Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Perspektiven der Konsumentenverantwortung. Wie viel Moral braucht der Konsum?

18.01.2010
Der Klimawandel, prekäre Sozialverhältnisse und sich verselbstständigende Finanzmärkte haben dazu geführt, dass wirtschaftliches Handeln zunehmend moralisch hinterfragt wird.

In ihrem Vortrag am 26. Januar 2010 im Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) geht Imke Schmidt, Junior Fellow des Center for Responsibility Research (CRR) am KWI, der Frage nach, weshalb wir unser Konsumverhalten wider besseres Wissen nur langsam ändern und welche individuellen und strukturellen Gründe dabei eine Rolle spielen.

Der Vortrag stellt Ergebnisse des von der Stiftung Wertevolle Zukunft geförderten Projekts "Konsumentenverantwortung" vor.

Wir interessieren uns zunehmend für die sozialen und ökologischen Bedingungen, unter denen die Waren, die wir täglich kaufen, hergestellt werden. Allerdings verändern wir unsere eigenen Konsumgewohnheiten nur zögerlich, obwohl wir wissen, dass sie langfristig Umwelt und Menschheit schaden. Der Grund liegt nicht nur in der räumlichen und zeitlichen Distanz zwischen Konsumentscheidungen und ihren Auswirkungen, sondern auch in strukturellen Problemen des marktwirtschaftlichen Systems. Fehlende Information und Transparenz stehen beispielsweise moralisch vernünftigen Entscheidungen entgegen. Verantwortlicher Konsum wird sich deshalb nur dann durchsetzen können, wenn Akteure aus Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft gemeinsam die Marktwirtschaft umbauen.

Das Center for Responsibility Research (CRR) am KWI befasst sich mit der Frage nach der wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Verantwortung moderner Gesellschaften. Zu weiteren aktuellen Forschungsthemen gehören die Zukunft der Marktwirtschaft, das Verhältnis von Moral und Ökonomie, die Veränderung des Klimas und der Wandel liberaler Gesellschaften.

Referentin: Imke Schmidt ist seit Mai 2008 wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin des CRR am KWI. Sie arbeitet in dem von der Stiftung Wertevolle Zukunft geförderten Projekt "Konsumentenverantwortung".

Moderation: Prof. Dr. Ludger Heidbrink ist Direktor des CRR und Senior Fellow am KWI.

Datum: 26. Januar 2010, 18:15 Uhr
Ort: Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI), Goethestraße 31, 45128 Essen
Die Veranstaltung ist öffentlich.
Kontakt:
Magdalena Schaeffer, Pressesprecherin, Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI),

Tel. 0201 7204 -152, magdalena.schaeffer@kwi-nrw.de.

Über das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI):
Das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI) ist das Forschungskolleg der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR), zu der sich die Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen zusammengeschlossen haben. Seine Aufgabe ist die Förderung hervorragender interdisziplinärer Forschung in den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften mit regionalen, nationalen und internationalen Partnern. Das KWI erforscht die Grundlagen der modernen Kultur praxisnah und mit Blick auf aktuelle relevante gesellschaftliche Fragen. Derzeit stehen die Themenfelder kollektive Erinnerung, kulturelle Vielfalt der Weltgesellschaft, soziale Verantwortung und kulturelle Aspekte des Klimawandels im Mittelpunkt. Mit seinen Veranstaltungen sucht das KWI den Dialog mit einer breiteren Öffentlichkeit, es unterhält enge Partnerschaften mit Kultureinrichtungen und Medien.

Magdalena Schaeffer | idw
Weitere Informationen:
http://www.kulturwissenschaften.de/home/veranstaltung-259.html
http://www.kulturwissenschaften.de/verantwortungskultur

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI erhöht Konjunkturprognose für 2018 auf 2,4 Prozent
21.03.2018 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Leichter Rückgang auf hohem Niveau
20.03.2018 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Software mit Grips

Ein computergestütztes Netzwerk zeigt, wie die Ionenkanäle in der Membran von Nervenzellen so verschiedenartige Fähigkeiten wie Kurzzeitgedächtnis und Hirnwellen steuern können

Nervenzellen, die auch dann aktiv sind, wenn der auslösende Reiz verstummt ist, sind die Grundlage für ein Kurzzeitgedächtnis. Durch rhythmisch aktive...

Im Focus: Der komplette Zellatlas und Stammbaum eines unsterblichen Plattwurms

Von einer einzigen Stammzelle zur Vielzahl hochdifferenzierter Körperzellen: Den vollständigen Stammbaum eines ausgewachsenen Organismus haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Berlin und München in „Science“ publiziert. Entscheidend war der kombinierte Einsatz von RNA- und computerbasierten Technologien.

Wie werden aus einheitlichen Stammzellen komplexe Körperzellen mit sehr unterschiedlichen Funktionen? Die Differenzierung von Stammzellen in verschiedenste...

Im Focus: Spider silk key to new bone-fixing composite

University of Connecticut researchers have created a biodegradable composite made of silk fibers that can be used to repair broken load-bearing bones without the complications sometimes presented by other materials.

Repairing major load-bearing bones such as those in the leg can be a long and uncomfortable process.

Im Focus: Verbesserte Stabilität von Kunststoff-Leuchtdioden

Polymer-Leuchtdioden (PLEDs) sind attraktiv für den Einsatz in großflächigen Displays und Lichtpanelen, aber ihre begrenzte Stabilität verhindert die Kommerzialisierung. Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) in Mainz haben jetzt die Ursachen der Instabilität aufgedeckt.

Bildschirme und Smartphones, die gerollt und hochgeklappt werden können, sind Anwendungen, die in Zukunft durch die Entwicklung von polymerbasierten...

Im Focus: Writing and deleting magnets with lasers

Study published in the journal ACS Applied Materials & Interfaces is the outcome of an international effort that included teams from Dresden and Berlin in Germany, and the US.

Scientists at the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) together with colleagues from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) and the University of Virginia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Grösster Elektrolaster der Welt nimmt Arbeit auf

20.04.2018 | Interdisziplinäre Forschung

Bilder magnetischer Strukturen auf der Nano-Skala

20.04.2018 | Physik Astronomie

Kieler Forschende entschlüsseln neuen Baustein in der Entwicklung des globalen Klimas

20.04.2018 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics