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Windkraftbranche will wieder durchstarten

10.08.2009
Milliarden-Finanzspritzen sollen Märkte weltweit beleben

Die Aufbruchsstimmung an den Weltmärkten hat auch die Windkraftbranche erfasst.

Nachdem der Sektor unter die Räder der Wirtschaftskrise gekommen war, steht nun ein Neustart auf dem Programm. So wollen die Alternativ-Energien-Weltmarktführer China und Deutschland den Ausbau von Windenergieanlagen massiv ankurbeln.

Spätestens 2010 dürfte die Branche daher wieder zu starken Wachstumsraten zurückkehren. Dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau zufolge soll der Weltmarkt im kommenden Jahr um bis zu zehn Prozent wachsen. In China regen Mrd.-schwere Förderungen im Bereich regenerative Energien die Märkte auch 2009 zu deutlichen Steigerungen an. Hierzulande geht der Bundesverband Windenergie (BWE) davon aus, dass Windenergie "bei optimalen Bedingungen" bis 2020 sogar die Hälfte des gesamten Stromverbrauchs liefern könnte.

Bis Ende 2010 will China - nach den USA der zweitgrößte Energieverbraucher der Welt - rund 15 Prozent des im Vorjahr angekündigten 400 Mrd. Euro schweren Konjunkturpakets in den Klima- und Umweltschutz investieren. Darüber hinaus hatte die Volksrepublik bereits im Frühjahr ein Paket für den Bereich Erneuerbare Energien geschnürt, wonach dem Sektor bis 2020 rund 440 Mrd. Dollar zufließen sollen (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/090608014/).

Neben den chinesischen Solarunternehmen zählen Windanlagenbauer zu den voraussichtlich größten Profiteuren. Noch in dieser Woche wird etwa mit dem Bau einer 100-Gigawatt-Anlage (GW) in der nordwestlichen Provinz Gansu begonnen, die bis 2015 fertiggestellt sein soll. Für Unkosten von rund 17,5 Mrd. Dollar leistet sich die Volksrepublik damit ihre bislang größte Windkraftanlage. Deutschlandweit sind im Vergleich dazu derzeit knapp 25 GW Leistung aus Windenergie installiert.

Aufgrund der Finanzkrise schreibt die Windkraftbranche in diesem Jahr eine weltweit durchwachsene Bilanz. So soll etwa der US-Markt um bis zu 30 Prozent schrumpfen, wobei die hierzulande produzierenden Unternehmen zu 80 Prozent auf Exporte angewiesen sind.

Verschiedene europäische Länder weisen hingegen ein leichtes Wachstum auf. Um bis 2020 knapp 50 Prozent Windstrom in das deutsche Netz zu bringen, ist dem BWE zufolge ein starkes finanzielles und politisches Engagement erforderlich. Das Ziel würde die bisherigen Pläne der Bundesregierung etwa verdreifachen. Dafür müsste der gesamte Windpark erneuert werden, wird BWE-Präsident Hermann Albers von der Berliner Zeitung zitiert. Zudem seien die Bundesländer gefragt, zumindest ein Prozent ihrer Flächen für Anlagen freizugeben. Da dies bisher nur in Nord- und Ostdeutschland der Fall sei, müssten in erster Linie die südlichen Länder mehr Engagement zeigen.

Manuel Haglmüller | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.vdma.org

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