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Wie Migrantinnen den optimalen Weg in die Selbstständigkeit finden

21.11.2008
Forschungsministerium unterstützt Frauen bei Unternehmensgründungen / Selbstständigkeit verstärkt Integration von Migrantinnen und ihren Familien

Immer mehr Frauen nicht-deutscher Herkunft machen sich selbstständig. Jede zehnte Gründerin hat eine ausländische Staatsangehörigkeit – mit steigender Tendenz.

Experten sehen diese Entwicklung als doppelte Chance: Unternehmensgründungen von Migrantinnen sind ein wichtiger Teil des Strukturwandels und können in besonderem Maß zur Integration der Frauen und ihrer Familien beitragen. Deshalb stärkt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit dem Projekt "Migrantinnen gründen Unternehmen" die Bereitschaft zur Selbständigkeit von Frauen mit Migrationshintergrund und will diese bei ihren Unternehmensplänen optimal unterstützen.

Das von den Universitäten Dortmund und Münster gemeinsam mit dem Zentrum für Türkeistudien an der Universität Duisburg Essen, der gaus gmbh und der Unique GmbH durchgeführte Projekt ist Teil des Aktionsprogramms "Power für Gründerinnen". Mit diesem Programm unterstützt das BMBF gemeinsam mit dem Europäischen Sozialfonds rund 40 Vorhaben mit insgesamt 12,5 Millionen Euro bis zum Jahr 2010. Mit dem Aktionsprogramm möchte das Ministerium gezielt die Motivation und Fähigkeit von Frauen zur Selbstständigkeit fördern und strukturelle Unterschiede im Gründungsprozess von Frauen und Männern erforschen. Die im Rahmen eines bundesweiten Wettbewerbs ausgewählten Projekte entwickeln und erproben modellhaft innovative Ansätze, um ein gründerinnenfreundliches Klima in Deutschland zu schaffen.

Das Projekt "Migrantinnen gründen Unternehmen" untersucht seit 2006 förderliche und hinderliche Faktoren der Unternehmensgründung von Frauen mit Migrationshintergrund. Dabei hat sich gezeigt, dass nicht-deutsche Frauen mit Gründungsambitionen oft von sozialen, kulturellen und finanziellen Barrieren auf ihrem Weg in die Selbständigkeit behindert werden.

Die Abweichung von dem Bild des "Normalunternehmers", der männlich, deutscher Herkunft und gut ausgebildet ist und mit ausreichend Startkapital einer schnellen Unternehmensexpansion entgegenstrebt, wird in der deutschen Gründungsberatung allzu oft nicht als Chance sondern als Hindernis gesehen. Diesen Barrieren möchte das Projekt mit fundierten Erkenntnissen entgegenwirken.

Die Forschungsergebnisse werden demnächst in einem Sammelband veröffentlicht. Im Februar kommenden Jahres findet in Berlin eine internationale Abschlusstagung statt.

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Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/press/
http://www.migrantinnen-gruenden.de

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