Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neues Werkzeug unterstützt Technologiemanagement und fördert Innovationen in Unternehmensverbünden

13.12.2013
Gemeinsame Entwicklung und Produktion in globalen, dynamischen, komplexen Netzwerken / Beitrag zu EU-Forschungsprojekt BIVEE / BIBA legt Ergebnis vor: Innonetscore

Eine Stärke des BIBA - Bremer Institut für Produktion und Logistik an der Universität Bremen liegt in der Erforschung kooperativer, global arbeitender Unternehmensnetzwerke. In dem Zusammenhang beschäftigen sich die BIBA-Wissenschaftler auch mit dem Innovationsmanagement in komplexen Verbünden.

Im Rahmen des europäischen Projektes BIVEE (Business Innovation for Virtual Enterprise Environments) galt es die Frage zu beantworten, wie sich in diesen höchst dynamischen, kaum noch überschaubarten Netzwerken Innovationen besser generieren und umsetzen lassen. Dazu hat das BIBA nun ein Instrument entwickelt, das künftig genau dabei helfen kann. Der Name des Werkzeugs: Innonetscore.

Als "Innovationsmanagement in virtuellen Netzwerken" lässt sich der Titel des dreijährigen EU-Forschungsprojektes übersetzen. Es läuft noch bis Ende August 2014 und wird mit insgesamt rund drei Millionen Euro gefördert. Das Konsortium besteht aus zehn Partnern. Neben dem BIBA als einzigem deutschen Vertreter in dem EU-Projekt sind unter anderem wissenschaftliche Einrichtungen und Unternehmen aus Italien, Spanien, Österreich, der Türkei und England sowie die Università Politecnica delle Marche in Rom dabei. Die beiden Anwender in dem Konsortium sind AIDIMA, ein spanischer Non-Profit-Verbund von rund 700 Unternehmen im Möbelsektor, sowie Loccioni, ein global agierender, italienischer Systemintegrator mit starkem Innovationsfokus.

Effizienter und effektiver in global agierenden Produktionsnetzwerken

Aufgabe des EU-Projekts ist die Entwicklung einer IT-Plattform zur Unterstützung der gemeinsamen Produktion und Entwicklung über Grenzen hinweg in einem dynamischen Netzwerk, wobei das Augenmerk auf dem Technologiemanagement und der Förderung von Innovationen liegt. Dabei wird eine Software-Umgebung entwickelt, die sowohl den Bereich Innovation als auch die kontinuierliche Verbesserung der Produktion unterstützt. Das Problem besteht unter anderem darin, die engen, komplizierten Zusammenhänge innerhalb der Unternehmensverbünde, die Anforderungen und Möglichkeiten der Akteure in Produktion und Logistik zu berücksichtigen sowie das entwickelte Werkzeug in die vielfältigen Unternehmenssysteme zu integrieren.

Innerhalb des Projekts haben die BIBA-Forscher die wesentlichen Konzepte, Modelle und Methoden im Bereich Innovation strukturiert und Kennzahlen ermittelt, auf deren Grundlage eine effektivere und effizientere Zusammenarbeit in virtuellen Unternehmensnetzwerken möglich wird - vor allem die bestmögliche Nutzung des vorhandenen Innovationspotenzials. Zu oft geht genau das angesichts der Komplexität weltumspannender Produktionskooperationen einfach unter. Ein versteckter, nicht zu unterschätzender Kostenfaktor, denn dadurch gehen mögliche Gewinne verloren.

Das BIBA hat daher mit Innonetscore ein Werkzeug entwickelt, mit dessen Hilfe sich Managementansätze hinsichtlich ihres Innovationspotenzials vergleichbar machen lassen und wesentliche Schwachstellen identifiziert werden können. Dazu BIBA-Wissenschaftler Benjamin Knoke: "Speziell in komplexen Unternehmensnetzwerken kann viel Innovationspotenzial durch fehlende Koordination verloren gehen. Durch den nur rund 20-minütiger Aufwand und die anonyme Angabe einiger Informationen kann die eigene Situation deutlich besser eingeschätzt werden."

Ihre Ansprechpartner:

Prof. Dr.-Ing. Klaus-Dieter Thoben (Institutsleiter BIBA)
Telefon: 0421 218-500 05
E-Mail: tho@biba.uni-bremen.de
M. Sc. Benjamin Knoke (Projektleiter BIBA)
Telefon: 0421 218-50 185
E-Mail: kno@biba.uni-bremen.de

Sabine Nollmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.biba.uni-bremen.de
http://bivee.eu
http://innonetscore.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IMK-Indikator: Konjunkturampel schaltet von „gelb“ auf „grün“
16.05.2018 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht Ergebnisse der IAB-Stellenerhebung für das erste Quartal 2018
30.04.2018 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics