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Weltwirtschaft: China und Indien hängen USA ab

21.12.2011
Schwellenländer auf dem Vormarsch - Deutschland Treiber in Europa

In der Vertrauensrangliste internationaler Investoren stehen China, Indien und Brasilien ganz oben. Damit haben die Länder die USA als attraktives Investitionsziel hinter sich gelassen.

Deutschland konnte sich als ein wesentlicher Treiber der europäischen Wirtschaft behaupten. Die Bundesrepublik liegt nahezu gleichauf mit den USA auf Platz fünf. Zu diesen Ergebnissen kommt der aktuelle Foreign Direct Investment Confidence Index der globalen Unternehmensberatung A.T. Kearney http://atkearney.com .

Schuldenkrise belastet EU-Länder
Die Rangliste basiert auf einer regelmäßigen Befragung von Vorständen und Top-Managern der 1.000 weltweit größten Unternehmen zu ihren Investitionsplänen. Auch wenn Deutschland einen guten Platz ergattern konnte, so hat die Schuldenkrise jedoch das weltweite Ansehen Europas als Investitionsstandort schwer belastet. "Die Kräfte der Weltwirtschaft werden weiter umverteilt. Deutschland behauptet sich in diesem weltweiten Spiel weiterhin sehr gut", so Martin Sonnenschein, Partner und Managing Director Central Europe bei A.T. Kearney.

"Der Ruf Deutschlands als Wirtschafts- und Investitionsstandort ist bei den weltweit größten Unternehmen weiterhin ganz ausgezeichnet", sagt Sonnenschein. "Es ist in der Tat so, dass sich ein Paradigmenwechsel vollzieht, indem sich die Wirtschaftskräfte von West nach Ost umverteilen", sagt A.T. Kearney-Sprecherin Stefanie Hauck gegenüber pressetext. Die Geldströme ausländischer Direktinvestitionen werden immer mehr von etablierten Industrienationen in aufkommende Wirtschaftsnationen umgeleitet.

Europa und USA keine Stabilitäts-Bastionen
Die größten Sprünge machten Singapur von Rang 24 auf 7, Indonesien von Rang 20 auf 9, Malaysia von Rang 21 auf 10 und die Türkei von Rang 23 auf 13. In Summe sind bereits mehr als die Hälfte der im Index aufgeführten Länder keine etablierten Industrienationen mehr. Bei Investitionen in diesen aufstrebenden Märkten geht es jedoch immer weniger um billige Produktionsstätten. Vielmehr zielen global agierende Unternehmen mit ihren Investitionen vor allem auch darauf ab, neue Absatzmärkte zu erschließen.

Die Schuldenkrise Europas, die Unruhen in der arabischen Welt sowie die unsichere Entwicklung der US-Wirtschaft haben sich negativ auf die Investitionsfreude der Unternehmen ausgewirkt. "Die größte Sorge der Führungskräfte sind jedoch regulatorische Eingriffe von Regierungen, die mit protektionistischen Maßnahmen versuchen, die eigene Wirtschaft zu schützen. Die Sorge über Beschränkungen eines Handels hat nicht nachgelassen", sagt Sonnenschein. "Vor allem auf Europa lastet die Schuldenkrise. Die Regierungen dürfen sich jedoch nicht dazu verleiten lassen, in wirtschaftlicher Hinsicht eine destruktive Rolle zu spielen." Die USA und Europa seien keine "Bastionen der Stabilität" mehr.

Oranus Mahmoodi | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.atkearney.com

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