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Das Vertrauen europäischer Unternehmen in China ist ungebrochen

17.07.2009
Geschäftsklimaindex 2009 von Industrie- und Handelskammer der Europäischen Union in China und Roland Berger Strategy Consultants

- 98% der zum Geschäftsklima befragten Unternehmen gaben an, dass ihr Geschäft in China die globale Wirtschaftskrise zu spüren bekommt; 71% fanden, die chinesische Wirtschaft erweise sich als widerstandsfähiger als der europäische und andere traditionell robuste Märkte, in denen die Mitglieder der Industrie- und Handelskammer der Europäischen Union ihren Hauptsitz haben

- Für etwa 37% der Unternehmen hat die Bedeutung des chinesischen Markts zugenommen, und nur für 3% spielt China im Rahmen ihrer Gesamtstrategie eine weniger wichtige Rolle; 36% sahen keine wesentliche Veränderung

- 78% der Unternehmen glauben nicht, dass China die Welt in naher Zukunft auf den Weg der wirtschaftlichen Erholung führen kann. 48% sehen China zwar langfristig als Motor des globalen Wachstums, jedoch nicht in naher Zukunft

- Nur 13% der Unternehmen halten das derzeit umgesetzte Konjunkturpaket für ausreichend, um die langfristige Gesundheit der Wirtschaft zu sichern. 62% räumen ein, dass das Konjunkturpaket eine wichtige Rolle spielt, halten aber weitere Maßnahmen für notwendig, um den Aufschwung in Gang zu bringen

- Mehr als 50% der Unternehmen betrachten die Förderung des freien Wettbewerbs und das Zerschlagen bestehender Monopole als die wichtigsten Maßnahmen zur Stabilisierung des Wachstums in den kommenden Jahren.

Die Industrie- und Handelskammer der Europäischen Union in China hat ihren sechsten jährlichen Geschäftsklimaindex vorgestellt, den sie gemeinsam mit Roland Berger Strategy Consultants veröffentlicht.

Anhand der Angaben von über 300 in China tätigen europäischen Unternehmen stellt die Erhebung zum Geschäftsklimaindex 2009 eine Gemeinschaft europäischer Unternehmer vor, die ihr Engagement in China in den meisten Branchen nach wie vor optimistisch sehen. Und wichtiger noch, die auch bereit sind, ihr Vertrauen in China mit Investitionen in die lokale Wirtschaft zu untermauern, sofern die chinesische Regierung sich um ein freies, faires und vom Wettbewerb geprägtes Marktumfelds bemüht. Die Erhebung 2009 zeigt, dass die Finanzkrise praktisch an keinem der europäischen Unternehmen in China spurlos vorübergegangen ist. Aber der Einfluss auf das Chinageschäft wurde zumeist von den Einbrüchen auf den Heimatmärkten in den Schatten gestellt, die von der Krise sehr viel stärker betroffen sind. Die Unternehmen richten daher ihre globalen Strategien neu aus - und dabei gewinnt China an Bedeutung.

Europäische Unternehmen bauen ihr Engagement in China weiter aus und entwickeln Investitionsstrategien und Expansionspläne. Ziel ist, sich möglichst vorteilhaft zu positionieren, um am zukünftigen Erfolg teilzuhaben. Trotz der Krise plant nur weniger als ein Drittel der befragten Unternehmen, Investitionsvorhaben in China einzuschränken oder zu verschieben. Das unterstreicht das Vertrauen der europäischen Unternehmer in Chinas Potenzial. Die europäischen Unternehmen sind zwar im Großen und Ganzen optimistisch, mahnen aber auch an, es müsse noch mehr getan werden, um die chinesische Wirtschaft einen wesentlichen Schritt voranzubringen.

Joerg Wuttke, Präsident der Industrie- und Handelskammer der Europäischen Union, sagte: "Unsere Mitglieder begrüßen das Konjunkturpaket und die Bemühungen der chinesischen Regierung, das Wachstum zu festigen. Aber sie sind auch überzeugt, dass noch nicht genug getan wurde, damit die chinesische Wirtschaft ihr volles Potenzial entfalten kann. Sie nennen die Förderung des freien Wettbewerbs und das Zerschlagen bestehender Monopole als wichtigste Maßnahmen zur Stabilisierung des Wachstums und warnen weiterhin vor protektionistischen Reaktionen, die Chinas Entwicklung bremsen könnten. Die Handelskammer möchte nicht, dass europäische Unternehmen bevorzugt behandelt werden. Wir plädieren für gleiche Chancen für alle in China tätigen Unternehmen."

Charles-Edouard Bouée, Regional Coordinator, Asia/President & Managing Partner von Roland Berger Strategy Consultants Greater China, sagte: "Wir sehen derzeit positive Anzeichen für eine Erholung, aber es liegen noch große Herausforderungen vor uns. Die Finanzkrise hat gezeigt, wie wichtig die Strukturreform für das Wachstum Chinas in den kommenden 30 Jahren ist. Die diesjährige Erhebung zum Geschäftsklimaindex bestätigt einmal mehr, dass China für europäische Unternehmen heute ein wichtiger Markt ist und es in einer immer stärker vernetzten Welt auch in Zukunft bleiben wird. Es ist deshalb von grundlegender Bedeutung, die Entwicklung dieses Marktes zu verstehen und sich darauf vorzubereiten, die Chancen der Zukunft voll auszuschöpfen."

Die Industrie- und Handelskammer der EU legt den Geschäftsklimaindex 2009 der Regierung und den Aufsichtsbehörden in China vor. Er geht auch an die Europäische Kommission und die Regierungen der EU-Mitgliedstaaten sowie an ein breites Spektrum an Organisationen und Unternehmen in China und Europa.

Das Kernergebnisse der Studie können Sie kostenfrei herunterladen unter: www.rolandberger.com/pressreleases

Roland Berger Strategy Consultants, 1967 gegründet, ist eine der weltweit führenden Strategieberatungen. Mit 36 Büros in 25 Ländern ist das Unternehmen erfolgreich auf dem Weltmarkt aktiv. 2.100 Mitarbeiter haben im Jahr 2008 einen Honorarumsatz von mehr als 670 Mio. Euro erwirtschaftet. Die Strategieberatung ist eine unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von rund 180 Partnern.

Susanne Hoffmann | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.europeanchamber.com.cn
http://www.rolandberger.com

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