Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Online-Umfrage von www.lohnspiegel.de: Was verdienen Maschinenbautechniker?

21.08.2013
Das Bruttomonatseinkommen von Maschinenbautechniker/innen beträgt ohne Sonderzahlungen auf Basis einer 38-Stunden-Woche durchschnittlich rund 3.870 Euro.

Beschäftigte in tarifgebundenen Betrieben stehen sich bei Arbeits- und Einkommensbedingungen deutlich besser. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Online-Umfrage des Internetportals www.lohnspiegel.de, das vom WSI-Tarifarchiv der Hans-Böckler-Stiftung betreut wird.

Rund 2.500 Maschinenbautechniker/innen haben sich daran beteiligt. Zu ihren Aufgaben gehört das Entwickeln, Berechnen und Konstruieren von Maschinen und Anlagen sowie deren Montage und Instandhaltung. Sie haben in der Regel eine einschlägige Berufsausbildung und eine Weiterbildung an einer Fachschule absolviert.

„Unsere Daten zeigen, dass diese Berufsgruppe ihre Arbeit positiv beurteilt“, sagt WSI-Tarifexperte Dr. Reinhard Bispinck. „62 Prozent der Befragten geben an, dass sie mit ihrer Arbeit zufrieden oder sogar in jeder Hinsicht zufrieden sind.“ Dieser Wert liegt deutlich über dem bei den Beschäftigten insgesamt. Auch bei der Bezahlung zeigt sich die Zufriedenheit der Maschinenbautechniker/innen: Nur knapp 11 Prozent geben an, überhaupt nicht zufrieden mit ihrer Bezahlung zu sein. Der Anteil bei den Beschäftigten insgesamt ist doppelt so hoch.

Die Studie kommt u. a. zu folgenden Ergebnissen:

Berufserfahrung
In aller Regel steigt das Einkommen mit der Dauer der Berufserfahrung. Dies gilt auch für die Berufsgruppe der Maschinenbautechnikerinnen und Maschinenbautechniker. Bei einer Berufserfahrung von bis zu einem Jahr beträgt das durchschnittliche Monatseinkommen 3.150 Euro, bei mehr als 20 Jahren steigt es auf 4.330 Euro. Dies bedeutet einen Einkommenszuwachs von 1.180 Euro.
Betriebsgröße
In Kleinbetrieben mit unter 100 Beschäftigten beträgt das durchschnittliche Bruttomonatseinkommen der Maschinenbautechniker/innen 3.500 Euro. In Betrieben mit 100 bis 500 Beschäftigten steigt es im Durchschnitt auf rund 3.870 Euro und in Betrieben mit über 500 Beschäftigten ist der Durchschnittswert mit 4.220 Euro am höchsten.
West - Ost
Während in Westdeutschland eine Maschinenbautechnikerin oder ein Maschinenbautechniker durchschnittlich 3.940 Euro erhält, bekommt sie/er in Ostdeutschland 2.970 Euro. In den neuen Bundesländern verdienen damit Maschinenbautechniker/innen rund 25 Prozent weniger als ihre Kollegen/innen in den alten Bundesländern.
Männer - Frauen
In unserer Erhebung sind nur knapp 6 Prozent der Maschinenbautechniker/innen Frauen. Das Einkommen der Maschinenbautechnikerinnen liegt mit im Durchschnitt 3.465 Euro rund 425 Euro unter dem ihrer männlichen Kollegen. Dies macht einen Einkommensnachteil von fast 11 Prozent aus.
Arbeitszeit
Die durchschnittliche vertragliche Arbeitszeit der Maschinenbautechniker/innen liegt bei rund 38,9 Stunden in der Woche. Die Befragten geben jedoch an, tatsächlich mehr zu arbeiten als vertraglich vereinbart: Der Durchschnitt der tatsächlichen Wochenarbeitszeit liegt bei 42,9 Stunden. Bei nur 12 Prozent ist eine vertragliche Arbeitszeit von mehr als 40 Stunden festgelegt, jedoch geben 57 Prozent an, tatsächlich mehr als 40 Stunden in der Woche zu arbeiten.
Tarifbindung
Maschinenbautechniker/innen profitieren von der Tarifbindung. Insgesamt geben 54 Prozent der Maschinenbautechniker/innen an, dass in dem Betrieb, in dem sie arbeiten, ein Tarifvertrag gilt.

- In tarifgebundenen Betrieben liegt ihr Monatseinkommen mit durchschnittlich 4.200 Euro rund 19 Prozent über dem Gehalt ihrer Kollegen und Kolleginnen in nicht tarifgebundenen Betrieben.

- Tarifgebundene Maschinenbautechniker/innen erhalten zu knapp 84 Prozent Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld, bei den nicht tarifgebundenen sind es dagegen nur rund 61 Prozent.

- Die vertragliche Arbeitszeit liegt in tarifgebundenen Betrieben bei durchschnittlich 38,1 Stunden, in den nicht tarifgebundenen Betrieben dagegen bei 39,7 Stunden.

Das Projekt „LohnSpiegel“ erhebt und analysiert die Einkommens- und Arbeitsbedingungen von Beschäftigten in Deutschland. Es ist Bestandteil des internationalen Wage-Indicator-Netzwerks, an dem Projekte aus 65 Ländern mit gleicher Zielrichtung beteiligt sind. Die LohnSpiegel-Daten werden im Rahmen einer kontinuierlichen Online-Erhebung ermittelt, an der sich die Besucherinnen und Besucher der Webseite „www.lohnspiegel.de“ freiwillig und anonym beteiligen können. Die Befragung ist nicht repräsentativ, liefert durch die sehr hohe Fallzahl aber verlässliche Orientierungsdaten. Zurzeit bietet der LohnSpiegel einen Gehalts-Check für über 370 Berufe.

Die Pressemitteilung mit Tabelle (pdf):
http://www.boeckler.de/pdf/ta_lohnspiegel_2013_20_maschinenbautechniker.pdf
Ansprechpartner in der Hans Böckler Stiftung
Dr. Reinhard Bispinck
Leiter WSI-Tarifarchiv
Tel.: 0211-7778-232
E-Mail: Reinhard-Bispinck@boeckler.de
Dr. Heiner Dribbusch
WSI
Tel.: 0211/7778-217
E-Mail: Heiner-Dribbusch@boeckler.de
Rainer Jung
Leiter Pressestelle
Tel.: 0211-7778-150
E-Mail: Rainer-Jung@boeckler.de

Rainer Jung | idw
Weitere Informationen:
http://www.boeckler.de/pdf/ta_lohnspiegel_2013_20_maschinenbautechniker.pdf

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Rückgang, aber noch keine Tendenzwende
21.11.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht IMK-Konjunkturindikator: Praktisch keine Rezessionsgefahr, Wirtschaft auf stabilem Aufschwungpfad
15.11.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

IfBB bei 12th European Bioplastics Conference mit dabei: neue Marktzahlen, neue Forschungsthemen

22.11.2017 | Veranstaltungen

Zahnimplantate: Forschungsergebnisse und ihre Konsequenzen – 31. Kongress der DGI

22.11.2017 | Veranstaltungen

Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren

21.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Bakterien als Schrittmacher des Darms

22.11.2017 | Biowissenschaften Chemie

Ozeanversauerung schädigt Miesmuscheln im Frühstadium

22.11.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die gefrorenen Küsten der Arktis: Ein Lebensraum schmilzt davon

22.11.2017 | Geowissenschaften