Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

PwC-Escape-Index: Perspektiven für Standort Deutschland verbessern sich nachhaltig

05.02.2014
PwC-Analyse: Deutschland liegt im internationalen Chancen-Ranking auf Platz 9 / "Escape-Index" berücksichtigt ökonomische, politische, sozio-kulturelle und ökologische Rahmenbedingungen

Die wirtschaftlichen Entwicklungsperspektiven für den Standort Deutschland haben sich im vergangenen Jahrzehnt klar verbessert.

Im "Escape*-Index" der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC, der das Chancenprofil der 42 führenden Volkswirtschaften anhand ökonomischer, sozio-kultureller, politischer und ökologischer Kriterien ermittelt, liegt Deutschland mit 63,4 Punkten auf dem neunten Rang (Datenstand 2012).

Im Jahr 2000 reichte es mit 56,2 Punkten nur für Platz elf. Damit entwickelte sich die Volkswirtschaft in der Gesamtbetrachtung deutlich vorteilhafter als die meisten anderen Industriestaaten. Im Durchschnitt verbesserten sich diese nur um 2,1 auf 58,6 Punkte.

Der Index belegt zudem, dass Deutschland vergleichsweise gut durch die große Wirtschaftskrise von 2008 gekommen ist. Während der Indexwert für Deutschland von 2007 bis 2012 um 1,1 Punkte zulegte, gab er im Durchschnitt der Industriestaaten um durchschnittlich 2,6 Punkte nach.

"Deutschland hat in den vergangenen Jahren viele Weichen richtig gestellt. Die Sozial- und Arbeitsmarktreformen, die nach dem 'Pisa-Schock' angestoßenen Veränderungen im Bildungssystem und die eingeleitete Konsolidierung der Staatsfinanzen zahlen sich aus. Doch zeigt der Blick auf den Index auch, dass die Reformen weiter gehen müssen", betont Norbert Winkeljohann, Vorstandssprecher von PwC Deutschland.

Im Escape-Index verbesserten sich die Schwellenländer seit 2000 um durchschnittlich knapp zwölf auf 43,5 Punkte. Besonders große Fortschritte machten in den vergangenen Jahren Indonesien (2007: 30,9 Punkte, 2012: 42,1 Punkte), Saudi-Arabien (2007: 50,2 Punkte, 2012: 58,1 Punkte) und Vietnam (2001: 46,4 Punkte, 2012: 51,7 Punkte). Demgegenüber haben sich die Aussichten auf einen Übergang vom Schwellen- zum Industriestaat in Ländern wie der Türkei, Brasilien oder auch Indien seit 2007 nur mäßig verbessert.

Nord-Süd-Gefälle im Ranking

Im Spitzenfeld des Rankings stehen die nordeuropäischen Volkswirtschaften. Schweden büßte seit 2007 zwar einen Zähler ein, liegt mit 70,5 Punkten aber weiterhin auf dem ersten Platz. Mit Finnland (Rang 5) und Dänemark (Rang 6) sind zwei weitere Volkswirtschaften aus dem Norden prominent vertreten.

Massiv verschlechtert haben sich die Chancen auf ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum und signifikant steigende Einkommen in den von der Euro-Krise betroffenen Staaten. Italien fiel im Escape-Index von Platz 20 im Jahr 2007 auf Rang 26, Spanien von 18 auf 27 und Griechenland sogar von 26 auf 38.

In die Berechnung des Escape-Index' gehen 20 Variablen ein, die jeweils ein Zwanzigstel zur Gesamtbewertung beitragen. Auf ökonomische Kennziffern (z.B. Entwicklung des Pro-Kopf-Einkommens, Inflationsrate, Arbeitslosenquote) entfallen 40 Prozent des Indexwertes, auf soziale Faktoren (z.B. Lebenserwartung, Dauer des Schulbesuchs) und politische Faktoren (Stabilität, Korruption, Grad der Rechtsstaatlichkeit) jeweils 20 Prozent und auf die Bereiche Umwelt und Kommunikationsinfrastruktur jeweils zehn Prozent.

* Escape steht für die Indexkomponenten Economic Performance and Stability, Social progress and cohesion, Communications and Technology, Political, legal and regulatory institutions, Environmental sustainability.

Über PwC:

PwC bietet branchenspezifische Dienstleistungen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung und Unternehmensberatung. Dort schaffen wir für unsere Mandanten den Mehrwert, den sie erwarten. Mehr als 184.000 Mitarbeiter in 157 Ländern entwickeln in unserem internationalen Netzwerk mit ihren Ideen, ihrer Erfahrung und ihrer Expertise neue Perspektiven und praxisnahe Lösungen. In Deutschland erzielt PwC an 28 Standorten mit 9.300 Mitarbeitern eine Gesamtleistung von rund 1,55 Milliarden Euro.

Pressekontakt:
Stefan Bießenecker
PwC Externe Unternehmenskommunikation
Tel.: (069) 9585-6265
E-Mail: stefan.biessenecker@de.pwc.com

Stefan Bießenecker | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.pwc.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI erhöht Konjunkturprognose für 2018 auf 2,4 Prozent
21.03.2018 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Leichter Rückgang auf hohem Niveau
20.03.2018 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Software mit Grips

Ein computergestütztes Netzwerk zeigt, wie die Ionenkanäle in der Membran von Nervenzellen so verschiedenartige Fähigkeiten wie Kurzzeitgedächtnis und Hirnwellen steuern können

Nervenzellen, die auch dann aktiv sind, wenn der auslösende Reiz verstummt ist, sind die Grundlage für ein Kurzzeitgedächtnis. Durch rhythmisch aktive...

Im Focus: Der komplette Zellatlas und Stammbaum eines unsterblichen Plattwurms

Von einer einzigen Stammzelle zur Vielzahl hochdifferenzierter Körperzellen: Den vollständigen Stammbaum eines ausgewachsenen Organismus haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Berlin und München in „Science“ publiziert. Entscheidend war der kombinierte Einsatz von RNA- und computerbasierten Technologien.

Wie werden aus einheitlichen Stammzellen komplexe Körperzellen mit sehr unterschiedlichen Funktionen? Die Differenzierung von Stammzellen in verschiedenste...

Im Focus: Spider silk key to new bone-fixing composite

University of Connecticut researchers have created a biodegradable composite made of silk fibers that can be used to repair broken load-bearing bones without the complications sometimes presented by other materials.

Repairing major load-bearing bones such as those in the leg can be a long and uncomfortable process.

Im Focus: Verbesserte Stabilität von Kunststoff-Leuchtdioden

Polymer-Leuchtdioden (PLEDs) sind attraktiv für den Einsatz in großflächigen Displays und Lichtpanelen, aber ihre begrenzte Stabilität verhindert die Kommerzialisierung. Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) in Mainz haben jetzt die Ursachen der Instabilität aufgedeckt.

Bildschirme und Smartphones, die gerollt und hochgeklappt werden können, sind Anwendungen, die in Zukunft durch die Entwicklung von polymerbasierten...

Im Focus: Writing and deleting magnets with lasers

Study published in the journal ACS Applied Materials & Interfaces is the outcome of an international effort that included teams from Dresden and Berlin in Germany, and the US.

Scientists at the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) together with colleagues from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) and the University of Virginia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Grösster Elektrolaster der Welt nimmt Arbeit auf

20.04.2018 | Interdisziplinäre Forschung

Bilder magnetischer Strukturen auf der Nano-Skala

20.04.2018 | Physik Astronomie

Kieler Forschende entschlüsseln neuen Baustein in der Entwicklung des globalen Klimas

20.04.2018 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics