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Konsumklima trotzt Finanzkrise

28.10.2008
Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für Oktober 2008

Trotz Finanzkrise mit teilweise tumultartigen Reaktionen an den Börsen kann sich das Konsumklima im Oktober auf niedrigem Niveau stabilisieren. Dazu trägt vor allem eine leicht steigende Einkommenserwartung in Verbindung mit einer rückläufigen Sparneigung bei. Im Gegensatz dazu müssen die Konjunkturerwartung sowie die Anschaffungsneigung Einbußen hinnehmen. Der Indikator prognostiziert nach 1,8 Punkten im Oktober einen Wert von 1,9 Punkten im November.

Bei der gestiegenen Konjunkturerwartung im September handelte es sich offensichtlich um eine einmalige Entwicklung. Im Oktober verlor der Indikator mit einem Minus von 11,8 Punkten wieder deutlich an Wert. Aktuell weist er -27,5 Zähler auf, was im Vorjahresvergleich einen Rückgang von gut 66 Punkten darstellt. Ein niedrigerer Wert wurde zuletzt im Mai 2003 gemessen.

Vor allem deutlich sinkende Rohölpreise haben die Einkommensaussichten auch im Oktober gestützt. Bereits zum dritten Mal in Folge bewirkte der nachlassende Preisdruck eine positive Entwicklung. Der Indikator konnte aktuell um einen guten Punkt zulegen und weist -12,9 Punkte auf. Dennoch bleibt das Niveau niedrig. Dies unterstreicht auch das Minus von 12,2 Zählern im Vorjahresvergleich.

Nach deutlichen Zuwächsen im September in Höhe von gut 15 Punkten hat die Konsumzurückhaltung aktuell wieder zugenommen. Der Indikator Anschaffungsneigung büßte 5,4 Punkte ein und verzeichnet momentan -18,2 Zähler. Im Vorjahresvergleich bedeutet dieses immer noch ein Minus von gut 5 Punkten.

Das Konsumklima setzt damit vorerst seine Stabilisierung fort. Der Gesamtindikator prognostiziert für November einen Wert von 1,9 Punkten nach 1,8 Punkten im Oktober. Nachdem in diesem Jahr hinsichtlich des Konsums keine gravierenden Impulse mehr zu erwarten sind, richten sich die Hoffnungen nun auf das Jahr 2009. Hier kommt es ganz wesentlich darauf an, dass bei den Konsumenten das Vertrauen in die Finanzmärkte wieder wächst und ein Abgleiten in die Rezession vermieden werden kann.

Marion Eisenblätter | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.gfk.com

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