Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wert fest „im grünen Bereich“ - IMK-Konjunkturindikator: Rezessionsgefahr sinkt auf nur 5,1 Prozent

14.09.2017

Der weitere Aufschwung der deutschen Wirtschaft ist unangefochten, ein konjunktureller Einbruch in nächster Zeit kein Thema. Das Risiko, dass Deutschland in den kommenden Monaten in eine Rezession gerät, hat zuletzt erneut spürbar abgenommen. Das zeigt der Konjunkturindikator des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung

Für den Zeitraum von September bis Ende November 2017 weist das Frühwarninstrument, das die aktuellsten verfügbaren Daten über die Wirtschaftslage bündelt, eine mittlere Rezessionswahrscheinlichkeit von lediglich 5,1 Prozent aus.


Im August hatte sie bei 12,7 Prozent gelegen. Bei Werten unter 30 Prozent besteht keine Rezessionsgefahr, der nach dem Ampelsystem arbeitende Indikator ist also fest im „grünen Bereich“ verankert.

Die verringerte Krisenwahrscheinlichkeit erklärt das IMK vor allem mit positiven Signalen von den Finanzmärkten: Zum einen war die Volatilität der Aktienmärkte im August außerordentlich gering. Zum anderen ist die Zinsdifferenz zwischen Unternehmens- und Staatsanleihen, der sogenannte Spread, weiter gesunken. Dieser Trend setzt sich seit rund anderthalb Jahren fort.

Bei einem geringen Spread finden Unternehmen ein sehr günstiges Finanzierungsumfeld vor. Gleichzeitig sind Stimmungsindikatoren und realwirtschaftliche Größen wie die Auftragseingänge auf „hohem Niveau“ stabil geblieben, so IMK-Experte Dr. Thomas Theobald.

Der neue Indikatorwert stütze die Erwartung, dass sich der Aufschwung weiter fortsetzt, ohne dass die Gefahr konjunktureller Überhitzung besteht. Das IMK legt seine neue Konjunkturprognose Anfang Oktober vor.

In den IMK-Konjunkturindikator fließen zahlreiche Daten aus der Real- und der Finanzwirtschaft ein. Darüber hinaus berücksichtigt das Instrument Stimmungsindikatoren.

Das IMK nutzt dabei die Industrieproduktion als Referenzwert für eine Rezession, weil diese rascher auf einen Nachfrageeinbruch reagiert als das Bruttoinlandsprodukt (BIP).

Das Frühwarnsystem signalisiert eine Rezession, wenn die Industrieproduktion über fünf Monate um mindestens ein Prozent schrumpft.

Der IMK-Konjunkturindikator wird monatlich aktualisiert.

Kontakt in der Hans-Böckler-Stiftung

Dr. Thomas Theobald
IMK
Tel.: 0211-7778-215
E-Mail: Thomas-Theobald@boeckler.de

Rainer Jung
Leiter Pressestelle
Tel.: 0211-7778-150
E-Mail: Rainer-Jung@boeckler.de

Weitere Informationen:

http://www.boeckler.de/imk_38710.htm - Zum IMK-Konjunkturindikator

Rainer Jung | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht Konjunkturprognose: Deutsche Wirtschaft nähert sich der Hochkonjunktur
07.09.2017 | Institut für Weltwirtschaft (IfW)

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index erreicht neuen Höchstwert
22.08.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantensensoren entschlüsseln magnetische Ordnung in neuartigem Halbleitermaterial

Physiker konnte erstmals eine spiralförmige magnetische Ordnung in einem multiferroischen Material abbilden. Diese gelten als vielversprechende Kandidaten für zukünftige Datenspeicher. Der Nachweis gelang den Forschern mit selbst entwickelten Quantensensoren, die elektromagnetische Felder im Nanometerbereich analysieren können und an der Universität Basel entwickelt wurden. Die Ergebnisse von Wissenschaftlern des Departements Physik und des Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel sowie der Universität Montpellier und Forschern der Universität Paris-Saclay wurden in der Zeitschrift «Nature» veröffentlicht.

Multiferroika sind Materialien, die gleichzeitig auf elektrische wie auch auf magnetische Felder reagieren. Die beiden Eigenschaften kommen für gewöhnlich...

Im Focus: Quantum Sensors Decipher Magnetic Ordering in a New Semiconducting Material

For the first time, physicists have successfully imaged spiral magnetic ordering in a multiferroic material. These materials are considered highly promising candidates for future data storage media. The researchers were able to prove their findings using unique quantum sensors that were developed at Basel University and that can analyze electromagnetic fields on the nanometer scale. The results – obtained by scientists from the University of Basel’s Department of Physics, the Swiss Nanoscience Institute, the University of Montpellier and several laboratories from University Paris-Saclay – were recently published in the journal Nature.

Multiferroics are materials that simultaneously react to electric and magnetic fields. These two properties are rarely found together, and their combined...

Im Focus: Einfach, schnell und standardisiert: Automatisiertes Wirkstoffscreening

MBM ScienceBridge GmbH vermittelt Lizenzvertrag zwischen der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und dem Hamburger Biotech-Unternehmen Tissue Systems Holding GmbH über die kommerzielle Nutzung einer neuen Züchtungsvorrichtung zur standardisierten Herstellung von Herzmuskelgeweben für die Verwendung beim automatisierten Wirkstoffscreening.

MBM ScienceBridge GmbH vermittelt Lizenzvertrag zwischen der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und dem Hamburger Biotech-Unternehmen Tissue Systems Holding...

Im Focus: Fast, convenient & standardized: New lab innovation for automated tissue engineering & drug

MBM ScienceBridge GmbH successfully negotiated a license agreement between University Medical Center Göttingen (UMG) and the biotech company Tissue Systems Holding GmbH about commercial use of a multi-well tissue plate for automated and reliable tissue engineering & drug testing.

MBM ScienceBridge GmbH successfully negotiated a license agreement between University Medical Center Göttingen (UMG) and the biotech company Tissue Systems...

Im Focus: Der Strahl, der unsichtbar macht

Eine neue Tarnkappen-Technologie wurde an der TU Wien entwickelt: Ein spezielles Material wird von oben so bestrahlt, dass es einen seitlich ankommenden Lichtstrahl ungestört passieren lässt.

Wie macht man Materialien unsichtbar? Ein Forschungsteam der TU Wien hat mit Unterstützung aus Griechenland und den USA einen neuen Ansatz für...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

3. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

13.09.2017 | Veranstaltungen

Der Kosmos auf allen Skalen

13.09.2017 | Veranstaltungen

Innovative Forschungstrends in der computer- und roboterassistierten Chirurgie

12.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Polymerbasierter Leichtbau – energieeffizient gehärtet und funktional bedruckt

14.09.2017 | Messenachrichten

Arktisches Meereis erneut stark abgeschmolzen

14.09.2017 | Geowissenschaften

KATWARN warnt auch in Fremdsprachen

14.09.2017 | Informationstechnologie