Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Markt für Vermögensverwaltung gewinnt nach der Krise wieder an Dynamik

19.08.2011
Für Kunden zählen Exklusivität und Transparenz der Beratung

- Neue Studie von Roland Berger zur Vermögensverwaltung ("Wealth Management"): Verwaltete Vermögen legten Ende 2010 im Vergleich zu 2008 global um knapp 14 Prozent auf 7,6 Billionen Euro zu

- 90 Prozent des verwalteten Vermögens entfallen auf Europa, Asien und Nordamerika

- Anleger haben nach wie vor Zweifel an der Stabilität des Finanzmarktes

- Kunden verlangen exklusive Beratung, passgenaue Angebote und mehr Transparenz bezüglich Risikogruppen und Preise

- Offshore Banking ist weiterhin im Kurs

- Technische Lösungen wie E-Banking sollten in der Beratung stärker integriert werden

Nach der schweren Wirtschafts- und Finanzkrise hat der Markt für Wealth Management wieder deutlich zugelegt. Aufgrund der beschränkten Risikobereitschaft vermögender Kunden hat sich allerdings der Produktmix hin zu weniger margenträchtigen Produkten verschoben. Vor diesem Hintergrund stehen Anbieter vor der Aufgabe, nicht nur die Kosten zu senken, sondern auch die Erträge zu steigern. Wer bei den Kunden punkten möchte, muss außerdem auf exklusive und transparente Beratung setzen, die die persönlichen Wertevorstellungen der Anleger berücksichtigt. Das ist das Ergebnis der neuen Wealth Management-Studie von Roland Berger Strategy Consultants, für die 180 Kunden weltweit befragt wurden.

"Das Wealth Management hat deutlich schneller als erwartet wieder an Dynamik gewonnen", sagt Daniel Gresch, Partner und Leiter der Asset und Wealth Management Group bei Roland Berger. "Nach dem gravierenden Einbruch in der Finanzmarktkrise haben sich die Vermögenswerte, die dem aktiven Wealth Management weltweit zur Verfügung stehen, kräftig erholt."

Weltweiter Wealth Management-Markt auf Erholungskurs

Verbuchte der weltweite Markt für Wealth Management im Jahr 2008 noch ein Minus von 19 Prozent, so legte er bis Ende 2010 um knapp 14 Prozent auf 27,6 Billion Euro zu. Davon entfallen rund 90 Prozent auf Kunden aus Nordamerika, Asien und Europa. Diese Märkte verzeichnen auch die stärksten Zuwachsraten. So nahm der europäische Markt 2010 um satte 17 Prozentpunkte im Vergleich zu 2008 zu. Der asiatische Markt wuchs im gleichen Zeitraum um 14 Prozent und der US-amerikanische Markt um 12 Prozent.

Anleger sind sehr vorsichtig - margenträchtige Produkte weniger gefragt

Der Zuwachs, der sowohl auf Nettomittelzuflüssen als auch auf Kurseffekten beruht, kann allerdings nicht über strukturelle Schwächen hinwegtäuschen. Denn Kunden gehen nach der großen Finanzkrise viel vorsichtiger mit ihrem Vermögen um; der Produktmix verschiebt sich daher zunehmend in Richtung weniger margenträchtiger Produkte wie etwa börsennotierte Indexfonds (ETFs). "Im Vordergrund stehen im Moment Absicherung und Vermögenserhalt" erklärt Daniel Gresch. "Kunden betrachten komplexe Anlageprodukte nach den negativen Erfahrungen in der Krise noch zurückhaltend und entscheiden sich eher für Produkte, die hohe Sicherheit garantieren."

Trotz Kostensenkungsmaßnahmen bewegt sich die Cost-Income-Ratio des Wealth Management-Marktes daher mit 70 Prozent über dem Vorkrisenniveau. 2007 lag die Cost-Income-Ratio bei 63 Prozent. Zusätzlich zur Kostensenkung sollten sich die Anbieter deshalb verstärkt darauf konzentrieren, ihre Erträge zu steigern.

Kunden verlangen exklusive Beratung

Auch auf erstklassige Beratung sollten Vermögensverwalter setzen, denn darauf legen Kunden besonders viel Wert. "Anbieter sollten auf den internationalen Zuschnitt ihres Portfolios und auf passgenaue Lösungen für ihre Kunden achten. Das setzt aber voraus, dass sie die individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen Kunden genau kennen", betont Dr. René Fischer, Principal bei Roland Berger und Co-Autor der Studie. "Die Beratung darf sich nicht nur an der Größe des Vermögens orientieren; sie sollte auch die persönlichen Wertevorstellungen der Kunden berücksichtigen."

Für die Anbieter bedeutet das: Sie sollten sich von herkömmlichen, produktbezogenen Ansätzen lösen und den gesamten Beratungsprozess auf den Prüfstand stellen. Dabei spielt Transparenz bei der Beratung bezüglich Risikoeinstufung und Kosten der einzelnen Anlagenprodukte eine immer wichtigere Rolle.

Offshore Banking im Kurs

Die sehr hohe Qualität der Anlagenberatung, politische Stabilität der ausgewählten Länder und internationale Ausrichtung des Produktportfolios sind wesentliche Gründe, warum sich Kunden eher für Offshore Banking-Optionen entscheiden. Steuerliche Vorteile spielen, wie die Umfrage ergab, eine zweitrangige Rolle. Etablierte Finanzplätze - allen voran die Schweiz, Luxemburg und Liechtenstein - gelten immer noch als vertrauenswürdige Zentren für Anlagenberatung.

Technische Lösungen auf dem Vormarsch

Wealth Management-Kunden schätzen nicht nur die hochqualitative und transparente Beratung, sondern auch den Einsatz moderner Technologielösungen. So nutzen vermögende Kunden immer öfter E-Banking-Möglichkeiten, die ihnen ermöglichen, zeit- und ortsunabhängig ihr Vermögen zu verwalten. "Anbieter sollten daher zunehmend Wert darauf legen, zuverlässige Technologien in ihr Beratungsmodell zu integrieren, um ihren Kunden einen weiteren Mehrwert zu bieten", resümiert Fischer.

Die vollständige Studie können Sie kostenfrei herunterladen unter:
https://www.rolandberger.com/media/press/releases/index.html
Hier können Sie unseren kostenlosen Newsletter abonnieren:
www.rolandberger.com/press-newsletter
Roland Berger Strategy Consultants, 1967 gegründet, ist eine der weltweit führenden Strategieberatungen. Mit über 2.000 Mitarbeitern und 43 Büros in 31 Ländern ist das Unternehmen erfolgreich auf dem Weltmarkt aktiv. Die Strategieberatung ist eine unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von mehr als 200 Partnern.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Claudia Russo
Roland Berger Strategy Consultants
Tel.: +49 89 9230-8190
Fax: +49 89 9230-8599
E-Mail: claudia_russo@de.rolandberger.com

Claudia Russo | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.rolandberger.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index tritt auf der Stelle
24.11.2016 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht Lemgoer Wissenschaftler wollen smarte Banknote realisieren
08.11.2016 | Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einzelne Proteine bei der Arbeit beobachten

08.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Intelligente Filter für innovative Leichtbaukonstruktionen

08.12.2016 | Messenachrichten

Seminar: Ströme und Spannungen bedarfsgerecht schalten!

08.12.2016 | Seminare Workshops