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Niedersachsens Wirtschaft im Aufschwung

07.02.2014
Das Niedersächsische Institut für Wirtschaftsforschung (NIW) rechnet in seiner aktuellen Konjunktureinschätzung für das Jahr 2014 mit einer Zunahme des Wirtschaftswachstums in Niedersachsen auf etwa 2,0 Prozent.

Getragen werden die verbesserten Konjunkturaussichten vor allem von der sich erholenden weltwirtschaftlichen Lage, insbesondere in den USA und vielen europäischen Ländern.

Nachdem das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im Jahr 2012 nur noch um 0,7 Prozent zugenommen hatte, ging es im ersten Halbjahr des Jahres 2013 sogar um 0,3 Prozent zurück. In der zweiten Jahreshälfte allerdings führten konjunkturelle Wachstumskräfte die wirtschaftliche Entwicklung aus der Talsohle heraus.

Angesichts der konjunkturellen Erholung in den meisten Volkswirtschaften stehen die Signale somit auf Grün für mehr Wachstum und Beschäftigung in Deutschland und Niedersachsen. Dabei bleibt vor allem der Export weiterhin entscheidend, auch wenn von der binnenwirtschaftlichen Nachfrage ebenfalls positive Wachstumsbeiträge zu erwarten sind. Angesichts der Exportüberschüsse wird die Debatte über die Leistungsbilanzungleichgewichte Deutschlands und über Wege zu ihrer Beseitigung andauern.

Insgesamt erscheint für Deutschland im Jahr 2014 eine Wachstumsrate von 1,7 Prozent möglich. Die niedersächsische Wirtschaft zeigt grundsätzlich nur geringe Abweichungen zum Bundestrend. Aufgrund der höheren Exportabhängigkeit und der spezifischen Sektorstruktur rechnet das NIW hier mit einer leicht höheren Wachstumsrate von 2,0 Prozent.

Der niedersächsische Arbeitsmarkt hat sich ungeachtet der konjunkturellen Flaute im vergangenen Jahr weiter positiv entwickelt. Die Arbeitslosenquote blieb mit 6,5 Prozent ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres. Die konjunkturelle Belebung dürfte in 2014 zu einer weiterhin positiven Entwicklung der Beschäftigung führen. Ob damit aber auch ein Rückgang der Arbeitslosigkeit verbunden sein wird, ist fraglich. Dies liegt im Wesentlichen daran, dass die im Unternehmenssektor nachgefragte Qualifikation zunehmend von der abweicht, die bei vielen Arbeitslosen vorhanden ist.

Trotz des konjunkturellen Optimismus bleibt eine Prognose schwierig. Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung liegen unter anderem in der sich abzeichnenden Verlangsamung der Wachstumsdynamik in den BRIC-Staaten sowie in dem realwirtschaftlichen Einfluss der Lage an den hoch volatilen und häufig von Irrationalitäten bestimmten Finanzmärkten. Außerdem besteht in einigen europäischen Volkswirtschaften die Gefahr einer Deflation bei gleichzeitigem Fortbestehen der rezessiven Wirtschaftsentwicklung. Auch weil die wirtschafts- und geldpolitischen Spielräume begrenzt sind, könnte dies zu einer erheblichen Belastung für Wachstum und Beschäftigung in Europa führen.

Tobias Meyer | idw
Weitere Informationen:
http://www.niw.de

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