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Ostdeutschland - Investitionsförderung schafft Jobs

29.07.2009
Der Osten Deutschlands ist in den vergangenen Jahren dem Westen ökonomisch wieder ein Stück näher gerückt.

Im Jahr 2008 betrug das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner 69 Prozent des Westniveaus - gegenüber erst 60 Prozent im Jahr 2000. Als Wachstumstreiber erwies sich dabei die Industrie.

Ihre Bruttowertschöpfung stieg in Ostdeutschland in den vergangenen acht Jahren real um insgesamt 64 Prozent. Hierzu hat auch die Regionalpolitik beigetragen.

Mit Investitionszuschüssen in Höhe von 35,5 Milliarden Euro wurden seit
1991 in Ostdeutschland Investitionen von insgesamt 173,2 Milliarden Euro angeschoben. Die Wirksamkeit der Maßnahmen belegen auch Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW): Danach stieg von 1996 bis 2006 die Wertschöpfung in der regionalen Industrie je 1 Prozent mehr Investitionsförderung dauerhaft um 0,29 Prozent.

Den Städten mit mehr als 200.000 Einwohnern brachte eine um 1 Prozent erhöhte Fördersumme sogar 0,42 Prozent mehr Wertschöpfung pro Jahr.

Und auch in Sachen Jobs waren die Fördermilliarden effektiv. So hat in der Textil- und Bekleidungsindustrie 1 Prozent zusätzliche Förderung die Zahl der Beschäftigten um 0,39 Prozent steigen lassen.

Im Bereich Forschung und Entwicklung betrug der Beschäftigungseffekt
0,28 Prozent, in der Autoindustrie 0,16 Prozent und im Maschinenbau
0,14 Prozent.
Klaus-Heiner Röhl, Peggy von Speicher: Ostdeutschland 20 Jahre nach dem Mauerfall - Ist die Investitionsförderung Triebfeder von Industriewachstum und regionaler Entwicklung?, IW-Positionen Nr. 41, Köln 2009, 52 Seiten, 11,80 Euro. Bestellung über Fax: 0221 4981-445

Dr. Klaus-Heiner Röhl | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.divkoeln.de

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