Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ohne Grenzen aus der Forschung auf den Markt

18.05.2009
Gründernetzwerk SAXEED entwickelt im EU-Projekt CERIM Modelle und Prozesse für den Transfer von Technologien und Innovationen

Ideen und Entwicklungen, die in Hochschulen und Forschungseinrichtungen entstehen, finden nicht immer den Weg auf den Markt. Den Technologietransfer zu fördern, ist seit sechs Jahren das Ziel des sächsischen Gründernetzwerkes SAXEED.

Das Projekt der TU Chemnitz in Zusammenarbeit mit der TU Bergakademie Freiberg, der Fachhochschule Mittweida und der Westsächsischen Hochschule Zwickau unterstützt die Ausgründung von Unternehmen. Gemeinsam mit neun Partnern aus sieben Ländern Mitteleuropas arbeitet SAXEED nun im Projekt "Central Europe Research to Innovation Modells", kurz CERIM, das von der Europäischen Union gefördert wird. Ziel ist es, das Innovationspotenzial, das in Hochschulen und Forschungseinrichtungen Mitteleuropas vorhanden ist, besser zu nutzen. Dafür wird ein Technologietransfermodell entwickelt und geprüft, das vor allem auf ein starkes grenzüberschreitendes Netzwerk baut. Von der länderübergreifenden Zusammenarbeit erwarten die Projektpartner einen größeren Pool an Innovationen - außerdem lassen sich so Kompetenzen, Ressourcen und Netzwerke effektiver bündeln und der Einfluss auf Entscheidungsträger wächst.

"Mit diesem kürzlich gestarteten Projekt können nun stärker international Erfahrungen zum Thema Technologietransfer ausgetauscht und für die Universität nutzbar gemacht werden", berichtet Peter Häfner, Geschäftsführer des Gründernetzwerks SAXEED, und erklärt: "Mit seiner umsetzungsorientierten Ausrichtung ergänzt das Vorhaben die vorhandenen SAXEED-Aktivitäten zum Technologiescouting und dem Coaching von Gründern." Die Projektpartner kommen aus Hochschulen und öffentlichen Forschungseinrichtungen sowie aus der Industrie und aus Beratungsunternehmen. Das Technologietransfermodell soll von der Überprüfung der Innovation über die Identifizierung möglicher Käuferschichten bis hin zur Vermittlung von Risikokapital reichen. Als Langzeitwirkungen erwarten die Projektpartner neue Impulse für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Die Europäische Union fördert das Vorhaben in den nächsten drei Jahren mit insgesamt 3,6 Millionen Euro aus dem Central Europe Programm; auf die TU Chemnitz entfallen davon rund 330.000 Euro.

Stichwort: Existenzgründernetzwerk SAXEED

SAXEED unterstützt Unternehmensgründer aus dem Hochschulumfeld, die mit einer innovativen Geschäftsidee in die berufliche Selbstständigkeit starten wollen. In Chemnitz stand SAXEED bisher bei 61 Unternehmensgründungen zur Seite, bei denen zusammen weit über 200 Arbeitsplätze geschaffen wurden. Allein im Jahr 2008 wagten hier zwölf Unternehmer mit Unterstützung von SAXEED den Sprung in die Selbstständigkeit. Das interdisziplinäre Team von SAXEED bietet zudem ein breites Lehr- und Qualifizierungsangebot, mit dem sich Gründer und solche, die es werden wollen, auf diesen Schritt vorbereiten können. Außerdem helfen Veranstaltungen mit erfolgreichen Gründern und Unternehmern sowie ein alljährlich stattfindender Geschäftsideenwettbewerb, die Perspektive Selbständigkeit stärker ins Bewusstsein von Studierenden, Mitarbeitern und Professoren zu rücken und damit die Distanz zwischen Wirtschaft und Hochschule zu verringern.

Weitere Informationen zum Gründernetzwerk SAXEED: http://www.saxeed.net

Das Projekt CERIM im Internet: http://www.cerim.org

Kontakt: Peter Häfner, Geschäftsführer Gründernetzwerk SAXEED, Telefon 0371 531-19901, E-Mail peter.haefner@wirtschaft.tu-chemnitz.de

Katharina Thehos | Technische Universität Chemnitz
Weitere Informationen:
http://www.cerim.org
http://www.saxeed.net
http://www.tu-chemnitz.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index startet gut ins neue Jahr
22.02.2018 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht IMK-Indikator: Keine Rezessionsgefahr, keine Anzeichen für konjunkturelle Überhitzung
19.02.2018 | Hans-Böckler-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Im Focus: Developing reliable quantum computers

International research team makes important step on the path to solving certification problems

Quantum computers may one day solve algorithmic problems which even the biggest supercomputers today can’t manage. But how do you test a quantum computer to...

Im Focus: Innovation im Leichtbaubereich: Belastbares Sandwich aus Aramid und Carbon

Die Entwicklung von Leichtbaustrukturen ist eines der zentralen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Besonders in der Luftfahrtindustrie und in anderen Transportbereichen sind Leichtbaustrukturen gefragt. Sie ermöglichen Energieeinsparungen und reduzieren den Ressourcenverbrauch bei Treibstoffen und Material. Zum Einsatz kommen dabei Verbundmaterialien in der so genannten Sandwich-Bauweise. Diese bestehen aus zwei dünnen, steifen und hochfesten Deckschichten mit einer dazwischen liegenden dicken, vergleichsweise leichten und weichen Mittelschicht, dem Sandwich-Kern.

Aramidpapier ist ein etabliertes Material für solche Sandwichkerne. Sein mechanisches Strukturversagen ist jedoch noch unzureichend erforscht: Bislang fehlten...

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

Tag der Seltenen Erkrankungen – Deutsche Leberstiftung informiert über seltene Lebererkrankungen

21.02.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Von Hefe für Demenzerkrankungen lernen

22.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Sektorenkopplung: Die Energiesysteme wachsen zusammen

22.02.2018 | Seminare Workshops

Die Entschlüsselung der Struktur des Huntingtin Proteins

22.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics