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Wirtschaftskrise und (k)ein Ende?

17.05.2010
Professor Tom Krebs von der Universität Mannheim koordiniert DFG-Schwerpunktprogramm zum Thema „Gesamtwirtschaftliche Auswirkungen von Finanzmarktkrisen“

Wie ist die Finanz- und Wirtschaftskrise entstanden und was kann getan werden, damit sich diese Entwicklung nicht wiederholt? Diese Fragestellung wird Professor Tom Krebs, Volkswirtschaftler an der Universität Mannheim gemeinsam mit Kollegen anderer Hochschulen wissenschaftlich untersuchen.

Unterstützung bekommt er hierbei durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). Diese hat das von Krebs koordinierte Projekt mit dem Titel „Gesamtwirtschaftliche Auswirkungen von Finanzmarktkrisen“ als eines von bundesweit 13 Schwerpunktprogrammen eingerichtet, die in den nächsten drei Jahren mit jeweils mehreren Millionen Euro gefördert werden. „Das Thema wird in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren vorherrschend sein in Wissenschaft und Gesellschaft“, so Prof. Tom Krebs. „Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Finanzkrise betreffen praktisch jeden, allein wenn man an den Arbeitsmarkt denkt.“

Das Programm beschäftigt sich mit den Ursachen der Finanzkrise und deren realwirtschaftlichen Auswirkungen. Die zentralen Forschungsfragen lauten: Wie kann der Finanzmarkt reguliert und stabilisiert werden, ohne dass auf lange Sicht das wirtschaftliche Wachstum beeinträchtigt wird? In welcher Form ist eine Regulierung des Bankensektors möglich, ohne dass das Finanzsystem auseinanderbricht? Und welche Art von Geld- und Finanzpolitik ist am effektivsten, wenn es darum geht, eine schwere Rezession, die durch eine Finanzkrise ausgelöst wurde, zu bekämpfen?

Besonderes Kennzeichen der DFG-Schwerpunktprogramme ist die überregionale Kooperation der teilnehmenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. So werden im von Prof. Krebs koordinierten Programm u.a. Wissenschaftler aus Konstanz, Dortmund, Tübingen, München, Frankfurt und Bonn forschen. Für das Projekt wurden 4,5 Millionen Euro innerhalb einer dreijährigen Laufzeit beantragt. Über die genaue Höhe der Förderung entscheidet die DFG in den kommenden Monaten. Für alle 13 von der DFG eingerichteten Programme stehen für die ersten drei Jahre insgesamt rund 73 Millionen Euro zur Verfügung.

Kontakt:

Prof. Tom Krebs, Ph.D.
Lehrstuhl für Makroökonomik
Universität Mannheim
Tel: 0621 / 181-1851
E-Mail: tkrebs[at]econ.uni-mannheim.de

Achim Fischer | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-mannheim.de

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