Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sharing Economy: Nutzen ist das neue Haben

15.10.2013
Welche Konsequenzen, Herausforderungen und Potenziale bringt Sharing für die Industrie?

Die »Sharing Economy« ist da. Aber mit welcher Wirkung? Wie die sich verändernden Konsummuster die etablierte Industrie beeinflussen werden und welcher Bedarf an Produkten und Dienstleistungen daraus entsteht, ist noch nicht abzusehen.

Das neu gegründete Competence Team »Shared Systems' Design« am Fraunhofer IAO unterstützt Unternehmen zukünftig dabei, die Herausforderungen der »Sharing Economy« anzugehen.

»Nutzen statt Besitzen« – dieses Motto nehmen sich immer mehr Menschen zu Herzen. Greifen Privatleute vor allem auf Teilangebote für beispielsweise Autos, Reiseunterkünfte oder Konsumgüter zurück, so ist das Konzept für Unternehmen vor allem interessant, um Infrastrukturen, Anlagen oder hochwertiges Equipment gemeinschaftlich zu nutzen. Das ist nicht nur im Hinblick auf einen effizienten Ressourceneinsatz sinnvoll, diese »Sharing-Trends« bieten auch zahlreiche Möglichkeiten für neue Betreiber- und Geschäftsmodelle.

Getragen von einem stärkeren Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung und basierend auf erweiterten Funktionalitäten informations- und kommunikationstechnischer Systeme sind bereits vielfältige Angebote entstanden. Vor allem Endverbraucher haben zunächst eigene Ideen großgezogen. Aber auch neue Unternehmen haben sich als Dienstleister etabliert. Eindrucksvoll belegen das neu gegründete Unternehmen wie das Unterkunfts-Portal Airbnb oder die Leih-Community whyownit, aber auch Ableger etablierter Unternehmen wie Car2Go.

Heutige Sharing-Angebote sind zwar oft noch improvisiert und auf eine bestimmte Klientel zugeschnitten. Dennoch stellt Sharing bereits heute einen Markt mit bedeutendem Umsatzvolumen dar, und einschlägige Studien sagen dafür nicht nur hohes Wachstum voraus, sondern sehen sich das Muster auch in weitere Anwendungsbereiche verbreiten. Um dieses Potenzial zu erschließen, hat das Fraunhofer IAO das Competence Team »Shared Systems‘ Design« ins Leben gerufen. Experten aus den Fachbereichen Technologie- und Innovationsmanagement bündeln hier ihre Expertise und entwickeln gemeinsam mit Unternehmen Konzepte und Lösungen für die »Sharing Economy«. Ganz besonders nehmen die Wissenschaftler den Bereich Business-to-Business (B2B) in den Fokus. Vor allem im Infrastrukturbereich bieten sich zahlreiche Möglichkeiten, Ressourcen effizienter und effektiver zu nutzen.

Eine zentrale Aufgabe dabei ist es einerseits, technologische und organisatorische Lösungen zur gemeinschaftlichen Nutzung von Ressourcen strategisch aufzubauen. Und andererseits ist gerade auch die Herleitung von spezifischen Anforderungen an gemeinschaftlich genutzte Produkte unabdingbar für die etablierte Industrie, um sich bei den sich verändernden Konsummustern erfolgreich zu platzieren.

Das neue Team am Fraunhofer IAO erstellt Trendanalysen und Szenarien und gestaltet Sharing-Systeme hinsichtlich Organisation, Geschäftsmodellen und Plattformen aus. Darüber hinaus bieten die Experten die Spezifikation von Sharing-geeigneten Produkten an und identifizieren die dafür erforderlichen Technologien.

Ansprechpartner

Michael Bucher
Shared Systems' Design
Fraunhofer IAO
Nobelstraße 12
70569 Stuttgart, Germany
Telefon +49 711 970-2297
Email michael.bucher@iao.fraunhofer.de

Juliane Segedi | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.iao.fraunhofer.de/
http://www.iao.fraunhofer.de/lang-de/geschaeftsfelder/mobilitaets-und-stadtsystem-gestaltung/1212-nutzen-ist-das-neue-haben.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index tritt auf der Stelle
24.11.2016 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht Lemgoer Wissenschaftler wollen smarte Banknote realisieren
08.11.2016 | Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie