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Sonderfonds Runder Tisch / Beratung für Unternehmen in der Krise

09.03.2010
  • 3 Millionen EUR zusätzliche Mittel des BMWI helfen vielen Unternehmen
  • Insgesamt stehen für 2010 5,9 Millionen EUR zur Verfügung
  • Erhöhte Nachfrage erwartet

Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat nicht nur viele große, sondern auch zahlreiche kleine und mittelständische Unternehmen getroffen: Aufträge wurden storniert oder blieben aus, die Finanzierungsbedingungen sind schwieriger geworden. Auch wenn sich mittlerweile wieder erste Anzeichen einer konjunkturellen Stabilisierung zeigen: Nach dem Motto "Augen zu und durch" werden viele kleine und mittlere Unternehmen die Auswirkungen der aktuellen Krise nicht bewältigen können. Notwendig sind jetzt vielmehr die vorbehaltlose Identifizierung der eigenen Stärken und Schwächen sowie die Entwicklung zielgerichteter Maßnahmen, die den Weg in eine erfolgreiche Unternehmenszukunft weisen.

Eine aussagekräftige und ehrliche Schwachstellenanalyse lässt sich am besten mit externer Hilfe erstellen - zum Beispiel über das KfW-Beratungsangebot "Runder Tisch". Dieses Angebot ist im Rahmen der Konjunkturpakete der Bundesregierung deutlich aufgestockt worden - allein für 2010 hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) im Rahmen des sogenannten Sonderfonds "Runder Tisch" zusätzlich bis zu 3,0 Mio. EUR zur Verfügung gestellt, insgesamt stehen nun bis zu 5,9 Mio. EUR zur Verfügung.

Bereits im vergangenen Jahr konnte die Anzahl der Beratungen mit Hilfe des Sonderfonds "Runder Tisch" um über 30 % gesteigert werden: über 3.000 mittelständische Unternehmen nutzten die kostenlose Beratung durch einen externen Experten. "Durch die Krise und die damit verbundenen schlechteren Finanzierungsbedingungen haben viele Unternehmen ihr Eigenkapital aufgebraucht, die schlechte Auftragslage führt dann schnell in eine Schieflage. Deshalb ist es wichtig, dass wir auch im laufenden Jahr zusätzliche Mittel für diese Krisenhilfe haben, zumal wir von einer Zunahme der Nachfrage ausgehen", sagt Dr. Ullrich Schröder, Vorstandsvorsitzender der KfW Bankengruppe.

Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle pflichtet bei: "Durch die Aufstockung können jetzt alle an dem Beratungsprogramm interessierte Kammern die Maßnahme anbieten. So konnten inzwischen rd. 30 weitere Kammern, die bisher die "Runden Tische" nicht anbieten konnten, gewonnen werden. Mit knapp 130 Anlaufstellen stehen jetzt bundesweit kompetente Regionalpartner für die Unternehmen bereit.

Denn schnelle und unbürokratische Unterstützung vor Ort ist für die gefährdeten Unternehmen in dem schwierigen konjunkturellen Umfeld besonders wichtig."

Ziel des "Runden Tisches" ist es, Transparenz über die Ursachen der Krise zu gewinnen. Inhalt sind die Erstellung einer Schwachstellenanalyse und die Ableitung erster Maßnahmen für die Überwindung der wirtschaftlichen Schwierigkeiten von kleinen und mittleren Unternehmen. Ansprechpartner vor Ort sind die örtlichen Industrie- und Handelskammern sowie Handwerkskammern, die als Regionalpartner der KfW die Fäden über den Betreuungszeitraum zusammen halten ( www.rp-suche.de ).

Nach einem Vorgespräch mit dem Regionalpartner und der Zusage für eine Förderung wählen die in Frage kommenden Unternehmen einen für den "Runden Tisch" zugelassenen Berater aus der Beraterbörse der KfW aus ( www.kfw-beraterboerse.de ). Dieser führt die Krisenberatung durch und ruft bei Bedarf eine Zusammenkunft aller Beteiligten, also Unternehmen, Banken, andere Gläubiger und Kammer, ein. Am Ende steht für die Unternehmen, die eine positive Fortführungsprognose erhalten, eine weitere Beratungsförderung der KfW offen, nämlich die Turn-Around-Beratung aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds. Hier hilft ein Berater gezielt dabei, die Maßnahmen aus der Schwachstellenanalyse weiter zu entwickeln und umzusetzen und damit die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens wiederherzustellen.

| presseportal
Weitere Informationen:
http://www.kfw.de
http://www.kfw-beraterboerse.de

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