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Laut einer Studie wird Corporate Governance für Private Equity-Branche in China künftig ausschlaggebend sein

12.11.2013
Eine gemeinsame Studie von Deutsche Börse und CMS Hasche Sigle zeigt, dass die Qualität von Investments immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Infolge der sich verlangsamenden Konjunktur in China, der verschlossenen Möglichkeit von Börsengängen als Exit-Strategie sowie des zunehmenden Wettbewerbs in vielen Bereichen der Wirtschaft kann das Niveau, das ein Unternehmen im Hinblick auf Corporate Governance erreicht, entscheidend für das Erzielen von guten oder mittelmäßigen Gewinnen sein.

„Die Zeiten, in denen Unternehmen aufgrund der für China bestehenden Wachstumsvorstellungen mit hohen Gewinnen verkauft werden konnten, sind endgültig vorbei“, sagt Alexander von Preysing, Deputy Head of Issuer & Primary Market Relations bei der Deutschen Börse. Fondsmanager, die sich gegenüber der Konkurrenz abheben möchten, sehen in der Verfolgung einer strikten Corporate Governance-Politik einen zentralen Faktor für die Wertsteigerung während des Anlagezyklus. Viele Fondsmanager würden einen strengeren Ansatz im Hinblick auf die Umsetzung internationaler Corporate Governance-Standards begrüßen.

„Es ist noch ein weiter Weg, aber die Unternehmer in China werden früher oder später zu der Erkenntnis gelangen, dass kein Weg daran vorbeiführt, die Regeln an den Kapitalmärkten bedingungslos einzuhalten“, betont Volker Potthoff von CMS Hasche Sigle.

Die chinesische Private Equity- und Venture Capital-Branche (PE/VC) sieht sich mit einem schwierigeren Umfeld konfrontiert. Das Kapitalbeschaffungsvolumen am PE/VC-Markt ist auf 7,8 Mrd. US$ (erster 6-Monats-Zeitraum 2013 = H1 13) zurückgegangen, gegenüber 18,5 Mrd. US$ in H1 12 und 16,2 Mrd. US$ in H2 12. Davon waren besonders in US-Dollar aufgelegte Fonds betroffen.

Im gleichen Zeitraum sank die Anzahl der Investmenttransaktionen von 941 auf 516 und die Zahl von PE/VC-gestützten IPOs von 174 auf gerade einmal 13! Mit einem investierbaren Kapital von 116 Mrd. US$ (PE-Fonds, H1 13) und 50,3 Mrd. US$ (VC-Fonds, H1 13) spielt die Branche jedoch eine wichtige Rolle in der Finanzierung der Privatwirtschaft in China sowie für die chinesischen Finanzmärkte und ihre künftige Entwicklung.

Hintergrund
Die Studie basiert auf der Erfassung von Fakten und Interviews und wurde mit europäischen und chinesischen Private Equity-Fondsmanagern, die in chinesischen Privatunternehmen investiert sind, sowie mit institutionellen Anlegern mit Sitz in China und Europa durchgeführt. Volker Potthoff von CMS Hasche Sigle kommentiert: „Die Studie kommt zu dem Schluss, dass eine wohlausgewogene Corporate Governance-Politik eine zunehmend bedeutende Rolle spielt, wenn Anlageentscheidungen getroffen werden.“ Die Untersuchung verdeutlicht die Wichtigkeit einer stimmigen Corporate Governance-Struktur zum einen für den künftigen Erfolg der Unternehmen, die Gegenstand eines Investments sind, zum anderen aber auch für Private Equity-Manager im Hinblick auf ihre Anlagerenditen, ihre Möglichkeiten zur Kapitalbeschaffung und ein günstiges Wettbewerbsprofil gegenüber der Konkurrenz.
Pressekontakt
Deutsche Börse:
Frank Herkenhoff,
Tel.: +49-(0) 69-2 11-1 15 00,
frank.herkenhoff@deutsche-boerse.com
CMS Hasche Sigle
Arndt Hellmann,
ph:+49 30 20360 1208
arndt.hellmann@cms-hs.com

Media Relations | Gruppe Deutsche Börse
Weitere Informationen:
http://www.deutsche-boerse.com

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