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Neueste ZSW-Studie: Windkraft-Förderung hat sich ausgezahlt

17.09.2013
Steuereinnahmen übersteigen öffentliche Ausgaben für Windenergie um 2,5 Milliarden Euro

Deutschland profitiert von der staatlichen Förderung der Windkraft. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW). Demnach haben sich die Förderausgaben von Bund und Ländern durch von der Branche gezahlte Steuern amortisiert.

Seit Anfang der 1980er Jahre investiert Deutschland in den Ausbau der Windenergie an Land. Insgesamt wendeten Bund und Länder bis heute knapp 5,5 Milliarden Euro für die Forschungsförderung, zinsverbilligte Kredite und direkte Zuschüsse auf. Diese Investitionen haben sich gelohnt, heißt es in der nun veröffentlichten Studie des ZSW:

Rund 8 Milliarden Euro sind aus der Windkraftbranche in die öffentlichen Kassen zurückgeflossen - unter dem Strich ein Plus von gut 2,5 Milliarden Euro. Die Einnahmen des Staates stammen den Berechnungen der Stuttgarter Systemanalytiker zufolge vor allem aus Unternehmenssteuern sowie der Einkommensteuer, die die Beschäftigten der Windkraftindustrie und ihrer Zulieferer aufbringen.

Schon für 2008 konnten die ZSW-Wissenschaftler erstmals einen über die Jahre entstandenen positiven Gesamtsaldo feststellen. Seither wächst der Überschuss jährlich. "Unsere Ergebnisse zeigen, dass sich die Förderung regenerativer Energieerzeugung auf längere Sicht auch wirtschaftlich auszahlt", erklärt Dr. Peter Bickel, einer der Autoren der ZSW-Studie. Kurzfristige Betrachtungen, die vor allem während des derzeitigen Wahlkampfes die öffentliche Debatte prägten, würden dagegen keine aussagekräftige Bewertung erlauben, so der Wirtschaftsingenieur weiter.

In einer Variante ihrer Berechnungen bezogen die Experten unter anderem auch die von den Verbrauchern finanzierte EEG-Umlage für die Windenergie mit ein. Dabei ergibt sich ein Minus von knapp 2 Milliarden Euro. Für Bickel ist es indes nur eine Frage weniger Jahre bis auch diese Bilanz positiv ausfallen wird. "Laut unserer Berechnung verringert sich das kumulierte Defizit seit 2005 stetig. Langfristig werden die Erträge aus der Windkraft also auch den entsprechenden Anteil der EEG-Umlage ausgleichen können", prognostiziert Bickel.

Die komplette Studie mit dem Titel "Gesamtbilanz der EE-Förderung aus industriepolitscher Sicht am Beispiel der Windenergie an Land" ist im Internet zu finden unter www.zsw-bw.de

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) gehört zu den führenden Instituten für angewandte Forschung auf den Gebieten Photovoltaik, regenerative Kraftstoffe, Batterietechnik und Brennstoffzellen sowie Energiesystemanalyse. An den drei ZSW-Standorten Stuttgart, Ulm und Widderstall sind derzeit rund 230 Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker beschäftigt. Hinzu kommen 120 wissenschaftliche und studentische Hilfskräfte.

Ansprechpartner Pressearbeit:

Alexander Del Regno, Zentrum für Sonnenenergie- und
Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW), Industriestr. 6,
70565 Stuttgart, Tel. +49 (0)711 7870-310, Fax +49 (0)711 7870-230,
alexander.delregno@zsw-bw.de, www.zsw-bw.de
Axel Vartmann, PR-Agentur Solar Consulting GmbH
Solar Info Center, 79110 Freiburg,
Tel. +49 (0)761 380968-23, Fax +49 (0)761 380968-11,
vartmann@solar-consulting.de, www.solar-consulting.de

Axel Vartmann | Solar Consulting GmbH
Weitere Informationen:
http://www.zsw-bw.de
http://www.solar-consulting.de

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