liquiditätsmanagement hat Clearstream einen Sicherheitenmanagement Outsourcing-Service entwickelt, über den Marktinfrastrukturpartner wie Strate die Sicherheiten ihrer Kunden verwalten können. Die Vermögenswerte verbleiben dabei im Inland und unterliegen damit durchgehend der nationalen Rechtsprechung. So können auch vertragliche Vereinbarungen zwischen dem Partner – in diesem Falle Strate – und seinen inländischen Kunden unverändert aufrechterhalten werden. Die Initiative hat Aufwind bekommen, da sich Finanzinstitute und Nichtfinanzinstitute angesichts der anstehenden regulatorischen Neuerungen gezwungen sehen, ihr Kapitalmanagement zu verbessern.

Clearstream ist der einzige Sicherheitenmanagement-Dienstleister, der nachweislich Sicherheiten in verschiedenen Zeitzonen verwalten kann, ohne dass die Vermögenswerte außerhalb des jeweiligen Landes gehalten werden müssen. Der Sicherheitenmanagement Outsourcing-Service startete im Juli 2011 mit dem brasilianischen Zentralverwahrer Cetip. Im August 2013 folgten die australische ASX Group; der spanische Zentralverwahrer Iberclear und Strate kamen im Oktober 2013 hinzu. Die Singapore Exchange (SGX) hat bereits eine entsprechende Absichtserklärung mit Clearstream unterzeichnet und der kanadische Zentralverwahrer CDS und Clearstream haben angekündigt, dass sie gemeinsam an einer Sicherheitenmanagement-Lösung für den kanadischen Markt arbeiten.

Über Strate

Strate ist als Zentralverwahrer für Südafrika zugelassen und bietet Produkte und Dienstleistungen im Nachhandelsbereich für die Finanzmärkte. Das Unternehmen genießt in Afrika hohes Ansehen als unabhängiger Anbieter innovativer Produkte und Dienstleistungen in Nachhandelsbereich. Strate vereint modernste Technologie, internationale Expertise und globale Best Practice-Standards an den Finanzmärkten.

Strate betreibt die elektronische Abwicklung von Wertpapieren wie Aktien, Anleihen und Derivate, einschließlich Optionsscheine, Exchange Traded Funds (ETFs), Retail Bonds und Indexfonds für die größte Börse Afrikas, die Johannesburg Stock Exchange (JSE), sowie die Abwicklung von Geldmarktinstrumenten für den südafrikanischen Markt sowie für an der Namibian Stock Exchange gehandelte Aktien. Seit kurzem gehören auch Sicherheitenmanagement-Dienste und neue Vermögensdienstleistungen zur Produktpalette. Strate stellt Emittenten Dienstleistungen für ihre Anleger in Zusammenhang mit dem Companies Act von 2008 und dem Financial Markets Act von 2012 zur Verfügung.

Über Clearstream

Clearstream ist der führende internationale Anbieter im Bereich Liquiditäts- und Collateral Management mit über 20 Jahren Erfahrung auf diesem Gebiet.

Als internationaler Zentralverwahrer (ICSD) mit Hauptsitz in Luxemburg stellt Clearstream die Post-Trade-Infrastruktur für den Eurobond-Markt und Dienstleistungen für Wertpapiere von 53 Inlandsmärkten weltweit bereit. Rund 2.500 Finanzinstitute aus über 110 Ländern bilden die Kundenbasis des Unternehmens. Die Dienstleistungspalette umfasst die Emission, Abwicklung und Verwahrung von Wertpapieren sowie die Bereiche Investment Fund Services und Global Securities Financing. Mit einem verwahrten Vermögen von rund 11,7 Billionen € ist Clearstream weltweit einer der größten Abwicklungs- und Verwahrungsdienstleister für in- und ausländische Wertpapiere.

Als Zentralverwahrer (CSD) mit Sitz in Frankfurt stellt Clearstream außerdem die Post-Trade-Infrastruktur für die deutsche Wertpapierbranche bereit und bietet dabei Zugang zu einer Vielzahl europäischer Märkte.

Media Relations | Gruppe Deutsche Börse
Weitere Informationen:
http://www.deutsche-boerse.com
http://www.strate.co.za
http://www.clearstream.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index weiter aufwärts gerichtet
23.03.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht RWI erhöht Konjunkturprognose für 2017 leicht auf 1,3 Prozent
15.03.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

Zweites Symposium 4SMARTS zeigt Potenziale aktiver, intelligenter und adaptiver Systeme

27.03.2017 | Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fließender Übergang zwischen Design und Simulation

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Industrial Data Space macht neue Geschäftsmodelle möglich

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Neue Sicherheitstechnik ermöglicht Teamarbeit

27.03.2017 | HANNOVER MESSE