Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

NUI Regionenranking 2008: Gründungsneigung in den Regionen Deutschlands

14.12.2009
Zum dritten Mal in Folge nimmt die kreisfreie Stadt Offenburg am Main im bundesweiten Vergleich der regionalen Gründungsaktivitäten den Spitzenplatz ein.

Der Vergleich der Bundesländer wird im Jahr 2008 von Hamburg angeführt. Hessen liegt als gründungsaktivstes Flächenland auf Position drei. Dies belegen die Ergebnisse zum NUI Regionenranking 2008, das die Kreise und kreisfreien Städte Deutschlands in eine Rangfolge entsprechend ihrer Gründungsneigung bringt. Die Abkürzung "NUI" steht für Neue Unternehmerische Initiative, die das Klima für Selbstständigkeit in einer Region charakterisiert.

Offenburg am Main ist gründungsaktivste Stadt Deutschlands

Kern des Rankingverfahrens ist der sogenannte NUI-Indikator. Dieser setzt für jede Region die Zahl der Gewerbeanmeldungen ins Verhältnis zur erwerbsfähigen Wohnbevölkerung. Mit 380 Gewerbeanmeldungen pro 10.000 Einwohner im erwerbsfähigen Alter hat Offenburg a.M. seinen Spitzenplatz in 2008 nicht nur behauptet, sondern seine Gründungsaktivitäten im Vorjahresvergleich weiter gesteigert. In Relation zum Bundesdurchschnitt, der für das Jahr 2008 bei einem Wert von 154 liegt, weist Offenburg a.M. ein mehr als doppelt so hohes Aktivitätsniveau auf.

Ostdeutsche Regionen holen auf, liegen aber im Schnitt noch hinter den westdeutschen Regionen zurück

Insgesamt haben 172 der 413 in das Regionenranking einbezogenen Kreise und kreisfreien Städte ihren Platz im NUI-Regionenranking im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Von den ostdeutschen Regionen sind 61 % im aktuellen Ranking nach vorne gerückt. Am stärksten aufgeholt hat die Stadt Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern), die sich gegenüber der Vorjahresplatzierung um 169 Ränge vorschob. Ein Ost-West-Vergleich im Hinblick auf den mittleren NUI-Indikator belegt allerdings, dass die neuen Länder mit einem Wert von 128 nach wie vor geringere Gründungsaktivitäten aufweisen als die alten Bundesländer (162).

Hamburg führt das Gründungsranking der Bundesländer an

Im Ranking der Bundesländer, gemessen als Durchschnitt der NUI-Werte aller Kreise und kreisfreien Städte eines Landes, belegt im Jahr 2008 Hamburg den ersten Platz (195 Gewerbeanmeldungen pro 10.000 Einwohner im erwerbsfähigen Alter). In Berlin, dass in 2007 noch die Spitzenposition inne hielt, wurden relativ weniger Unternehmen gegründet als noch im Vorjahr. Die Bundeshauptstadt liegt aber immer noch auf dem dritten Rang. Überholt wurde Berlin auch vom Land Hessen, das als gründungsaktivstes Flächenland mit einem Indikatorwert von 187 wie auch schon im Vorjahr Platz zwei im Bundesländerranking einnimmt. Der Freistaat Bayern, auf Rang fünf im Ländervergleich, zeichnet sich durch ausgesprochene "Gründungshochburgen" aus - zwölf der Top 20 Regionen des NUI-Rankings liegen in dem südlichsten Bundesland.

Zur Berechungsmethode des NUI-Regionenrankings

Die Basis des NUI-Regionenrankings ist die amtliche Gewerbeanzeigenstatistik. Diese erfasst den Zugang aller Gewerbebetriebe - d.h. aller Existenz- und Betriebsgründungen, Zuzüge und Übernahmen - und erlaubt zudem eine regionale Unterscheidung nach Kreisen und kreisfreien Städten. Um die Gründungsaktivitäten über die Regionen hinweg vergleichen zu können, werden diese an einer regionsspezifischen Maßzahl relativiert. Der NUI-Indikator setzt daher die Zahl der Gewerbeanmeldungen pro Jahr und Region in das Verhältnis zur erwerbsfähigen Bevölkerung (im Alter zwischen 18 und 65 Jahren). Aus Lesbarkeitsgründen bezieht sich der Indikator auf 10.000 Erwerbsfähige. Seit dem Jahr 2003, bildet der NUI-Indikator des IfM Bonn somit das regionale Gründungsgeschehen in Abängigkeit des vorhandenen Gründungspotenzials ab.

Hintergründe zum IfM Bonn

Das IfM Bonn wurde im Jahr 1957 gegründet. Träger des Instituts sind das Bundes-ministerium für Wirtschaft und Technologie und das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen. Das IfM Bonn erforscht die Lage, Entwicklung und Probleme des Mittelstands rund um die Themenfelder Mittelstand und Gesellschaft/Staat, Lebenszyklus von Unternehmen, Unternehmensführung und errechnet umfangreiche Daten zur Mittelstands- und Gründungsstatistik.

Nadine Schlömer | idw
Weitere Informationen:
http://www.ifm-bonn.org/index.php?id=813

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index sinkt nach März-Hoch
23.05.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht IMK-Konjunkturindikator: Rezessionsgefahr bleibt niedrig
19.05.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten

CRTD erhält 1.56 Millionen Euro BMBF-Förderung für Forschung zu degenerativen Netzhauterkrankungen

24.05.2017 | Förderungen Preise

Neues Helmholtz-Institut in Würzburg erforscht Infektionen auf genetischer Ebene

24.05.2017 | Förderungen Preise