Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

OECD: China ist neuer „Global Player“ in FuE, benötigt aber weitere Reformen zur Stärkung heimischer Innovation

16.09.2008
Eine neue Veröffentlichung der OECD ("OECD Reviews of Innnovation Policy - China") bietet eine breit angelegte und vertiefte Analyse und Bewertung der Innovationspolitik und Innovationsleistung Chinas. Der Bericht bestätigt, dass China jetzt im Bereich Forschung und Entwicklung (FuE) zu den „Global Playern“ zählt.

Die chinesischen Ausgaben für FuE sowie der Anteil an den weltweiten Veröffentlichungen entsprechen ungefähr denen Deutschlands. Dennoch hat China im Vergleich zu anderen OECD-Ländern, die ähnlich viel in FuE investieren, Defizite in Bezug auf Innovationsfähigkeit und Innovationsleistungen.

Auslandsinvestitionen in FuE sind in den letzten Jahren stark angestiegen und spielen eine wichtige Rolle in Chinas nationalem Innovationssystem.

Vorausgesetzt dass China die durch die OECD empfohlenen Reformen einführt, könnte das Land bald zu den weltweit wichtigsten Akteuren im Bereich der Innovation gehören. Davon sollten sowohl China als auch der Rest der Welt profitieren, da eine Stärkung der Innovation in China zur globalen Wissensökonomie und zur Bewältigung globaler Herausforderungen beitragen wird. Um die Integration Chinas in die globale Wissensökonomie zu erleichtern, müssen China und die OECD-Mitgliedsländer Dialog- und Kooperationsbereitschaft bewahren, insbesondere im Bereich des Schutzes geistigen Eigentums, des Technologietransfers und der Technologiestandards.

Diese Veröffentlichung stellt eine Erweiterung eines vorab veröffentlichten Berichts vom August 2007 dar, unter Verwendung der neuesten verfügbaren Daten. Der jetzt vorliegende Bericht enthält eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse und Politikempfehlungen der OECD. Die elf thematischen Kapitel liefern eine genaue Analyse von Schlüsseldimensionen des chinesischen Innovationssystems und seiner Steuerung sowie von Themenfeldern, denen bisher wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Dazu gehören die Rolle von „Technology Procurement“, Fragen von Governance und die regionale Dimension der Innovation. Schließlich bieten sechs themenspezifische Anhänge ergänzende detaillierte Information, die von Interesse für Spezialisten und Wissenschaftler sind.

Zwar ist China kein Mitgliedsland der OECD, jedoch fungiert es als Beobachter in einigen OECD-Ausschüssen und nimmt so an der Arbeit der OECD teil. Der OECD-Bericht zum chinesischen Innovationssystem ist das Ergebnis eines Kooperationsprogramms, das 1995 im Zuge der wachsenden OECD-Zusammenarbeit mit Nichtmitgliedsländern geschaffen wurde. An der Erstellung des Berichts waren verschiedene Experten aus China, dem OECD-Sekretariat und aus Mitgliedsländern der OECD beteiligt, unter anderem im Auftrag des BMBF das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI).

Für Details zum Erhalt des kostenpflichtigen Volltextes siehe:
www.oecd.org/sti/innovation/reviews/china

| OECD
Weitere Informationen:
http://www.kooperation-international.de
http://www.oecd.org/document/47/0,3343,en_2649_34273_41306607_1_1_1_1,00.html
http://www.oecd.org/sti/innovation/reviews/china

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index weiter aufwärts gerichtet
23.03.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht RWI erhöht Konjunkturprognose für 2017 leicht auf 1,3 Prozent
15.03.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise