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NIW rechnet für 2013 mit einer leichten Erholung der niedersächsischen Wirtschaft

10.01.2013
Das Wachstum der deutschen und der niedersächsischen Wirtschaft hat sich 2012 spürbar abgeschwächt.

Das NIEDERSÄCHSISCHE INSTITUT FÜR WIRTSCHAFTSFORSCHUNG (NIW) rechnet in seiner aktuellen Einschätzung im NIW-Konjunkturletter aber wieder mit einer leichten Belebung im Jahr 2013. Für diese Belebung wird die weltwirtschaftliche Dynamik von entscheidender Bedeutung sein.

Die deutsche Volkswirtschaft zeigt sich im europäischen Vergleich in einer relativ guten Verfassung. Allerdings ist das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes in der zweiten Jahreshälfte 2012 zurückgegangen und näherte sich im vierten Quartal bereits der Stagnation. Die Wirtschaft in Deutschland wird daher 2012 nur noch um 0,7 v.H. im Vergleich zum Vorjahr gewachsen sein.

Die Ursachen hierfür liegen neben der anhaltenden europäischen Staatsschuldenkrise (mit ihren rezessiven realwirtschaftlichen Auswirkungen) vor allem in der schwächeren weltwirtschaftlichen Entwicklung. Beide führten im vergangenen Jahr zu einem kontinuierlichen Rückgang der Exporte und in der Folge zu einer geringeren Investitionstätigkeit der Unternehmen.

Demgegenüber hat der private Konsum im vergangenen Jahr positive Wachstumsbeiträge geleistet, was im Wesentlichen auf die verbesserte Beschäftigung zurückzuführen ist. Für 2013 erwartet das NIW nach einem wachstumsschwachen ersten Halbjahr eine Belebung der Wirtschaft in Deutschland im zweiten Teil des Jahres.

Aufgrund der positiven Signale einzelner aktueller Stimmungsindikatoren und der Stärke deutscher Unternehmen auf den internationalen Märkten ist eine Wachstumsrate von etwa einem Prozent möglich. Hierfür sind allerdings entsprechende Impulse von Seiten der außereuropäischen Märkte für den Export notwendig.

Die niedersächsische Wirtschaft ist im Jahr 2012 mit voraussichtlich etwa einem Prozent stärker gewachsen als die gesamtdeutsche Wirtschaft. Wachstumstreiber waren hier die Auslandsnachfrage (vor allem die nach Automobilen), der private Konsum und die Bauinvestitionen. Trotz der konjunkturellen Abschwächung hat sich die Arbeitsmarktlage im Bundesland leicht verbessert.

Im Jahr 2013 dürften sich der private Verbrauch, die zu erwartende anhaltend hohe Bautätigkeit und die allmählich wieder einsetzende Investitionstätigkeit der Unternehmen wachstumsstabilisierend auswirken, so dass nach Einschätzung des NIW mit einem Wachstum der niedersächsischen Wirtschaftsleistung von rund einem Prozent zu rechnen ist. Dieser Konjunkturverlauf wird dazu führen, dass die Beschäftigung tendenziell stagniert, in Teilbereichen der Wirtschaft wird es allerdings auch einen Abbau geben. Inflationäre Wirkungen zeichnen sich hingegen nicht ab.

Weiterführende Informationen und ausführliche Ergebnisse:
Konjunkturletter des Niedersächsischen Instituts für Wirtschaftsforschung, Januar 2013

Tobias Meyer | idw
Weitere Informationen:
http://www.niw.de

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