Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Der ökonomische Charme der Ökologie

03.07.2009
IAT zu den Chancen einer ökologischen Industriepolitik für mehr Wettbewerbsfähigkeit

Ökonomie und Ökologie müssen keineswegs Gegensätze sein, vielmehr kann eine ökologische Industriepolitik dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie zu sichern und zu verbessern.

Auf diesen Zusammenhang wies jetzt Prof. Dr. Franz Lehner, Geschäftsführender Direktor des Instituts Arbeit und Technik (IAT / FH Gelsenkirchen) hin. Energietechnik und Abfallwirtschaft seien beispielsweise aussichtsreiche Geschäftsfelder, die regional entwickelt werden, die Wettbewerbsfähigkeit stärken und Lebensqualität verbessern können.

Dabei nur auf Spitzenforschung und Leitmärkte zu setzen, führe allerdings auf den Holzweg. Vielmehr sollten als Königsweg der rasche Transfer und die breite Diffusion von Innovationen gefördert werden, langfristig flankiert von High-Tech-Entwicklungen. Gerade auch kleine und mittlere Unternehmen, die vielleicht nicht im globalen Maßstab Spitze darstellen, aber national und international gut wettbewerbsfähig sind, könnten im Rahmen von Miniclustern miteinander und mit Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen vernetzt werden.

Als Minicluster bezeichnet Prof. Lehner Cluster, die nicht auf Weltmarktführerschaft abzielen sondern bescheidener auf eine Konzentration, die beträchtliche Synergien bringt und damit die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit auf hohem Niveau sichern hilft. Im Gegensatz zu dem hohen Anspruch an Cluster, den landesweit nur wenige Standorte erfüllen können, seien solche Konzepte an vielen Standorten umsetzbar.

Um Märkte entsprechend zu entwickeln kann die öffentliche Hand Anstöße geben, etwa durch öffentliche Aufträge zur energetischen Sanierung öffentlicher Gebäude, Anschubfinanzierung für "Grün als Standortfaktor" und die Moderation und Gestaltung von "City Mining", also einer wirtschaftlich produktiven Abfallwirtschaft. Effektive Transfermechanismen, um Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in die Praxis umzusetzen, könnten Studierenden-Firmen oder IQ-Zentren (Information und Qualifikation) sein, ebenso Netzwerke und Allianzen zwischen Hochschulen, Forschungszentren und (mittelständischer) Wirtschaft, die die wissenschaftlichen und technischen Kompetenzen bündeln.

"Eine ökologische Industriepolitik braucht aber keine einmaligen Modellprojekte und Politikdenkmäler" warnt Prof. Lehner. "Wir müssen wirtschaftlich selbsttragende Prozesse anstoßen und wettbewerbswirksame Beispiele schaffen!"

Für weitere Fragen steht Ihnen zur Verfügung:
Prof. Dr. Franz Lehner, Tel. : 0209/1707-113, E-Mail: lehner@iat.eu
Institut Arbeit und Technik
der Fachhochschule Gelsenkirchen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Claudia Braczko
Munscheidstraße 14
45886 Gelsenkirchen
Tel.: +49-209/1707-176
Fax: +49-209/1707-110
E-Mail: braczko@iat.eu
info@iat.eu

Claudia Braczko | idw
Weitere Informationen:
http://www.iat.eu

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IMK-Konjunkturindikator: Rezessionsgefahr nahe Null
18.01.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht WSI-Tarifarchiv: Tariflöhne und -gehälter 2016: Reale Steigerungen von 1,9 Prozent
05.01.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Im Focus: How gut bacteria can make us ill

HZI researchers decipher infection mechanisms of Yersinia and immune responses of the host

Yersiniae cause severe intestinal infections. Studies using Yersinia pseudotuberculosis as a model organism aim to elucidate the infection mechanisms of these...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Flashmob der Moleküle

19.01.2017 | Physik Astronomie

Tollwutviren zeigen Verschaltungen im gläsernen Gehirn

19.01.2017 | Medizin Gesundheit

Fraunhofer-Institute entwickeln zerstörungsfreie Qualitätsprüfung für Hybridgussbauteile

19.01.2017 | Verfahrenstechnologie