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Steigende Fördermittel für den innovativen Mittelstand

03.09.2008
Jahresbericht 2007 der AiF

"Die Aufstockung der Mittel für die Technologieförderung gibt der Innovationsfähigkeit des Mittelstandes nachhaltige Impulse und löst komplementäre Investitionen in Forschung und Entwicklung auf Seiten der Industrie aus. Es handelt sich um eine Investition in die Zukunft unseres Landes, denn der Mittelstand ist die Jobmaschine unserer Volkswirtschaft."

Mit diesen Worten kommentierte AiF-Präsident Dr. Thomas Gräbener das Erscheinen des Jahresberichtes 2007 der AiF. Der Bericht gibt einen Überblick über die Weiterentwicklung der Förderprogramme, die die AiF entweder als Partner des Bundes - bei der industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) und deren Varianten - oder als Projektträger verschiedener Ministerien betreut. Da auch Deutschland das in Lissabon vereinbarte Ziel der europäischen Staaten verfolgt, bis zum Jahr 2010 drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes für Forschung und Entwicklung aufzuwenden, sind die über die AiF eingesetzten Fördermittel des Bundes im Berichtsjahr erfreulich angewachsen. Insgesamt erhöhte sich diese Summe 2007 von 261,7 Mio. Euro im Vorjahr auf 313,6 Mio. Euro. Der Zuwachs, der alle von der AiF betreuten Fördermaßnahmen betraf, belief sich somit auf rund 20 Prozent.

112 Mio. Euro aus dem Haushalt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) flossen 2007 für Vorhaben der IGF. Damit fördert das BMWi mit der AiF als Partner in insgesamt 471 neu gestarteten und 944 weitergeführten Projekten die Wettbewerbsfähigkeit ganzer Branchen. Im Berichtsjahr konnte die IGF durch eine enger werdende Zusammenarbeit von Deutscher Forschungsgemeinschaft und AiF noch besser mit Vorhaben der Grundlagenforschung verknüpft werden. Die internationale Dimension der IGF wird durch das von der AiF koordinierte EU-Projekt CORNET verstärkt, das im März 2008 in die zweite Förderrunde gegangen ist.

Im Programm PRO INNO II, für das die AiF als beliehener Projektträger des BMWi tätig ist, konnten 1.871 Förderanträge bewilligt werden. 167,5 Mio. Euro Fördermittel standen im Berichtsjahr für dieses Programm zur Verfügung, mit dem das BMWi kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zu Forschungskooperationen mit anderen Unternehmen und mit Forschungseinrichtungen anregen will. Dem Programm bescheinigt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) in seinem ersten Innovationsreport, der auf mehr als 10.000 Beratungsgesprächen der Innovations- und Technologieberater aus 80 Industrie- und Handelskammern basiert, dass KMU die Antragstellung als vergleichsweise einfach und den Nutzen aus der Teilnahme als hoch einschätzen.

Im Förderwettbewerb Netzwerkmanagement-Ost (NEMO) wurde die Bildung innovativer Netzwerke von KMU und Forschungseinrichtungen in den neuen Ländern im Berichtsjahr mit 7,2 Mio. Euro vom BMWi unterstützt. Eine im Jahr 2007 vorgelegte Untersuchung des RKW-Kompetenzzentrums hat die Zweckmäßigkeit und den Bedarf für eine bundesweite Fortsetzung des NEMO-Modellversuchs bestätigt. Die Förderansätze der Programme PRO INNO II und NEMO werden im Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) weitergeführt, mit dem das BMWi seine direkte Förderung von Forschung und Entwicklung mittelständischer Unternehmen im Juli 2008 reformiert und neu strukturiert hat.

Die Aufstockung der Fördermittel des Bundes für die von der AiF betreuten Maßnahmen ist bei der Förderung der Fachhochschulforschung besonders bemerkenswert. Hier stiegen die Mittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) von 15 Mio. Euro im Jahr 2006 auf knapp 27 Mio. Euro im Jahr 2007 an. Die Förderung dient mittlerweile drei unterschiedlichen Zielen, die sich in den Förderlinien des Programms widerspiegeln: der Intensivierung und Beschleunigung des Wissens- und Technologietransfers zwischen Fachhochschulen und insbesondere mittelständischen Unternehmen (FHprofUnd), der forschungsnahen Qualifizierung von Studierenden und Mitarbeitern (IngNW) sowie der stärkeren Beteiligung der Fachhochschulen an den technologieorientierten Fachprogrammen des BMBF (Profil NT).

Bei der Suche nach ausländischen Kooperationspartnern hilft die AiF den Unternehmen im Auftrag des BMWi mit dem "Netzwerk Internationale Technologiekooperation" (intec.net) und seinen 15 Kontaktstellen in Ländern Mittel- und Osteuropas, in China und in Indien. Die intec.net-Kontaktbüros in Kiew (Ukraine), Warschau (Polen), Minsk (Belarus), Budapest (Ungarn) und Bratislava (Slowakei) konnten im Berichtsjahr ihr zehnjähriges Bestehen feiern. Im Jahr 2007 fanden 18 Veranstaltungen in den Sitzländern der Kontaktbüros statt, an denen aus Deutschland 220 Vertreter insbesondere der mittelständischen Wirtschaft teilnahmen. Sie konnten dabei über 1.500 Kooperationsgespräche führen. Nach Einschätzung der deutschen Teilnehmer zeigten sich bei rund einem Drittel der Kontakte Ansätze für künftige Kooperationen.

Im ersten Teil des Jahresberichtes finden sich Erfolgsbeispiele aus verschiedenen von der AiF betreuten Programmen. Unter der Überschrift "Verschiedene Wege - ein Ziel: Unternehmenskooperation im Netzwerk der AiF" zeigen sie, welche Möglichkeiten der aktiven Mitarbeit Unternehmen in den unterschiedlichen Programmen haben und welchen Nutzen sie daraus ziehen können, um ihre Position am Markt zu stärken. Der Jahresbericht kann kostenlos über den Menüpunkt "Publikationen" der AiF-Homepage unter www.aif.de heruntergeladen oder bestellt werden.

Die AiF fördert Forschung und Entwicklung zu Gunsten mittelständischer Unternehmen. Als Träger der industriellen Gemeinschaftsforschung und weiterer Förderprogramme der öffentlichen Hand bietet sie praxisnahe Innovationsberatung.

Presse:
AiF, Alexandra Dick, E-Mail: oea@aif.de, Tel.: 0221 37680-15

Alexandra Dick | idw
Weitere Informationen:
http://www.aif.de

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