Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neues Wasserkraftwerk in Nepal mit Förderung durch die deutsche Entwicklungszusammenarbeit fertig gestellt

17.12.2008
Bedeutender Entwicklungsbeitrag durch nachhaltige und umweltverträgliche Stromerzeugung. Einsparung von jährlich rund 340.000 Tonnen CO2

Finanzierung in Höhe von rund 180 Mio. EUR durch KfW Entwicklungsbank

Die nepalesische Regierung hat gemeinsam mit Vertretern des BMZ und der KfW Entwicklungsbank das westlich der Hauptstadt Kathmandu gelegene Wasserkraftwerk Middle Marsyangdi offiziell eingeweiht und in Betrieb genommen. Die KfW Entwicklungsbank hat das Kraftwerk im Auftrag des BMZ mit einer Summe von rund 180 Mio. EUR gefördert; 98 Mio. EUR stammen aus nepalesischer Finanzierung.

Mit einer installierten Leistung von 72 MW trägt das Vorhaben zu einer signifikanten Erhöhung der in Nepal bisher vorhandenen Kraftwerksleistung von 616 MW bei. Die damit einhergehende Verbesserung der Stromversorgung ist eine wesentliche Grundlage für die wirtschaftliche Entwicklung des bitterarmen Landes.

Zudem kommt das neue Kraftwerk am Lauf des wasserreichen Marsyangdi-Fluss ohne große Landschaftseingriffe durch einen Stausee mit einem kleinen, lediglich auf den Tagesbedarf ausgelegten Speicher aus. Im Vergleich zur Nutzung fossiler Energieträger können jährlich etwa 340.000 Tonnen CO2 eingespart werden.

"Die Förderung der von laufenden Importen unabhängigen Wasserkraft in Nepal ist mehr als ein Beitrag zur Stärkung des nepalesischen Energiesystems. Die Finanzierung dieser CO2-freien Energiequelle stellt gleichzeitig einen Beitrag zum weltweiten Klimaschutz dar. Das enorme Wasserkraftpotential in dem ansonsten ressourcenarmen Land wird für die eigene Entwicklung genutzt. Die umweltfreundliche Wasserkraft hilft, Arbeitsplätze zu schaffen, das Wirtschaftswachstum zu steigern und die Armut zu reduzieren", sagte Wolfgang Kroh, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe.

Geplant wurde das Wasserkraftwerk durch das deutsche Ingenieurbüro Fichtner, das auch die Bauaufsicht hatte; gebaut wurde es von Dywidag Deutschland.

Im Einzugsbereich der Großbaustelle hat die KfW Entwicklungsbank begleitend ein so genanntes Nachbarschaftsprogramm unterstützt. Damit wurde die Lebenssituation der lokalen Bevölkerung durch öffentliche Einrichtungen wie die Erweiterung von Schulen, die Errichtung von Gesundheitsstationen, der Ausbau der Wasserversorgung und der Bau von ländlichen Wegen verbessert.

Bereits in den achtziger Jahren hatte die KfW ein erstes 69 MW-Wasserkraftwerk am Marsyangdi River finanziert. Beide Kraftwerke stellen gemeinsam das Rückgrat des nepalesischen Energiesystems dar.
Die KfW Entwicklungsbank ist in Nepal seit 1962 im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

(BMZ) mit derzeit 12 Projekten in den Bereichen Energie, Gesundheit und Kommunalentwicklung tätig. Rund zwei Drittel aller bisherigen Zusagen flossen in den Energiesektor.

Dr. Charis Pöthig | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.kfw.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht Wert fest „im grünen Bereich“ - IMK-Konjunkturindikator: Rezessionsgefahr sinkt auf nur 5,1 Prozent
14.09.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht Konjunkturprognose: Deutsche Wirtschaft nähert sich der Hochkonjunktur
07.09.2017 | Institut für Weltwirtschaft (IfW)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Im Focus: Quantensensoren entschlüsseln magnetische Ordnung in neuartigem Halbleitermaterial

Physiker konnte erstmals eine spiralförmige magnetische Ordnung in einem multiferroischen Material abbilden. Diese gelten als vielversprechende Kandidaten für zukünftige Datenspeicher. Der Nachweis gelang den Forschern mit selbst entwickelten Quantensensoren, die elektromagnetische Felder im Nanometerbereich analysieren können und an der Universität Basel entwickelt wurden. Die Ergebnisse von Wissenschaftlern des Departements Physik und des Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel sowie der Universität Montpellier und Forschern der Universität Paris-Saclay wurden in der Zeitschrift «Nature» veröffentlicht.

Multiferroika sind Materialien, die gleichzeitig auf elektrische wie auch auf magnetische Felder reagieren. Die beiden Eigenschaften kommen für gewöhnlich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungen

Biowissenschaftler tauschen neue Erkenntnisse über molekulare Gen-Schalter aus

19.09.2017 | Veranstaltungen

Zwei Grad wärmer – und dann?

19.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Zentraler Schalter der Immunabwehr gefunden

19.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Materialchemie für Hochleistungsbatterien

19.09.2017 | Biowissenschaften Chemie