Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mittelstand 4.0-Kompetenz­zentrum Stuttgart gestartet

29.03.2017

Neue Anlaufstellen in Stuttgart und Karlsruhe machen KMU fit für Digitalisierung

Mit einer Kick-Off-Veranstaltung am 28. März 2017 im Fraunhofer-Institutszentrum geht das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Stuttgart an die Öffentlichkeit. Ziel der neuen Einrichtung, die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird, ist ein praxisnaher Wissenstransfer, um den Mittelstand im Südwesten fit für die digitale Transformation zu machen.


Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Stuttgart gibt kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) Orientierung, wie sie den Weg der digitalen Transformation gehen können.

Foto: Rainer Bez © Universität Stuttgart IFF / Fraunhofer IPA // Foto: Ludmilla Parsyak © Fraunhofer IAO

Die kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) sowie Handwerksbetriebe in Baden-Württemberg haben ab sofort zwei neue Anlaufstellen, wenn es um Fragen zu Industrie 4.0-Anwendungen und Digitalisierungs-lösungen geht: In Stuttgart und Karlsruhe bieten die Partner des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums praxisnahe Unterstützungsangebote – angefangen von der Identifikation unternehmenseigener »4.0-Innovationspotenziale« bis hin zur Begleitung bei der konkreten Umsetzung.

»Gerade kleine und mittlere Unternehmen sowie Handwerksbetriebe verfügen nur selten über eigene Forschungsbudgets, um die Entwicklung und Umsetzung digitaler Lösungs-ansätze gezielt vorantreiben zu können. Um den digitalen Wandel jedoch erfolgreich meistern zu können, benötigen sie unsere aktive Unterstützung. Hierzu kann das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Stuttgart einen entscheidenden Beitrag leisten«, erklärt Oskar Vogel, Hauptgeschäftsführer des Baden-Württembergischen Handwerkstags (BWHT).

Das Zusammenspiel von Wissenschaft und Praxis

Wie Wissenschaft in der Praxis ankommt, konnten die rund 150 Gäste aus Industrie, Wissenschaft und Politik bei der Kick-Off-Veranstaltung direkt erleben. »Anhand von praxisnahen Schulungskonzepten und konkreten Handlungshilfen zeigen wir gemeinsam mit unseren Partnern, was Industrie 4.0 speziell für den Mittelstand bedeutet und wie Unternehmen die Potenziale neuer Technologien nutzen können«, erläuterte Prof. Anette Weisbecker, stellvertretende Institutsleiterin des Fraunhofer IAO.

»Dabei geht es sowohl um die Entwicklung neuer Produkte als auch um Digitalisierungsstrategien im Ganzen, also für Geschäftsmodelle, Prozesse oder Produkte«, so Weisbecker weiter. Die Praxisvorträge wurden entsprechend gemeinsam von je einem Partner aus der Industrie und einem Forschungspartner bestritten und zeigten smarte Lösungen für die Montage und Automation sowie für Gesundheit, Wohl und Pflege.

Die anschließenden Touren im Future Work Lab, dem im Februar neu eröffneten Innovationslabor für Arbeit, Mensch und Technik, sowie dem Applikationszentrum am Fraunhofer IPA, wurden ergänzt durch mobile Demonstratoren der Karlsruher Partner: das FZI Forschungszentrum Informatik zeigte mit »Smart Health« digitale Lösungen für den Bereich Gesundheitswesen, das Fraunhofer IOSB präsentierte aktuelle angewandte Forschung zum Thema »IT-Sicherheit«.

Die praxisnahen Szenarien stellten die große Bandbreite digitaler Wertschöpfungsprozesse greifbar dar. »Dieses Zentrum ist deshalb enorm wichtig, weil insbesondere kleine Unternehmen bei der Einführung von Industrie 4.0 noch immer zurückhaltend sind. In den individuell zugeschnittenen Schulungen und Workshops sowie mit den Demonstratoren bei uns im Fraunhofer-Institutszentrum können wir den Unternehmen helfen, bestehende Hürden zu überwinden und sie dabei unterstützen, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern«, betonte Prof. Thomas Bauernhansl, Institutsleiter des Fraunhofer IPA.
Praxisnahe Handlungshilfen für KMU

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Stuttgart ist eines von derzeit elf Kompetenzzentren, die das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen der Initiative »Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse« fördert. Ziel ist es, KMU sowie das Handwerk bei ihrem digitalen Transformationsprozess zu begleiten und dabei zu unterstützen, neue Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) zu entwickeln und für sich zu nutzen.

Der Förderschwerpunkt »Mittelstand-Digital« setzt sich zusammen aus den Förderinitiativen »Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse«, »eStandards: Geschäftsprozesse standardisieren, Erfolg sichern« und »Einfach intuitiv – Usability für den Mittelstand«.

Neben Workshops, Informationsveranstaltungen und Anwendungsdemonstrationen bietet das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Stuttgart praxisnahe Schulungskonzepte und Handlungshilfen sowie die Begleitung von interessanten Umsetzungsprojekten, für die sich KMU bewerben können.

Zu den Partnern des neuen Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums zählen neben den Fraunhofer-Instituten für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB, für System- und Innovationsforschung ISI und für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, die Beratungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft für Handwerk und Mittelstand BWHM GmbH, das FZI Forschungszentrum Informatik, die Steinbeis-Stiftung, der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau VDMA sowie die Industrie- und Handelskammern (IHKs) in Baden-Württemberg.

Kontakt
Jörg Castor
Workspace Innovation
Fraunhofer IAO
Nobelstraße 12
70569 Stuttgart
Telefon +49 711 970-5477
joerg.castor@iao.fraunhofer.de

Weitere Informationen:

http://www.mittelstandkompetenzzentrum.de/servlet/is/65033/

Juliane Segedi | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht Wert fest „im grünen Bereich“ - IMK-Konjunkturindikator: Rezessionsgefahr sinkt auf nur 5,1 Prozent
14.09.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht Konjunkturprognose: Deutsche Wirtschaft nähert sich der Hochkonjunktur
07.09.2017 | Institut für Weltwirtschaft (IfW)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Höher - schneller - weiter: Der Faktor Mensch in der Luftfahrt

20.09.2017 | Veranstaltungen

Wälder unter Druck: Internationale Tagung zur Rolle von Wäldern in der Landschaft an der Uni Halle

20.09.2017 | Veranstaltungen

7000 Teilnehmer erwartet: 69. Urologen-Kongress startet heute in Dresden

20.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Drohnen sehen auch im Dunkeln

20.09.2017 | Informationstechnologie

Pfeilgiftfrösche machen auf „Kommando“ Brutpflege für fremde Kaulquappen

20.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Frühwarnsystem für gefährliche Gase: TUHH-Forscher erreichen Meilenstein

20.09.2017 | Energie und Elektrotechnik