Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wirtschaftskrise lässt Ölnachfrage schrumpfen

11.02.2009
Industrielle Aktivität verlangsamt sich - Preisentwicklung ungewiss

Der weltweite Wirtschaftsabschwung sowie geringe Produktionsmargen haben dazu geführt, dass die Ölnachfrage drastisch eingebrochen ist und auch künftig weiter nachgeben wird.

Heute, Mittwoch, bekannt gegebene Schätzungen der Internationalen Energieagentur (IEA) gehen davon aus, dass die Ölnachfrage in diesem Jahr um 980.000 Barrel (159 Liter) pro Tag auf 84,7 Mio. Barrel fällt. Zuvor waren die Experten der IEA noch davon ausgegangen, dass der tägliche Rückgang weltweit "nur" 500.000 Barrel betragen wird.

"Vor allem in den USA wird wegen der allgemeinen Wirtschaftskrise und der Zurückhaltung der Verbraucher weniger konsumiert. So sinkt insbesondere der Benzinverbrauch in den USA aufgrund der Krise der Automobilindustrie", meint Ehsan Ul-Haq, Energiefachmann sowie Head of Research beim Energieberatungsunternehmen JBC Energy http://www.jbcenergy.com , auf Nachfrage von pressetext. Stimmen die IEA-Schätzungen, dann wäre die Nachfrage damit 1,4 Mio. Barrel pro Tag niedriger als im Vorjahr. Die volatile Ölnachfrage hatte im vergangenen Geschäftsjahr 2008 zu einer preisbedingten Berg- und Talfahrt geführt (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=080923021). So stieg der Ölpreis im Juli 2008 pro Barrel auf 147,27 Dollar an. Seitdem ist er wegen der gesunkenen Nachfrage auf unter 38 Dollar eingebrochen.

"Um die Nachfrage nach Öl wieder anzukurbeln, kommt es unter normalen Umständen dazu, dass der Preis fällt. Da dieser aber bereits auf einem sehr niedrigen Niveau steht, rechne ich - wenn überhaupt - mit weiteren Preisnachlässen vor allem in den Entwicklungsländern", sagt Ul-Haq im pressetext-Gespräch. Die IEA begründet ihre geänderten Marktprognosen mit den ebenfalls nach unten korrigierten Zahlen des Internationalen Währungsfonds. Dieser geht für 2009 nur noch von einem weltweiten Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent aus. Laut der IEA unterstreichen die kontinuierlichen Korrekturen der vergangenen Wochen und Monate die immense Schwäche der Weltwirtschaft. Die Verlangsamung der industriellen Aktivität und des Konsums seien "unvermeidbare Folgen der Kernschmelze im Finanzsystem", so die IEA.

"Vor allem die Preise sind derzeit wie eine Black Box und aufgrund der volatilen Marktlage sehr schwer vorherzusagen", erklärt Ul-Haq. Angesichts des wirtschaftlichen Abschwungs warnen die IEA-Experten davor, dass die Industrienationen nun gezwungen sein könnten, die Vorräte der OECD noch stärker anzuzapfen. Diese lagen Ende Dezember noch bei 57 Tagen. Wenn es der OPEC nun gelänge, die kürzlich beschlossene Kürzung der Förderung in die Tat umzusetzen, könnte das Angebot rund 1,5 Mio. Barrel pro Tag unter der für 2009 erwarteten Nachfrage für das in diesen Ländern produzierte Öl liegen.

Florian Fügemann | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.iea.org

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index erreicht neuen Höchstwert
22.08.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Arbeitslosigkeit sinkt verhaltener
27.07.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Platz 2 für Helikopter-Designstudie aus Stade - Carbontechnologie-Studenten der PFH erfolgreich

Bereits lange vor dem Studienabschluss haben vier Studenten des PFH Hansecampus Stade ihr ingenieurwissenschaftliches Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Malte Blask, Hagen Hagens, Nick Neubert und Rouven Weg haben bei einem internationalen Wettbewerb der American Helicopter Society (AHS International) den zweiten Platz belegt. Ihre Aufgabe war es, eine Designstudie für ein helikopterähnliches Fluggerät zu entwickeln, das 24 Stunden an einem Punkt in der Luft fliegen kann.

Die vier Kommilitonen sind im Studiengang Verbundwerkstoffe/Composites am Hansecampus Stade der PFH Private Hochschule Göttingen eingeschrieben. Seit elf...

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Zukunft des Leichtbaus: Mehr als nur Material einsparen

23.08.2017 | Veranstaltungen

Logistikmanagement-Konferenz 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Spot auf die Maschinerie des Lebens

23.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die Sonne: Motor des Erdklimas

23.08.2017 | Physik Astronomie

Entfesselte Magnetkraft

23.08.2017 | Physik Astronomie