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KMU auf Auslandsmärkten - In Netzen lässt sich Internationalisierung lernen

11.02.2009
Institut Arbeit und Technik veröffentlicht Ergebnisse aus EU-Projekt NICE

Internationalisierung lässt sich lernen: Vielfach unterschätzen kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zunächst die Barrieren auf Auslandsmärkten und unternehmensinterne Defizite, während sie finanzielle Barrieren der Internationalisierung und Probleme des Marktzugangs überbewerten.

Liegen erste Erfahrungen mit dem Auslandsgeschäft vor, fällt der Zugang zu Informationen und Absatzkanälen leichter. Erst jetzt gewinnen die unternehmensinternen Hemmnisse an Bedeutung. Das zeigen Erfahrungen aus dem EU-Forschungsprojekt NICE (Networking ICT Cluster in Europe), das vom Institut Arbeit und Technik (IAT), Fachhochschule Gelsenkirchen, koordiniert wurde.

"Internationale Vernetzung von KMU ist ein geeignetes Instrument, ihre Bemühungen in internationalen Märkten voranzutreiben", stellt die IAT-Projektleiterin Judith Terstriep fest. "So lassen sich beispielsweise die Kosten für die Suche nach Marktinformationen und Kooperationspartnern reduzieren und das mit einem Auslandsengagement verbundene Risiko des Scheiterns verringern". Voraussetzung ist allerdings, dass Management und Beschäftigte über Kompetenzen und kommunikative Fähigkeiten verfügen, die sie in die Lage versetzen, langfristig in Netzwerken mitzuwirken. Teamfähigkeit, grenzüberschreitende Zusammenarbeit, Sprachkompetenz und Aufgeschlossenheit gegenüber anderen Kulturen stellen dabei wichtige Elemente dar.

Viele KMU benötigen unterstützende Dienstleistungen, um den Schritt in die Internationalisierung zu wagen. Im Rahmen des EU-Projekts NICE wurden fünf Kooperationsbörsen in fünf Ländern mit 190 Unternehmen durchgeführt und 62 Unternehmensgespräche vereinbart, die in 15 Kooperationen mündeten. Eine solche Unterstützung zur Internationalisierung können z.B. Clusterorganisationen bieten, indem sie als "Türöffner" kleine und mittlere Unternehmen darin unterstützen, Kontakte zu knüpfen und auszubauen. Nach Einschätzung von Terstriep stehen die Qualität und Intensität von Vernetzungsaktivitäten der Unternehmen in einem Cluster und über dessen Grenzen hinaus in einem positiven Zusammenhang mit dem unternehmerischen Erfolg.

Judith Terstriep, 2009: Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit von KMU sichern - Internationalisierung durch Vernetzung. Internet-Dokument. Gelsenkirchen: Inst. Arbeit und Technik. Forschung Aktuell, Nr. 2009-02

http://www.iat.eu/forschung-aktuell/2009/fa2009-02.pdf

Für weitere Fragen steht Ihnen zur Verfügung:
Judith Terstriep, Durchwahl: 0209/1707-139, E-Mail: terstriep@iat.eu
Institut Arbeit und Technik
der Fachhochschule Gelsenkirchen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Claudia Braczko
Munscheidstraße 14
45886 Gelsenkirchen
Tel.: +49-209/1707-176
Fax: +49-209/1707-110
E-Mail: braczko@iat.eu
info@iat.eu

Claudia Braczko | idw
Weitere Informationen:
http://www.iat.eu

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